Frage von GlennQuagmire, 186

Rechnungen gestellt, aber kein Gewerbe angemeldet

Hallo, ich bin selbständig und habe nebenher "überlegt", ob ich mit Fotografie ein Zweitgewerbe betreiben soll. Hatte zwei gewerbliche Aufträge, denen ich eine Rechnung in meinem Namen mit dem Zusatz Fotografie gestellt habe. Habe danach aber gemerkt, dass das nichts ist als Gewerbe und es sein lassen. Sprich, ich habe gar kein Fotografiegewerbe angemeldet. Das ganze geschah in 2013. Jetzt mache ich grade noch den Abschluss für 2013 und mir fiel die Sache wieder ein. Wie ist das in so einem Fall, wenn man Rechnungen gestellt hat, aber das zugehörige Gewerbe nie angemeldet wurde? In meinem Fall vielleicht etwas "glücklicher", weil ich ja eh Gewerbetreibender bin. Sprich, ist es ok, wenn ich die Einnahmen versteuere unter meinem Hauptgewerbe und fertig? Oder kann das Probleme bringen? Bzw. was kann auf einen zukommen?

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 186

Wenn Du die Eingenommenen Beträge innerhalb Deines Betriebs versteuerst, hast Du zumindest nichts verkehrt gemacht.

Ausserdem hast Du nicht geschrieben, welche Art Fotografien Du gemacht hast.

Fotografie kann als Beruf auch Kunst sein, sprich der Fotograf kann steuerlich auch als Freiberufler und nicht als Gewerbetreibender behandelt werden.

Es kommt so auf Dich nichts zu. Alles OK

Kommentar von GlennQuagmire ,

Wenn ich die reine Einnahme innerhalb meines Gewerbes versteuere, mache ich aber ein schlechtes Geschäft. Würde schon gern die enormen Ausgaben für die Ausrüstung als Ausgabe dagegenstellen. Dabei würde dann im Prinzip minus rauskommen. Allerdings frage ich mich halt, ob das geht, wenn ich gar kein Fotografiegewerbe angemeldet habe. Es handelte sich bei den Rechnungen um solche für gewerbliche Fotos und Videos. 

Antwort
von blackleather, 172

Als erstes halte die Einnahmen aus diesen beiden Rechnungen mal getrennt von allem anderen. Als zweites schreib die enormen Ausgaben auf, die du für die Fotografie hattest: Die anteilige Abschreibung von Kamera und Objektiven; das Stativ, das du sicher extra anschaffen musstest; die Foto-Fachzeitschriften; die Fahrtkosten zu Besprechungen mit den Auftraggebern; den Verpflegungsmehraufwand für das Shooting; den PC für die Nachbearbeitung der Bilder...

Als drittes ziehst du die Ausgaben von den Einnahmen ab und wirst feststellen, dass da ein Verlust bei rauskommt. Somit kannst du dir viertens sicher sein, dass das Ganze Liebhaberei ist und für das Finanzamt irrelevant.


Ich kann mir doch hoffentlich sicher sein, dass du in deinen Rechnungen keine MWSt. ausgewiesen hast??? Falls doch, vergiss nicht, sie anzumelden und abzuführen.

Kommentar von GlennQuagmire ,

Hi, ein bisschen spät, aber das Thema kommt grade wieder auf. Also natürlich sind die Ausgaben im Vergleich zu den Einnahmen höher (über den Daumen gepeilt, muss noch nachrechnen). Was meinst du dann damit - gar nicht erst angeben, weil es als Liebhaberei gerechtfertigt werden kann? Oder Einnahmen UND Ausgaben bei der Erklärung angeben? Das wäre halt mein Bedenken, ob ich das ohne Gewerbe für den Bereich Fotografie machen kann. Rechnungen habe ich ausgestellt an Gewerbetreibende, die das als Ausgabe absetzen. Da muss man ja mit einer Querprüfung irgendwann einmal rechnen. Es handelte sich laut Rechnung um gewerbliche Fotos und Videos.

Antwort
von EnnoBecker, 136
Rechnungen gestellt, aber kein Gewerbe angemeldet

So treibe ich das schon seit vielen Jahren. So what?

Ein Gewerbe anmelden muss doch nur jemand, der eines ausüben will. Willst du denn eines ausüben?

Dazu müsste eine Fotografie in den Bereich Selfie oder Produktfotografie fallen, also irgendwas, was gewerblich ist.

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