Frage von flockati, 81

Risiken ausserbörslicher Handel - Bank kauft auch ausserbörslich - Zustimmung nötig!

Ist es mit Risiken verbinden, wenn man bei der Bank zustimmen soll, dass die Bank auch ausserbörslich Wertpapiere kauft? Eine Unterschrift von mir ist notwendig. Welche Risiken sind damit verbunden? Danke für Infos dazu!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, 80

Der außerbörsliche Handel findet über entsprechende Plattformen wie Tradegate oder L&S statt, die quasi wie eine Börse, jedoch außerhalb der etablierten Börsen, arbeiten. Hinter dem außerbörslichen Handel kann auch ein Emittentendirekthandel liegen. Üblicherweise veröffentlichen Broker, welche Papiere bzw. Klassen von Wertpapieren über welche Wege außerbörslich gehandelt werden.

Im außerbörslichen Handel sind die Gebühren deutlich niedriger, da die Börsenkosten wegfallen.

Während die meisten liquiden Werte im außerbörslichen Handel sich im Preis an den Heimatbörsen der Aktien/Anleihen/etc. orientieren und höchstens andere Spreads aufweisen, kann bei weniger liquiden Papieren der Preis auch deutlich abweichen, da hier Risikozuschläge/-abschläge eingerechnet werden. Das kann sich auch einfach in Spreads auswirken.

Man sollte daher im außerbörslichen Handel noch mehr auf das generelle Setzen von Limits achten.

Zum Thema der Limits: da der außerbörsliche Handel weniger liquide als der börsliche ist, können Stop-Loss-Limits schneller triggern, was unerwünscht ist.

Kommentar von katalog49 ,

können Stop-Loss-Limits schneller triggern

weil mir dieses Wort nicht einfiel, konnte ich leider nicht interpretieren :-)

Kommentar von gandalf94305 ,

Sogar der Duden kennt das ;-)

http://www.duden.de/suchen/dudenonline/triggern

Kommentar von katalog49 ,

Ich bin fest davon überzeugt, dass im Duden alle Worte stehen, die mir manchmal nicht einfallen. Alles andere würde mich durchaus nachdenklich machen. :-))

Antwort
von katalog49, 60

http://de.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Ferb%C3%B6rslicher_Handel

Vorteile:

  • Einsparen der Börsengebühren, die bei einem Handel über die Börse fällig würden
  • Individuelle Modifikation des gehandelten Produktes
  • Schnelligkeit durch den direkten Handel zwischen beiden Handelspartnern
  • Bid-ask spread bietet attraktive Margen für insb. Investmentbanken insb. bei komplexen Produkten
  • Hohe Flexibilität ermöglicht schnelle Produktinnovationen

Nachteile:

  • Geringere Kontrolle und Aufsicht
  • Eventuell fehlende Referenzmärkte
  • Nur teilweise Angabemöglichkeiten von Limit-Orders (nur relevant für Privatanleger)
  • Keine Einsichtmöglichkeiten in ein Orderbuch, daher existiert nur eine geringere Markttransparenz
  • Zum Teil geringere Liquidität als beim Börsenhandel
  • Es entsteht Kontrahentenrisiko, das aber durch Aufrechnungsvereinbarungen und Sicherheiten sowie durch das Clearing über zentrale Kontrahenten begrenzt werden kann (insb. bei OTC-Derivaten relevant).

Es trifft in Deinem Fall aber nicht alles zu.

Kommentar von gandalf94305 ,

Abschreiben konntest Du. Interpretieren nicht. :-(

Kommentar von katalog49 ,

Ich habe nicht abgeschrieben, ich habe kopiert .-)

Kommentar von Typderfinanzen ,

Das hat Guttenberg auch gesagt

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