Frage von tboz77,

Rückforderung Eigenheimzulage

Hallo,

Vielleicht finde ich hier einen Rat oder eine Bestätigung. Konnte bislang leider im Netz nichts finden, was meinem Fall ähnlich wäre.

Fall: das Finanzamt fordert für das Jahr 2012 und 2013 die Eigenheimzulage in Gesamthöhe von 4.100,00 € zurück. In meinen Augen völlig korrekt, da das damals 2006 gemeinsame gekaufte Haus im Januar 2011, aufgrund der Trennung von 2010, verkauft wurde. Da mein Exmann das Konto, auf das die EHZ jährlich ausbezahlt wurde, im August 2010 angeblich gekündigt hat kann ich nicht sagen ob er nun dieses Geld erhalten hat oder nicht. Ich wurde damals für den Kontozugang von ihm gesperrt. Jetzt meine Frage: muss ich von diesen 4100 € auch etwas zurückbezahlen wenn ich nicht einen Cent davon gesehen habe?

Ich mach mir gerade Gedanken wie ich das finanziell schaffen soll.

Vielen Dank im Voraus für Antworten

Antwort
von Primus,

Da Ihr das Haus gemeinsam gekauft habt, ist davon auszugehen, dass jeder Ehegatte die Rückzahlung je nach Höhe seines Miteigentumsanteils trägt. In diesem Fall wäre es jeweils die Hälfte des Rückzahlungsbetrages. .

Etwaige Ansprüche gegen Deinen Ex kannst Du nur im Wege einer Klage oder eines Mahnverfahrens geltend machen

Kommentar von tboz77 ,

Auch wenn ich keinen einzigen Cent aus den Zahlungen 2012 + 2013 (sowie auch aus dem Jahr 2011) gesehen habe? Wurde so wie es aussieht auf das Konto von meinem Exmann überwiesen. Und ich habe seit August 2010 keinen Zugriff auf dieses Konto mehr.

Kommentar von Primus ,

Damit hat das Finanzamt nichts zu tun, Dort will man das Geld zurück und sonst nichts.

Du wirst wohl nicht um einen Besuch beim Anwalt herum kommen. Dein Ex wird Dir wohl freiwillig keine Auskünfte geben.

Antwort
von wollschaf,

Wer hat die Eigenheimzulage beantragt? Du? Dein Mann oder ihr beide zu je 1/2? Das wäre wichtig zu wissen. Ich nehme jetzt mal an, dass Ihr beide Antragsteller gewesen sein. Dann ist auch die Forderung gegen Euch beide rechtens. Ob eine gesamtschuldnersiche Haftung vorliegt, das heisst jeder haftet dann bis zur vollen Grenze, kann ich nicht sagen. Dann müsstest Du im schlimmsten Fall sogar für die 4.100 Euro aufkommen. Kläre erstmal die Grundlagen. Wer war Antragsteller? Habt Ihr angewiesen, dass die Eigenheimzulage auf das Konto Deine Ex gehen soll (hast Du dafür unterschrieben). Wie wurde der Verkaufserlös aufgeteilt? Erfolgte da keine Berücksichtigung der Eigenheimzulage, die zurückbezahlt werden muss?

Kommentar von tboz77 ,

Die EHZ wurde damals von uns beiden jeweils zur Hälfte beantragt. Der Erlös aus dem Hausverkauf wurde im Januar 2011 jeweils halbe halbe aufgeteilt. Jedoch habe ich bereits von der uns noch zustehenden EHZ für das Jahr 2011 keinen Cent gesehen, da es ja auf "sein" Konto ausgezahlt wurde auf das ich seit August 2010 keinen Zugriff mehr hatte. Ebensowenig habe ich von den Zulagen für 2012 + 2013 gesehen. Ich werde nun mit dem Finanzamt klären auf welches Konto die beiden letzten Zahlungen gingen.

Antwort
von billy,

Die Rückforderung des FA müssen auch wenn heute getrennt lebend beide tragen. Wenn es schon seit 2010 getrennte Konten gab dann ist derjenige in der Pflicht auf dessen Konto die EHZ geflossen ist.

Kommentar von tboz77 ,

Danke für die Antwort. Hat mich nun etwas beruhigt.... :-) Ich werde mit dem Finanzamt klären wohin sie die beiden letzten Zahlungen überwiesen haben. Denn ich habe von beiden EHZ (2012 + 2013) nicht einen Cent gesehen....

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten