Frage von 100prozent, 37

Rentnerin - Steuererklärung - Zinsen angeben oder mit Kapitalertragssteuer bereits erledigt?

Hallo, meine Nachbarin ist Witwe geworden und ich helfe ihr nun bei der Steuererklärung - Muss man bei Rentnern, die erhaltenen Zinsen angeben? Die bank hat ja für den den Freibetrag übersteigenden Betrag bereits die 25% KEST einbehalten?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo 100prozent,

Schau mal bitte hier:
Steuererklärung Rentner

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von leuschner44577, 29

Das was die Bank einbehält ist die Abgeltungssteuer zzgl. Soli und ggf. KiSt. Sie heißt so, weil damit die Steuerschuld abgegolten ist. Deine Nachbarin muss also die Erträge nicht nochmal angeben.

Es kann jedoch aus zwei Gründen sinnvoll sein, diese anzugeben.

  1. Der Bank liegt kein Freistellungsauftrag vor. Dann führt die Bank die Steuer ab und man kann sie sich in der Steuererklärung wieder holen, wenn die Spararpauschbeträge noch nicht ausgeschöpft sind.

  2. Der tatsächliche Steuersatz deiner Nachbarin liegt unter dem Abgeltungssteuersatz. Dann kann sie sich die Differenz wieder holen.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das, was die Bank einbehält, ist die

...Kapitalertragsteuer und der Solidaritätszuschlag

Eine Abgeltungssteuer gibt es nicht.

Kommentar von LittleArrow ,

Der tatsächliche Steuersatz deiner Nachbarin liegt unter dem Abgeltungssteuersatz.

Wie ermittelst Du den tatsächlichen Steuersatz?

Antwort
von LittleArrow, 24

Es gibt mehrere Aspekte:

Zunächst die Kirchensteuer: Mit dem Einbehalt der ermäßigten Kapitalertragsteuer von 25 % (plus Soli) ist die KiSt nur dann erledigt, wenn die steuerpflichtige Dame (neben dem Freistellungsauftrag) einen Auftrag zum Einbehalt der KiSt erteilt hat. Wenn dies nicht der Fall ist, dann muss sie die Anlage KAP ausfüllen und in Zeile 6 eine Eins eintragen, um die KiSt-Schuld nachträglich zu ermitteln.

Beantragung der Günstigerprüfung: Mittels Günstigerprüfung (in Zeile 4 eine Eins eintragen) kann von amtswegen festgestellt werden, ob evtl. alle oder ein Teil der besteuerten Kapitaleinkünfte plus den übrigen steuerpflichtigen Einkünften zu einer niedrigeren Besteuerung führen als die getrennte Besteuerung. Die Günstigerprüfung lohnt sich, wenn der Grenzsteuersatz kleiner ist als 25 % (nicht der Durchschnittssteuersatz). Zu diesem Thema sei auf diesen Link verwiesen:

https://www.test.de/Frage-und-Antwort-Der-richtige-Steuersatz-fuer-Anleger-45398...

In dem Link wird auch das ungefähre relevante steuerpflichtige Einkommen für diese Grenzsteuerfrage angesprochen.

Freibetrag: Den gibt es leider seit dem Steuerjahr 2009 nicht mehr. Er wurde vom Sparerpauschbetrag abgelöst.

Witwe geworden: Nur aus Interesse: In welchem Jahr wurde sie Witwe und für welches Steuerjahr willst Du ihr helfen?

Antwort
von Kevin1905, 18

Wenn ihr Steuersatz unter 25% lohnt sich die Angabe, da die zu viel gezahlte Steuer zurückerstattet werden kann im Rahmen der Einkommensteuererklärung.

Ansonsten kann man sich die Abgabe i.d.R. schenken.

Antwort
von seniorin78, 16

sie muß nichts mehr angeben- aber evtl. wäre es von Vorteil wenn ihr Steuersatz unter 25 % liegt,erhält sie dann von der einbehaltenen Kapitalertragsteuer was zurück

Kommentar von LittleArrow ,

Steuersatz unter 25 % liegt

Hmm, wie ermittelst Du das?

