Frage von sonouna,

Rente / Nebenverdienst

Hallo Liebes Forum,

ich 63 seit 1.8.2012 in Rente mit schwerbehindertenausweis 50% möchte gern einen 400€ Job annehmen. Ich stoße immer wieder auf folgende bemerkung?

Stimmt das? Trifft das auch bei behinderung zu?

"Nachteile für Rentner unter 65 Jahren"

Und zwar bezieht sich dieses “Ja” auf diejenigen Senioren, die eine vorzeitige Altersrente beziehen, die also die gesetzliche Altersgrenze von derzeit 65 Jahren noch nicht erreicht haben. Für sie ist seit 1999 der zulässige monatliche Hinzuverdienst begrenzt, seit April 2008 auf 355 Euro brutto im Monat. Dieser erlaubte Betrag kann zweimal im Jahr verdoppelt werden – aber nur, wenn es sich um die Zahlung von Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld handelt.

Geht der monatliche Nebenverdienst über die genannten 355 Euro brutto im Monat hinaus, muss der Frührentner eine Mitteilung an den Rentenversicherungsträger senden. Und nun kommt der “Knackpunkt”. In diesem Fall wird automatisch die Vollrente in eine Teilrente umgewandelt, die ein Drittel, die Hälfte oder nur noch zwei Drittel der ursprünglichen Vollrente betragen kann. In der Endabrechnung hat der Rentner dann durch seinen Nebenverdienst eher Geld verschenkt als gewonnen.

Außerdem muss der arbeitende Frührentner noch Beiträge zur Arbeitslosen- und Rentenversicherung bezahlen, zusätzlich zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Antwort von Rentenfrau,
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Da hast Du (wohl) eine falsche Bemerkung gelesen. Denn schon seit einigen Jahren liegt der Hinzuverdienst bei den vorgezogenen Altersrenten bei 400 Euro im Monat. Dieser Betrag kann auch versicherungsfrei hinzuverdient werden, das heißt, der Rentner muß daraus KEINE Sozialversicherungsbeiträge zahlen, höchstens Lohnsteuer, falls der Arbeitgeber die pauschalen Steuern nicht übernehmen möchte (was er auch nicht muß). Schau doch in Deinen Bewilligungsbescheid der Rente, da ist sicher auch ein Absatz zum HInzuverdienst drin. Die 355 Euro, die Du ansprichst klingen für mich mehr nach dem Hinzuverdienst denn z. B. eine Ehefrau haben darf (aus eigenen Einnahmen wie Zinsen, Miete) ohne daß die kostenlose Familienmitversicherung gefährdet wäre.

Antwort von heinerbumm,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Hinzuverdienstgrenzen stehen im Rentenbescheid. Diese sind u. a. abhängig von den erzielten Entgeltpunkten in den 3 Jahren vor Rentenberginn. Um eine volle Rente zu erhalten, sind aber bis 400,- Euro Monatsverdienst unschädlich. Auch ein zweimaliges monatliches Überschreiten im Kalenderjahr um das doppelte (also bis auf 800,- monatlich) ist für die Rente unschädlich, allerdings fallen dann Sozialabgaben an, da man sich dann in der sog. Gleitzone befindet. Sozialabgaben sind bei einem 400,- Euro-Job vom Arbeitnehmer nicht zu tragen, es sei denn er verzichtet auf die Sozialabgabenfreiheit. Nach erreichen der Regelaltersgrenze darf man unbegrenzt hinzuverdienen. Rechtsgrundlage ist § 34 Abs. 3 SGB VI bzw. Abs. 2 hinsichtlich des zweimaligen Überschreitens bis zum doppelten.

Antwort von Lissa,

Seit einigen Jahren liegt die Hinzuverdienstgrenze bei 400 Euro monatlich.

Du hast einen alten Text aus der Zeit, als die Hinzuverdienstgrenze noch niedriger war, gefunden.

Hier und im Rentenbescheid findest du die aktuellen Bestimmungen: http://www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232606/publica...

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