Frage von Eres25, 33

Riesterverträge -Verwendungszweck

Hallo

Ich habe kürzlich mit einem Bekannten über Riesterverträge gesprochen. Er hat angegeben einen Vertrag bei der Schwäbisch Hall zu besitzen (Wohnrente oder wohnriester den genauen Namen weiß ich nicht mehr), dort bekommt er für seine Kinder die Zulagen jährl. und natürlich für sich selber.

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass man bei solchen Verträgen die angesparte Summe am Ende für Wohneigentum nutzen MUSS. Also Hauskauf usw. Macht für mich sinn weil es ja eine BAUsparkasse ist.

Nun meinte er, dass er nie vorhabe zu bauen oder zu kaufen. Das Geld sollte eben eine Altersvorsorge darstellen wie jeder andere Sparvertrag auch. Er mache das nur wegen der Zulagen.

Ist das dann nicht vertragswidrig? Bekommt er dann später gar nichts wenn es zur Auszahlung kommt? Oder entsprechend ärger wenn er nichts dergleichen nachweisen kann?

Oder gibt es auch Verträge wo man das Geld nicht für Hauskauf etc. verwenden kann?

Mfg Eres

Antwort
von Hanseat, 33

Grundsätzlich könnte man auch einen riestergeförderten Bausparvertrag einfach ansparen (dann gibt es dazu die Zulagen) und dann mit frühestens 62 Jahren das angesparte Guthaben zum Zwecke der Verrentung "auszahlen" lassen. Praktisch geht das aber nicht weil man ja bei Riester sich nicht einfach das Guthaben am ende in einer Summe auszahlen lassen kann sondern nur 30 % und der Rest muss lebenslang verrentet werden. Letzteres kann keine Bausparkasse leisten.

Wenn man einen riestergeförderten Vertrag als Ansparprodukt für die Altersvorsorge wünscht, dann ist ein Bausparvertrag auch aus einem anderen Grudn völliger Blödsinn. Es gibt nämlich kaum Zinsen (max. 1,0 % p.a.) auf das Guthaben.

Das scheint es größere Mißverständnisse bei Ihrem Bekannten zu geben, und Schwäbisch-Hall hat offensichtlich ziemlich viel Blödsinn erzählt.

Also, praktisch haben Sie Recht, das angesparte Guthaben muss beim Bausparvertrag für Wohneigentum genutzt werden. Es gibt zwar die Möglichkeit das angesparte Guthaben in einen anderen (Altersvorsorge)vertrag zu übertragen, aber das wäre nur eine Notlösung und, wie gesagt, der Abschluss eines riestergefördetren Bausparvertrages zum Zweck der Altersvorsorge ist unsinnig.

Antwort
von Kevin1905, 28

Ist das dann nicht vertragswidrig?

Nein.

Das lustige ist ja, dass im Grunde jede Form der Riester (Bausparvertrag, Rentenversicherung, Bank- oder Fondssparplan) die Möglichkeit einer wohnwirtschaftlichen Verwendung vorsehen muss.

Dein Bekannter hat sich nur von der Rendite her für eines der sinnfreisten Möglichkeiten entschieden. Wer riestert, sollte doch lieber zu Fonddsparplan oder Rentenversicherung optieren.

Ihm muss nur klar sein, dass er keine 100% Kapitalleistung bekommt, wenn er sie nicht wohnwirtschaftlich verwendet. In dem Fall müssen mind. 70% verrentet werden und das kann problematisch werden, da heute keiner die Bedingungen kennt, die dann gelten werden.

Auch muss man bei Riester immer das Thema der nachgelagerten Besteuerung im Kopf behalten. 100% des Geldes was aus dem Vertrag fließt wird der Einkommensteuer unterworfen.

Antwort
von Moneyboyy, 25

Ansparen kann helfen. Aber es ist deine entecheidung

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