Frage von Rentenablehnung, 768

Rentenversicherung lehnt Rentenklage ab, Arzt schreibt weiter krank, Jobcenter drängt, was tu ich?

Die Rentenversicherung lehnte meinen Rentenantrag, den Rentenwiderspruch und die Rentenklage ab. Mein Arzt weiß wie schlecht es mir geht und schreibt mich weiter krank. Ich beziehe die ganz Zeit Hartz IV und das Jobcenter macht immer mehr Druck, sie zweifeln meine Arbeitsunfähigkeit an, doch mein Arzt weiß wie schlecht es mir geht. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, ich sitze irgendwie zwischen den Stühlen, bin für guten Rat sehr dankbar.

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von Primus, 757

Da auch die Klage von dem Sozialgericht abgelehnt wurde, wird es nun schwer für Dich.

Der Arzt kann Dich auch nur so lange krankschreiben, bis der Amtsarzt die Entscheidung trifft, dass Du wieder arbeitsfähig bist.

Es wäre auch wichtig, dass Du den VdK, oder den Sozialverband einschaltest.

Ich kenne Dein Alter nicht, aber wenn Du Deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, hast Du eventuell die Möglichkeit zur Umschulung, damit Du bald wieder aus Hartz IV heraus kommst und selbst für Deinen Unterhalt sorgen kannst.

Antwort
von Juergen010, 614

Ich nehme mal an, dass Du grundsätzlich eher daran interessiert bist, gesund zu werden als zukünftig Rentenbezieher zu sein.

Das vorweg geschickt, würde ich in deiner jetztigen Situation mal das Gespräch mit deinem Arzt suchen. Der soll Dich - auch um seinen eigenen Befund zu stützen - an einen ausgewiesen Facharzt für deine Erkrankung überweisen und zumindest begutachten lassen.

Eine zweite, im Wesentlichen gleichlautende Meinung eines Fachmediziners, macht auch bei der Rentenversicherung und beim Jobcenter einen guten Eindruck und erschwert denen die Gegenargumentation gewaltig. Zudem dokumentiert es deinen Willen gesund zu werden. Ggf. eröffnet dir der Fachmediziner aber auch einen ganz anderen therapeutischen Ansatz, den dein bisheriger Arzt nicht auf dem Sender hatte.

Bleiben die Diagnosen gleich und ergeben sich keine nennenswerten Verbesserungen, bleibt Dir nichts anderes übrig als gegen den Ablehnungsbescheid der Rentenversicherung Rechtsmittel vor einem Sozialgericht einzulegen, bzw. erneut einen Rentenantrag zu stellen.

Im Übrigen sei klargestellt: Die Meinung eines Sachbearbeiters im Jobcenter - ob du arbeitsfähig bist oder nicht - ist defakto nicht relevant. Auch der muss sich an die attestierte Krankschreibung deines Arztes halten. Hat er Zweifel kann er dich lediglich zum medizinischen Dienst vorladen und deine Arbeitsfähigkeit überprüfen lassen.

Selbst wenn der medizinische Dienst des Jobcenters zu einem anderen Ergebnis kommt als dein Arzt, ändert das zunächst mal nichts an deiner Krankschreibung. Selbstverständlich könntest Du auch den Arzt wechseln und so eine neuerliche Krankschreibung erhalten.

Kommt aber auch der medizinische Dienst zu dem Ergebnis, das Du defakto zwar krank aber durchaus für ein paar Stunden am Tag (ggf. mit Einschränkungen) arbeiten könntest - stützt deren Einschätzung auch deinen Rentenantrag wegen dann teilweiser Erwerbsunfähigkeit.

Für den Sachbearbeiter im Jobcenter bedeutet das, dass er dich von der Liste der "Vollvermittelbaren" auf die Liste der "Teilvermittelbaren mit Einschränkung" setzen kann.

Antwort
von Privatier59, 565

Die Rentenversicherung lehnte meinen Rentenantrag, den Rentenwiderspruch und die Rentenklage ab.

