Frage von reiner1955, 355

Rentenversicherungsbeiträge bei Minijob trotz Meldung der Befreiung?

Ich habe einen Minijob ab 01.01.2015. Mein Arbeitgeber hat versehentlich im Februar bei der Minijob-Zentrale gemeldet, dass ich von der Rentenversicherungspflicht befreit werden möchte. Das ist aber nicht der Fall und ich habe das entsprechende Formular auch nicht unterschrieben. Kann mein Arbeitgeber die Meldung der Befreiung rückgängig machen und entstehen daraus Nachteile für ihn oder für mich?

Danke für die Hilfe!

Antwort
von billy, 323

Folgendes sagt die DRV dazu.

Wenn sich Minijobber von der Versicherungspflicht befreien lassen, ist das bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses bindend. 

Bevor Minijobber sich von der Zahlung des Eigenbeitrags befreien lassen, sollten sie sich informieren, welche Auswirkungen dies auf ihre soziale Absicherung hat. Der Verzicht auf die Versicherungspflicht bei Minijobs kann etwa dazu führen, dass eine bereits erworbene Absicherung im Invaliditätsfall wieder wegfällt oder Minijobber keine Förderung ihrer Riester-Rente mehr erhalten. Auskunft und Beratung zur NeuregelungInformationen über die Neuregelung zu den Minijobs gibt es auch am kostenlosen Servicetelefon unter 0800 1000 48022. 

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Nord/de/Inhalt/0\_Home/Inhaltsdokumente/Minijob.html 

Kommentar von reiner1955 ,

Das Problem ist hier, dass die Befreiung durch den Arbeitgeber gemeldet wurde, aber der Befreiungsantrag gar nicht durch den Arbeitnehmer unterschrieben wurde, es sich hier also um eine versehentlich falsch abgegebene Meldung handelt. Die Frage ist: kann nun die Beitragszahlung noch erfolgen?

Kommentar von billy ,

Ich meine der Befreiungsantrag ist zurück zu nehmen, ohne Unterschrift kein Vertrag. Besprechen Sie das noch mal ganz sachlich mit Ihrem Arbeitgeber. Arbeits- und Sozialrechtliche Beratung könnten Sie sich zuvor noch in einer Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale oder einem Anwalt holen.

Antwort
von Primus, 282

Ist ein Minijobber von der Versicherungspflicht befreit,  ist das bis zum Ende des Beschäftigungsverhältnisses bindend.

Kommentar von reiner1955 ,

Das Problem ist hier, dass die Befreiung durch den Arbeitgeber gemeldet wurde, aber der Befreiungsantrag gar nicht durch den Arbeitnehmer unterschrieben wurde, es sich hier also um eine versehentlich falsch abgegebene Meldung handelt. Die Frage ist: kann nun die Beitragszahlung noch erfolgen?

Kommentar von Primus ,

Eine versehentliche falsche Meldung hast nicht Du, sondern der Arbeitgeber zu vertreten. Also soll er sich darum kümmern, wie er da wieder rauskommt und nicht Du.

Er muss zu seinem Fehler stehen und alle Hebel in Bewegung setzen, um die Sache wieder hinzukriegen. Funktioniert das nicht, bleibt immer noch eine Auflösung des Vertrages mit gleichzeitiger Wiederneueinstellung. Somit wird der alte Vertrag hinfällig und der neue wird Deinen Wünschen angepasst.

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