Frage von Feesieben, 33

Renovierung

Hallo zusammen! Folgender Sachverhalt: Meine Tochter hat im letzten Jahr von der Gebag eine unrenovierte Wohnung angemietet und bekam für die Renovierung von der Wohnungsbaugesellschaft Euro 350,- ; so wie andere für die Dauer der Renovierung mietfrei wohnen können. Im Übergabeprotokoll wurden alle Schäden festgehalten und die Wohnung wurde wegen dem Renovierungsgeld als renoviert ausgewiesen!

Im Mietvertrag stand nichts von einer Renovierung bei Auszug!

Nun ist sie ausgezogen und die Gebag hat ihr gesagt, das wenn der neue Mieter die Wohnung so übernimmt, sie weder Tapeten abreißen noch streichen muß! Im Gegenteil! Gesonderte Wünsche des Nachmieters wurden von ihr noch berücksichtigt. Die Mustertapete sollte abgerissen werden u.s.w.,! Bei der gestrigen Übergabe wurde dann alles seitens der Gebag verworfen. Hier wurden ihr nicht sogar alle bereits ermittelten Schäden bei Einzug in Rechnung gestellt, sondern man teilte ihr mit, das der Nachmieter zwar die Wohnung so übernimmt, sie jedoch die Neurenovierung des Nachmieters von ihrer Kaution bezahlen muß. Obwohl sie bei Einzug im letzten Jahr die Wohnung genauso übernommen hat, wurden ihr jetzt sogar Euro 570,- abgezogen! Also noch Euro 220,- mehr, als sie selbst für den gleichen Zustand der Wohnung bei Anmietung von der Gebag bekommen hat. Ich habe dann im Auftrag UNTER VORBEHALT das Übergabeprotokoll unterschrieben, da die Gebag nicht nur Druck ausgeübt hat, sondern noch frech geworden ist. Der Nachmieter bekommt also jetzt für die Renovierung, obwohl er sich einverstanden erklärt hat, diese so zu übernehmen Euro 570,- von der Gebag, bzw., von der Kaution meiner Tochter! Das kann doch nicht rechtens sein oder irre ich mich jetzt? Hätte man meiner Tochter gesagt, das sie die Tapeten abreißen muß, bzw., streichen muß, hätte sie es getan! Und auch auf das Renovierungsgeld im letzten Jahr von der ARGE hat sie verzichtet, da die Gebag ihr das mit der Begründung nahegelegt hat, das sie etwas mehr bezahlen. Auch hier hieß es bei der gestrigen Übergabe seitens der Gebag. "Nun ja, hätten sie das Geld seinerzeit von der ARGE genommen, hätte die Wohnung als unrenoviert gegolten und dann wäre Ihnen auch nichts von der Kaution abgezogen worden!" Mal abgesehen davon, das meine Tochter einen RA zu Rate zieht, wüßte ich vorab ganz gerne mal, wie denn die Rechtslage ist.

Antwort
von billy, 24

Wenn man Geld für eine Renovierung bekommt, sollte man sie auch tatsächlich durchführen oder von vornherein darauf verzichten. Ansonsten gilt natürlich immer die Regel , ein Vertrag wird geschlossen damit sich beide Seiten daran halten.

Antwort
von Privatier59, 25
Mal abgesehen davon, das meine Tochter einen RA zu Rate zieht, wüßte ich vorab ganz gerne mal, wie denn die Rechtslage ist.

Das vermag ich nun nicht zu verstehen: Soll der Anwalt schon mal kontroliert werden bevor er überhaupt beauftragt wurde?

Und zur Sache selber: Wir wissen nicht, was im Mietvertrag zur Renovierung steht, nur, dass keine Renovierung beim Auszug vereinbart ist. Da fehlt schon einmal ein großes Stück Sachverhalt.

Sodann:Sind denn überhaupt Renovierungsarbeiten ausgeführt worden. Es macht den Eindruck, dass das nicht der Fall ist und schon hat die Tochter ein Problem: Sie hat Geld für eine Renovierung erhalten, aber tatsächlich keine ausgeführt. Einziger Hoffnungsschimmer in derart düsterer Lage ist das Hin und Her anläßlich der Übergabe. Da hoffe ich doch, dass die Tochter vorab zugegeben hat, dass sie keinerlei Renovierungsarbeiten bei Beginn des Mietverhältnisses ausgeführt hat und, dass Zeugen für den Inhalt der Gespräche vorhanden waren.

Kommentar von LittleArrow ,

Ich stimme Deinen Ausführungen vollkommen zu. DH!

Die Gebag scheint ein Geschäftsmodell entwickelt zu haben, bei dem die Mieter regelmäßig zulasten ihres Vormieters renovieren müssen. Der Mietinteressent für die Wohnung ist mit der Einschätzung der Angemessenheit des angebotenen Renovierungsgelds vermutlich völlig überfordert. Zudem liegt die Renovierungspflicht, abgesehen von vertraglich korrekt abgewälzten Schönheitsreparaturen, beim Vermieter. Die Tochter sollte vielleicht mit ihrem Vormieter bzw. anderen Ex-Mietern Kontakt aufnehmen, um dieses Geschäftsmodell gerichtlich überprüfen zu lassen.

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