Das läßt mich rätseln: Für die Klage ist nicht die Rentenversicherung zuständig, sondern das Sozialgericht. In der Sozialgerichtsbarkeit gibt es einen Instanzenzug. Ist der nun ausgeschöpft oder nicht? Wenn ja, mit welcher Begründung wurde die Klage abgwiesen. Auch das wissen wir nicht. Wenn in der Sache entschieden wurde, dann wird wohl auch gutachterlich der Gesundheitszustand erfasst und bewertet worden sein. Wenn rechtskräftig entschieden wurde, dass Du nicht erwerbsunfähig bist (darum geht es ja wohl), dann hast Du in der Tat schlechte Karten. Dann ist das nämlich rechtskräftig.

Antwort
von Rentenfrau, 511

Hallo Rentenablehnung, das Jobcenter übernimmt die Auffassung der Rentenversicherung und ist daher der Auffassung, daß Du erwerbsfähig bist, auch wenn Dein Arzt Dich krankschreibt. Arbeitslosengeld II ist grundsätzlich für erwerbsfähige Personen, daher ist es verständlich, daß das Jobcenter auf Klärung drängt. Das Jobcenter kann den med. Dienst der Krankenkassen einschalten, um die Krankschreibung zu überprüfen, falls der MDK der Meinung ist, die Krankschreibung ist nicht gerechtfertigt, dann dürfte Dich Dein Arzt nicht weiter krankschreiben.

Antwort
von cyracus, 440

Hole Dir unbedingt auch Rat bei einer guten behördenunabhängigen (!!!) Beratungsstelle wie dieser Hamburger

Arbeitslosen Telefonhilfe

0800 111 0 444 - wenn Du in Hamburg / Umgebung wohnst oder

040 22 75 74 73 - wenn Du in einem anderen Bundesland wohnst.

Dort ist man zum Thema Arbeitslosigkeit (ALG I + ALG II / Hartz IV) sehr erfahren.

Antwort
von VirtualSelf, 445

Wenn das Jobcenter deine volle Erwerbsminderung anzweifelt, dann MUSS (!!!!!) man dich zum Amtarzt schicken; andernfalls kann dein Vermittler so viel zweifeln, wie er will, ein ärztliches Attest darf nicht ignorieren; insofern brauchen dich seine Zweifel nicht interessieren.

Wenn der Amtarzt anders als der RV-Träger ebenfalls zum Schluss kommt, dass du dauerhaft voll erwerbsgemindert bist, dann ist das ebenfalls nicht dein Problem.
Das fechten RV-Träger und Jobcenter vor einer INTERNEN Schlichtungsstelle aus; bis das geschehen ist, bekommst du weiterhin Alg2 und dein Jobcenter meldet ggf. Erstattungsanspruch beim RV-Träger an, falls die Schlichtung ergibt, dass du nicht mehr arbeiten kannst.

Kommt der Amtsarzt zum Ergebnis, dass du nicht voll erwerbsgemindert bist, ist die AU deines Arztes hinfällig. Danngeht es nur noch mit Gegengutachten und Klage.

Antwort
von Kevin1905, 401

Die DRV kann keine Klage ablehnen. Das kann nur ein Sozialgericht.

Wirst du nicht anwaltlich vertreten?

Kommentar von Rentenablehnung ,

sorry, verschrieben, ja das Sozialgericht lehnte meine Rentenklage ab, ich wurde vom VDK vertreten.

Antwort
von Lissa, 408

Aus welchem Grund wurde deine Rente abgelehnt?

Falls die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt waren, hat die Ablehnung nichts damit zu tun, ob du erwerbsgemindert bist oder nicht.

Kommentar von Rentenablehnung ,

Ablehnung war aus gesundheitlichen Gründen, sie schreiben ich könne 6 und mehr Stunden arbeiten, was ich aber nicht kann.

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