Frage von Stud22, 1

Risiken bei Zinswende für Häuslebauer?

der Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret hat offen vor den Risiken gewarnt, die sich bei einer kommenden Zinswende für Häuslebauer erbgeben könnten.

Kann das sein? Ich sehe die Risiken derzeit nicht? Wie seht ihr das?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, 1

Darauf habe ich hier kürzlich schon hingewiesen, als es fragen dazu gab, dass man zur Zeit günstig finanzieren können.

Bei zur Zeit 3 % und zum Teil gar besser mit 10 j. Festschreibung ist die Rate für 100.000,- mit 3 % Tilgung 6.000,-.

Steigen die Zinsen und bei neuer Festschriebung in 10 Jahren, kann die Rate dann mit 5 % schnell auf 8.000,- hochgehen.

Nicht davon zu reden, wess es auf 6 % ginge.

Daher ganz langfristig abschließen, oder mit der Rate vorsichtig sein udn nciht das Einkommen voll ausreizen.

Antwort
von Franzl0503, 1

Student:

Die Zinswende kommt über kurz oder lang und wird diejenigen in die Bredouille bringen, die sich die „Baufinanzierung auf Kante“ aufschwatzen ließen, ohne ausreichende Reserven für Zinserhöhungen und Unvorhergesehenes, die wenig oder gar kein Eigenkapital einbrachten, die nur eine niedrige Annuität und damit eine geringe Tilgung verkraften konnten und folglich eine zu kurze Zinsfestschreibungsfrist in Kauf nehmen mussten.

Vielleicht haben sie auch aufgrund der überhitzten Immobilienmarktes überteuert erworben zu einem Preis, der im Falle eines (Not-) Verkaufs nicht mehr zu realisieren ist. Rettungserwerbe der Banken werden zu nehmen.

Merke: Wer heute in der Lage ist, ohne weiteres eine Annuität von 7 % zu stemmen und eine möglichst lange Zinsfestschreibungsfrist wählt, dürfte eher glimpflich davon kommen (z. B. heute Annuität 3 + 2 %, danach Zinsverdoppelung 6 + 1 %)

Kommentar von Stud22 ,

klingt logisch.

DH.

Antwort
von Frei123, 1

klar sind die Risiken gegeben. Wenn die Zinswende kommt, dann werden für viele die Finanzierungskonditionen schlechter. Wer dann nicht getilgt hat, wer zu einem hohen Anteil eine Immo finanziert hat, der kann mglw. den Kredit nach einer Anschlussfinanzierung nicht mehr bedienen, wenn nicht genügend finanzieller Spielraum vorhanden ist.

Das kann so kommen.

Antwort
von Privatier59,

Risiken gibt es für die Bauherren, die so unvernünftig sind, auch noch den letzten Cent sparen zu wollen und statt einer wirklich langfristigen Zinsbindung der Ersparnis willen kurze Laufzeiten bevorzugen. Das sind dann meist die Leute die finanziell ohnehin auf den Felgen fahren und die bei einer Verlängerung des Kredits zu dann deutlich höheren Zinssätzen die Belastung nicht mehr tragen können. Dann steht das Haus zum Verkauf oder, wenn es noch schlimmer kommt, zur Zwangsversteigerung. Passiert das vielen Hauseigentümern, dann rutschen die Preise marktweit und es lassen sich nicht einmal mehr die Einstiegskosten erzielen.

Kommentar von Stud22 ,

DH.

nachvollziehbar.

Antwort
von althaus,

Dann sch einst Du das Risiko einer Zinswende nicht zu kennen, wenn du das nicht siehst. Ich hoffe dass die Zinsen mal wieder auf 6% steigen. Wer dann sein Kredit verlängern muss wird sich wundern was plötzlich 3 oder 4% mehr an Zins bedeutet. So mancher der sich in der Niedrigzinsphase einfach so 150.000 p Oder 200.000 Euro an Darlehen aufgenommen hat wird die Zinslast nicht mehr zahlen können und muss dann verkaufen. Ich finde es gut. Vielleicht habe ich dann das Gluck günstig an eine Immobilie zu kommen.

Kommentar von Stud22 ,

nein, das Risiko kenne ich nicht. Bin noch jung und habe kein Geld. Ganz sicher nicht für grosse Ausgaben oder gar ein Haus. Daher wunderte mich der Artikel.

Aber die Erklärungen hier sind so einleuchtend, dass mir nun das Risiko klar ist.

Danke dafür - an alle.

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