Frage von Lisbetty, 2

Riestervertrag mit steigenden Zinsaufschlägen - bis zu welchem Alter macht das Sinn?

Bis zu welchem Alter ist es sinnvoll einen Riestervertrag mit steigenden Zinsaufschlägen zu wählen? Gibt es da eine allgemeine Richtlinie?

Antwort
von GeorgeAvard,

Das macht bis ca. Anfang 40 Sinn und ist für einen optimalen Sparplan auch anzuraten.

Antwort
von Niklaus,

Was meinst du mit Zinsaufschlägen. Meinst du die Dynamik der Beiträge ?

Woher weißt du überhaupt, ob die Riester-Rente für dich die optimale Altersvorsorge ist?

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten:„Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Es kann die Riester-Rente sein, es kann aber auch nicht sein, das diese Form die richtige Altersvorsorge für dich ist. Antwort gibt es nur mit einem objektiven Schichtenvergleich.

Hier ein Beispiel:

Mann, ledig, 34 Jahre alt, Versorgungslücke ab dem 67. Lebensjahr 540 € monatlich (=erforderliche Nettorente)

Um die Versorgungslücke von 540 €/Monat netto abzudecken, werden folgende Bruttorenten je Schicht benötigt:

  • Basisrente: 779 €
  • Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 1.050 €
  • Unterstützungskasse, Pensionszusage: 1.050 €
  • Riesterrente: 779 €
  • Private Leibrente: 568 €
  • Investmentfonds-Auszahlungsplan: 690 €

Der erforderliche Beitragsaufwand monatlich, um die Versorgungslücke abzudecken, beträgt:

  • Basisrente: 210 €
  • Direktversicherung, Pensionsfonds, Pensionskasse: 302 €
  • Unterstützungskasse, Pensionszusage: 302 €
  • Riesterrente: 210 € (damit wird aber nicht die komplette Versorgungslücke gedeckt)
  • Private Leibrente: 110 €
  • Investmentfonds-Auszahlungsplan: 116 €

Die Differenz zwischen Bruttorente und Nettorente sind Steuern und Beiträge für die Krankenversicherung. Ausgehend von den unterschiedlichen Bruttorenten, ist die Höhe des monatlichen Aufwands natürlich auch unterschiedlich. Bei der Ermittlung des Nettoaufwandes müssen nämlich noch die unterschiedlichen staatlichen Förderungen und die unterschiedlichen Renditen der Vorsorgeformen eingerechnet werden.

Kommentar von Zitterbacke ,

Entschuldigung @Niklaus bis wann denn nun ???? Ich denke immer noch Ältere sollten die Finger von lassen.Ist aber meine M. .

Kommentar von Niklaus ,

Die Frage stellt sich doch gar nicht. Jeder Riestersparer muss, um sein Förderbeiträge zu bekommen immer 4 % der Gesamtbeitrag vom letzten Jahresbrutto sparen. . Mehr ist meist sinnlos. die Grenze 2100 ist zu prüfen.

Kommentar von Zitterbacke ,

Ich bin 54 . Habe manchmal Brutto 3200 . Ja oder Nein?? 128 € eingezahlt !! ??????????

Kommentar von Niklaus ,

Die Regel ist folgende.

  • Der Gesamtbeitrag beträgt 4 % des Vorjahresbrutto Einkommens.
  • Wer diesen Gesamtbetrag aufwendet, erhält auch die maximale Förderung
  • Die Förderzulage sinkt anteilig mit der Höhe des Eigenbeitrages.
  • Gesamtbeitrag = Eigenbetrag + Grundzulage + Kinderzulage. Nur der tatsächliche Eigenbetrag ist zu zahlen
  • Die maximale Zulage für Alleinstehende beträgt 154 EUR; pro Jahr.
  • Die Kinderzulage beträgt, 185 EUR; pro Kind. Für ab 2008 geborene Kinder - jährlich bis zu 300 EUR
  • Ein besonderer Schmankerl kann der Sonderausgabenabzug nach § 10 a EStG sein. Hier kann ein Betrag von 2.100 EUR; in Abzug gebracht werden. Das Finanzamt führt eine Günstigerprüfung für den Steuerzahler durch. Geprüft wird, ob Zulagen oder Steuerabzug günstiger. Den Vorteil erhält der Steuerzahler.

D.h. du musst jedes Jahr prüfen, ob du die 4 % Gesamtbeitrag vom Vorjahresbruttoeinkommen zahlst. Wenn du mehr verdienst und den Beitrag nicht anpasst, erhältst du auch anteilig weniger Zulage. Im Gegenzug kannst du den Beitrag auch senken, wenn du weniger verdienst. Eine Dynamik würde hier den Beitrag erhöhen ohne die Zulage. Ob du steuerlich etwas zu erwarten hast, hängt von deinem zu versteuernden Einkommen ab.

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