Frage von Vorsorgenot, 10

Rente 63 ohne Abzug, höhere Mütterrente, bessere Erwerbsminderungsrente, wir zahlens und Vorsorge?

Die Rente 63 ohne Abzug, die höhere Mütterrente, bessere Erwerbsminderungsrente, wir werden das alles bezahlen müssen, sogar die Rentner - so las ich - werden das später mit niedrigeren Rentenerhöhungen büßen müssen. Doch wenn die Beitragszahler das alles zahlen müssen, wie kann man dann noch privat vorsorgen? Da bleibt doch kaum Geld? Und wenn wenig bleibt, helfen zum Beispiel 50 Euro im Monat um für die Rente später vorzusorgen? Ich bin 20 Jahre, bin grade mit der Ausbildung fertig. Freue mich auf Rat von Euch.

Antwort
von Rentenfrau, 7

Hallo Vorsorgenot, ja Du hast schon recht, die neuen Rentengesetze werden vor allem die jüngere Generation, die Beitragszahler belasten, die von den "Wohltaten" kaum etwas haben wird. Wie Du richtig sagst, wird es sogar zu einer späteren weiteren Absenkung der Rente führen, und grade drum, wird es immer noch wichtiger privat vorzusorgen. Da Du noch sehr jung bist, wäre der Einsatz von 50 Euro mtl. schon mal lohnend, vielleicht mit der Prämisse, daß Du später mehr Geld einsetzt. Da Du viele Jahre mit Sparen vor Dir hast (47 Jahre mußt Du noch arbeiten, bis die Rente 67 greift, wenn es dabei bleibt), in dieser langen Zeit, kommt der Zinses-Zins-Effekt zum Tragen. Versuche auch über den Arbeitgeber vorzusorgen, betriebliche Altersvorsorge ist sehr günstig, von den Kosten her.

Antwort
von hubkon, 10

Hallo Vorsorgenot,

Sie schreiben:

Die Rente 63 ohne Abzug, die höhere Mütterrente, bessere Erwerbsminderungsrente, wir werden das alles bezahlen müssen, sogar die Rentner - so las ich - werden das später mit niedrigeren Rentenerhöhungen büßen müssen<

Antwort:

Ihre Sorgen sind nicht unberechtigt und Sie sollten sich gründlich und unabhängig, Ihren finanziellen Möglichkeiten angemessen, beraten lassen!

Denn:

Sie sind nach dem 1.1.1961 geboren und haben somit in der gesetzlichen Rentenversicherung keinen Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit!

Das heißt im Klartext:

Sie können bei gesundheitlichen Problemen jederzeit auf leichte Tätigkeiten am allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen werden, auch wenn dort keine derartigen Tätigkeiten verfügbar sind!

Das bedeutet ganz klar "Existenz-Risiko!"

google>>

wikipedia.org/wiki/Versicherungsmakler_%28Deutschland%29

An erster Stelle steht grundsätzlich immer die Absicherung des Risikos "Private Hauftpflichtversicherung!"

An zweiter Stelle steht grundsätzlich immer die Absicherung des Risikos "Berufsunfähigkeit!"

Denn was nützen all die schön beworbenen Versicherungsprodukte, wenn aus gesundheitlichen Gründen kein Einkommen mehr generiert werden kann!

Wer nicht mehr gesund ist, der hat da schon ein Problem!

Aus diesem Grund sollte das Risiko Berufsunfähigkeit möglichst frühzeitig abgesichert werden, dadurch profitieren Betroffene von sehr günstigen Beiträgen auf Grund des Eintrittsalters!

In diesem gesamten Zusammenhang sollte die Vertragsgestaltung außerdem so gewählt werden, daß auch eine bereits in den Schubladen wartende Renteneintrittsalter-Anhebung in Richtung 70 Jahre problemlos geschultert werden kann!

Erst wenn diese Absicherung auf einer festen Basis steht macht es Sinn, weitere Ergänzungen in Angriff zu nehmen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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