Antwort
von holidaylover, 15
Kommentar von LittleArrow ,

Zumindest lesenwert, wenn man dort die hilfreichste Antwort am besten gar nicht beachtet!

Antwort
von Meandor, 15

Müssen nicht, aber da Rentner meist einen Steuersatz von unter 25% haben, würde man einen Teil der KapESt wieder zurückbekommen können.

Kommentar von LittleArrow ,

Rentner meist einen Steuersatz von unter 25% haben

Wie in vielen anderen Antworten wird leider auch hier von einem Steuersatz von unter 25 % gesprochen, ohne auf die entsprechenden Details wie Durchschnitts- oder Grenzsteuersatz einzugehen. Ich dachte, Du würdest diesen Unterschied kennen:-((

Kommentar von Meandor ,

Nö, ich kenn den Unterschied nicht, weil er für meine Arbeit nicht von belang ist.

Die Kapitalertragsteuer beträgt 25% der Kapitaleinkünfte. Wenn bei der Veranlagung ein Steuersatz unter 25% herauskommt, dann ist die Veranlagung günstiger, wenn nicht, dann die Abgeltungswirkung.

Dazu brauch ich weder einen Durchschnittssteuersatz noch einen Grenzsteuersatz zu kennen.

Antwort
von vulkanismus, 15

Ich empfehle Hilfe in Steuersachen zu unterlassen, da Sie offensichtlich nicht die elementarsten Grundkenntnisse haben. Natürlich müssen die Zinsen angegeben werden. Die KESt wird auf eine evtl. nachzuzahlende Steuer angerechnet. Fällt keine Steuer an, wird die KESt erstattet !!

Kommentar von EnnoBecker ,

da Sie offensichtlich nicht die elementarsten Grundkenntnisse haben. Natürlich müssen die Zinsen angegeben werden.

Die Empfehlung unterstütze ich, aber bei den "elementaren Grundkenntnissen" seid ihr gleichauf.

Ohne weitere Ausführungen stimmt das nämlich nicht. Gleichwohl ist das Ergebnis der Antwort richtig.

Kommentar von vulkanismus ,

Was ist mit "weiteren Ausführungen" gemeint, und was soll nicht stimmen ?!

Kommentar von EnnoBecker ,

Die Zinsen müssen nicht angegeben werden, es sei denn, es wurde keine KiSt einbehalten und der Steuerpflichtige ist KiSt-pflichtig.

Kommentar von vulkanismus ,

KiSt = Kirchensteuer - wohin verrennst Du Dich jetzt ? Solltest Du die KESt gemeint haben? Natürlich kann sie es unterlassen, die Zinsen samt KESt zu erklären. Dann kann es aber sein, dass sie Geld verschenkt. Und das willst Du ihr doch wohl nicht raten, oder ?

Kommentar von EnnoBecker ,

KiSt = Kirchensteuer - wohin verrennst Du Dich jetzt
?

In den § 51a 1 Absatz 2d Satz 3 EStG.

Kommentar von vulkanismus ,

Ist bekannt, aber was hat das mit der gestellten Frage zu tun ?

Kommentar von EnnoBecker ,

Fein, dass es dir nach sechs Stunden jetzt auch bekannt ist.

Ich denke, du verkohlst hier die Leute und feixt dir einen.

Kommentar von LittleArrow ,

Gleichwohl ist das Ergebnis der Antwort richtig.

Da muß ich allerdings wegen der Unvollständigkeit der Antwort widersprechen, denn auch wenn Einkommensteuer anfällt, kann es sein, dass aufgrund der Günstigerprüfung KESt erstattet wird.

Kommentar von EnnoBecker ,

Das schrieb er ja.

Kommentar von LittleArrow ,

Nein, er hatte nur den Fall, dass keine ESt zu zahlen ist. Er hatte nicht den Fall beschrieben, dass die Voraussetzungen für eine Erstattung mit Günstigerprüfung vorliegen. Aber es ist vielleicht doch für einige hier zu kompliziert, wann diese zu einer Steuererstattung führt, weil ihnen dazu der "Steuersatz von 25 %" reicht.

Kommentar von EnnoBecker ,

Du hast recht, das habe ich übersehen bzw. fehlinterpretiert.

Kommentar von LittleArrow ,

:-))

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