Frage von TinkiWinki,

Rückkehr in dei gesetzliche Krankenversicherung

Hallo,

vielleicht kann mir ja hier jemand helfen. Und zwar geht darum, ob ich noch die Möglichkeit habe von der PKV in die GKV zu wechseln. Folgende Situation: Die ersten zehn Jahre meines Arbeitslebens habe ich ganz normal gearbeitet und war in der GKV. Dann habe ich eine Beamtenstelle angetreten und bin deshalb zur PKV gewechselt. Gleichzeitig habe ich angefangen nebenher zu studieren und musste dafür eine Bescheinigung über meine Krankenversicherung vorlegen. Hierfür musste ich allerdings, soweit ich mich erinnere (Hab sie leider nicht mehr gefunden), eine Austrittserklärung aus der GKV vorlegen. Soweit ich es noch weiß hat die Dame von der GKV bei der ich diese Erklärung unterschrieben habe gesagt, dass ich dann aber nie mehr zurück in die GKV wechseln kann. Jetzt denke ich darüber nach mein Beamtenverhältnis aufzugeben und wieder einen Job in der freien Wirtschaft anzunehmen, bei dem ich zumindest im ersten Jahr noch unter der Beitragsbemessungsgrenze liege. Weiß jemand ob ich tatsächlich, selbst wenn ich unter der Beitragsbemessungsgrenze liege, nicht zurück in die GKV kann bzw. ob ich nicht sogar zurück muss?

Antwort
von TinkiWinki,

So, ich möchte mich erstmal nochmal bei allen bedanken die hier geantwortet haben!

Hab heute mal bei der Servicehotline vom BM für Gesundheit angerufen und die gute Dame am Telefon hat bestätigt das es tatsächlich so ist, dass ist in die GKV zurück kann, sollte ich das Beamtenverhältnis verlassen. Die Verzichtserklärung galt nur fürs Studium, allerdings falls jemand diese Antwort hier mal infohalber liest weil er Rat sucht, dies gilt nicht immer. Da gibt es wohl noch bestimmte Jahresfristen, also wenn man schon ne bestimmte Zeit (mehrere Jahre) in der PKV (als Vollversicherter, nicht als mitversichertes Kind) ist und dann anfängt zu studieren und sowas unterschreibt und dann nicht wieder zurück kann. Da aber dann am besten selber mal nachfragen. Hier ist der Link mit der Telefonnummer:

http://www.gkv-spitzenverband.de/service/versicherten_service/beratung_und_infor...

@alfalfa: Bin jetzt seit gut sieben Jahren Beamter und was die Rente angeht geb ich dir natürlich recht. Wie die einen nachversichern ist ne echte Schweinerei und dient glaube ich nur dazu einen Wechsel zurück in die Wirtschaft extrem unattracktiv zu machen. Was die Sicherheit angeht kann ich nur sagen, dass ich deshalb nicht Beamter geworden bin. Mich hat einfach die Aufgabe sehr gereizt und das gabs leider nur als Beamter. Und Netto hab ich es natürlich mal durchgerechnet und du kannst mir gerne glauben, dass du in Ohnmacht fällst und danach anfängst laut zu lachen wenn du siehst was nen FH-Elektroingenieur heutzutage in Baden-W. als Besoldung bekommt. Ist ja schließlich auch nur nen Ing.-Studium und nicht nen so schweres Lehramtsstudium an der PH. Die kriegen nen Haufen Schotter. Na ja, ich hab vor zehn Jahren als Facharbeiter draußen schon mehr bekommen und das was ich jetzt bei Bosch bekomme ist, außer im ersten Jahr, richtig viel Geld. Zumindest für mich;o).

Antwort
von LeonP,

für mich ist es ein zurück müssen. Wenn unter der Bemessungsgrenze, Festanstellung, keine Einnahmen aus Selbständigkeit, nicht älter als 55, dann kenne ich die akt. Regeln so, dass man in die GKV muss.

