Frage von prinzibal1 01.01.2011

Rente/Grundsicherung

  • Hilfreichste Antwort von billy 01.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ist die Rente also niedrig, erhält man auf Antrag eine soziale Leistung, mit der sie aufgestockt wird, so dass man genug Geld für den Lebensunterhalt hat. Wer unter 734 Euro Rente bezieht (neue Bundesländer unter 652 Euro), bekommt mit seinem Rentenbescheid einen Grundsicherungsantrag zugeschickt. So weist die Rentenversicherung auf die Möglichkeit hin, einen möglichen Anspruch prüfen zu lassen (SGB XII, 4. Kapitel „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung)

    Der Grundsicherungsbedarf muss also individuell ermittelt werden. Wie er errechnet wird, macht ein vereinfachtes Beispiel des Sozialverbands Deutschland (SoVD) deutlich: Eine Rentnerin erhält eine monatliche Bruttorente von 500 Euro, zahlt davon 39,50 Euro Krankenversicherungsbeitrag und 9,75 Euro Pflegeversicherungsbeitrag, die Miete beträgt 250 Euro, der monatliche Abschlag für Heizkosten 50 Euro. Ihr Grundsicherungsbedarf setzt sich also so zusammen: Regelsatz: 359 Euro + Miete: 250 Euro + Heizkosten: 50 Euro = 659 Euro. Das ist die Summe, die die Rentnerin eigentlich für ihren Lebensunterhalt braucht.

    Um die Höhe der Grundsicherung zu ermitteln, wird das Einkommen errechnet, das tatsächlich zur Verfügung steht, wenn folgende Beträge abgezogen werden: Kranken- und Pflegeversicherung, mögliche Steuern, Beiträge zu Haftpflicht und Sterbegeldversicherung, ein pauschaler Betrag von 30 Prozent bei Einkommen aus selbstständiger oder unselbständiger Arbeit (z.B. 400 Euro-Job).

    Zum Einkommen zählen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung, Betriebsrenten und Renten aus der Privatvorsorge, Einkommen aus einer Beschäftigung, aus Vermietung und Verpachtung, Kapitaleinkünfte. In unserem Beispiel werden der Rentnerin von ihren Einkünften (500 Euro) insgesamt 49,25 Euro für Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen, es bleiben demnach 450,75 Euro Nettoeinkommen.

    Im dritten Schritt wird vom Grundsicherungsbedarf das Nettoeinkommen abgezogen, damit man den Betrag der Grundsicherung erhält. Der wird für unsere Beispiel-Rentnerin so errechnet: Grundsicherungsbedarf: 659 Euro – Nettoeinkommen: 450,75 Euro = 208,25 Euro Grundsicherung. Diesen Betrag erhält sie nun zusätzlich jeden Monat, statt bislang 500 Euro also künftig 708,25 Euro. http://generation-50-plus.suite101.de/article.cfm/alles_ueber_grundsicherung_im_...

  • Antwort von Rentenfrau 04.01.2011
    6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Tja, die Renten sind eben so wie man einzahlt, da hast Du vielleicht nur wenige Jahre eingezahlt, oder schlecht verdient, schade. Wenn Du nun nur eine kleine Rente bekommst und schon Rentner bist, keine anderen großen Einnahmen und keinen Neben/Job ausübst, dann kannst Du beim Sozialamt Grundsicherung bzw. Sozialhilfe ergänzend beantragen. Grundsicherung im Alter ist es, wenn Du bereits 65 Jahre alt bist, ansonsten gibts bis 65 J. die Sozialhilfe, die stocken dann Deine Rente auf. Antrag solltest Du beim Sozialamt stellen, es wird erst ab Antragstellung gezahlt.

  • Antwort von Lissa 01.01.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Die Deutsche Rentenversicherung informiert höchstens darüber, dass ein Anspruch auf Grundsicherung bestehen könnte.

    Sie weiß nämlich weder, ob du verheiratet bist und dein Ehegatte ein gutes Einkommen hat oder ob du neben der Rente noch andere Einkünfte hast.

    Wenn du Anspruch auf Grundsicherung hast, musst du diese beim zuständigen Grundsicherungsamt beantragen.

    Grundsicherung wird nur auf Antrag und frühestens ab dem Zeitpunkt der Antragstellung gezahlt.

    http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/SharedDocs/de/Inhalt/Serviceberei...

  • Antwort von qtbasket 01.01.2011
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Du kannst (früher Sozialhilfe) vermutlich Grundsicherung beantragen - dadurch wird deine geringe Rente etwas aufgestockt. Im Prinzip möchte der Staat dadurch etwas die sog. Altersarmut einschränken.

    Das hat nichts mit Alomosen zu tun, sondern das steht dir per Gesetz zu, und deshalb solltest bzw. musst du Grundsicherung beantragen.

    Deshalb hoffe ich mit dir, dass dieser Tipp dir viel Glück im neuen Jahr bringt, und guck mal hier:

    www.tacheles-sozialhilfe.de/info/grundsicherung.html

  • Antwort von DieterElsner 05.05.2012

    Wie sieht es mit den Strom und Wasserkosten aus. Gibt es da auch Zuschüsse?

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