Frage von Mihail121,

Reverse-Charge für Kleinunternehmer bei Leistungs-Exporten

Hallo liebe Community,

ich agiere momentan als Kleinunternehmer (Gewerbe angemeldet + Kleinunternehmerregelung) und arbeite für 2 französische Firmen. Ich programmiere Unterhaltungssoftware. Auf meinen Rechnungen schreibe ich den Nettobetrag, die Umsatzsteuernummer der Firma, sowie den Hinweis auf Reverse-Charge. Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, dass nun die Steuerschuld auf den Empfänger übergeht. Die Steuerschuld-Übergangstabelle der IHK bestätigt dies im Fall von Frankreich. Damit würde ich eine Registrierung in Frankreich vermeiden und als Kleinunternehmer in Deutschland muss ich auch keine Zusammenfassende Meldung einreichen

Die Tage habe ich jedoch durch Recherchieren mitbekommen, dass Kleinunternehmer am Reverse-Charge-Verfahren nicht teilnehmen können / dürfen, aber ich interepretiere das so, als würde es sich nur auf den Fall beziehen, in dem ich selber der Leistungsempfänger (in Deutschland) bin und zwar weil ich keine Umsatzsteuernummer habe, die ich dem Kunden geben kann. Wenn ich der Leistende bin, greift RC immer ein, unabhängig von meinem Kleinunternehmer-Status in Deutschland, denn aus der Sicht von Frankreich bin ich ein gewöhnliches Unternehmen ohne die in Deutschland geltenden steuerlichen Vorteile.

Ich habe jedoch Zweifel. Ich bin einer, der korrekt zu allen sein will. Ich würde sofort alles (nach-)zahlen, was ich muss, hätte ich nur eine bessere Übersicht. Kann mir jemand helfen durch eine einfache Erklärung oder Hinweise helfen? Ich habe ein echt unruhiges Gewissen.

Besten Dank, M.

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Antwort
von Meandor,

Deutsche Unternehmer erbringt an französischen Unternehmer eine sonstige Leistung. Ort der Leistung ist somit nach § 3a Abs. II UStG Frankreich. Die Leistung ist somit in Deutschland nicht steuerbar.

Das ist meines Erachtens kein Fall von Reverse Charge, sondern die Sache unterliegt einfach nicht der deutschen Umsatzsteuer.

Da Frankreich unter Garantie eine Vorschrift in Ihrem UStG hat die dem deutschen § 13b UStG entspricht, muss der franz. Unternehmer das versteuern.

So, das waren meine 10 Cent.

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