Kommentar von Chris891 ,

ja, so ist das meines Wissens nach auch

Kommentar von TinkiWinki ,

Wenn ich zurück dürfte würd ich auch sofort zurück gehen und denn Job auch sofort annehmen, aber wie gesagt hat die gute Frau von der AOK damals gemeint dass es nicht mehr geht. Hab auch noch ein bissl bei google geguckt und unterschrieben hab ich wohl ne Befreiung von der Versicherungspflicht. Die gilt auch auf jeden Fall fürs gesamte Studium, allerdings hab ich ja nicht hauptberuflich studiert, sondern halt am Wochenende, deshalb weiß ich nicht ob es jetzt fürs gesamte Berufsleben und darüber hinaus gilt.

Kommentar von alfalfa ,

Bitte im SGB V, § 5 nachsehen. Die Befreiung ist nur auf den Status bezogen und entfällt bei Statuswechsel, der ja dann vorliegt. Statt googeln hilft es die Situation schriftlich zu formulieren und um Stellungnahme der GKV mit Rechtsbelehrung anzufordern. Alles andere ist rate mal mit Rosenthal.

Antwort
von alfalfa,

Nun, eine ganz klare Angelegenheit. Wenn Du unter der Jahresentgeltgrenze (die ist höher als die Beitragsbemessungsgrenze) verdienst, wirst Du nach § 5 SGB V versicherungspflichtig und kommst folglich in die GKV.

Kommentar von TinkiWinki ,

Guck mal den Link, da steht die Rückkehr ist ausgeschlossen:

http://www.tk.de/tk/freiwillige-pflichtige-krankenversicherung/freiwillige-pflic...

Aber der Tip mit der Rechtsbelehrung ist gut. Werde mal direkt bei der AOK nachfragen. Vielleicht antworten die ja.

Kommentar von alfalfa ,

Ich halte es statt online Links eher mit Gesetzestexten und Gesetzeskommentaren. Es geht um den § 8 SGB V. So lange man den gleichen Status hat ist eine Rückkehr nicht möglich. Das sieht anders aus bei einem Statuswechsel. Also jemand mit Status Student der sich befreien lässt kommt natürlich während des Studiums aufgrund der Befreiiung nicht zurück. Nach Ende des Studiums und mit Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ändert die Person den Status. Und kann dann wieder zurück.

Kommentar von TinkiWinki ,

Erstmal danke für deine Antworten! Wie geschrieben, ich habs zwar fürs Studium unterschreiben müssen, studiert habe ich allerdings berufsbegleitend, also war die ganze Zeit hauptberuflich Beamter. Bin auch nach dem Studium im Staatsdienst geblieben, was jetzt auch wieder zwei Jahre her ist. Allerdings wenn ich dich richtig verstehe ist es ja trotzdem der selbe Status, sprich wenn ich in ein Angestelltenverhältnis wechsel, wäre es ein anderer Status und damit könnte ich dann wieder zurück in die GKV. Hoffe wirklich das du da recht hast, was wäre super Klasse dann könnte ich mir den Job nämlich leisten. Hab beim GKV-Spitzenverband ne Beratungstelefonnummer gefunden und werde da Morgen mal anrufen und dann schreiben was die gesagt haben.

Kommentar von alfalfa ,

Wenn Deine Angaben so stimmen, wirst Du mit einem Wechsel in ein (hauptberuflich) sozialversicherungspflichtigem Anstellungsgrenze unter der JAEG auch GKV pflichtig.

Aber Achtung: Was genau hast Du für welchen Status unterschrieben?

Es geht mich zwar nichts an, aber warum ein Wechsel aus einem (sicheren) Beamtenverhältnis mit Beihilfe und PKV in ein sozialversicherungspflichtiges Anstellungsverhältnis mit GKV?

Hast Du das wirklich mal netto durchgerechnet und auch den Aspekt der Altersvorsorge bzw. Pension berücksichtigt?

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