Frage von mellmoll, 72

Muss eine Rechnung wegen Privatentnahme mit MwSt geschrieben werden?

Hallo liebe Gemeinde, eine Bekannte von mir möchte ihr Büro an ihren Lebenspartner verkaufen. Nun ist noch nicht alles abgeschrieben, so dass sie eine Rechnung über die "Privatentnahme" schreiben möchte. Jetzt rätseln wir, ob diese Rechnung mit MwSt geschrieben werden muss...oder nicht. Sie hat ja die USt beim Kauf des PC`s geltend gemacht. Freue mich auf Antworten von Euch und sag schon mal lieb Danke!

Antwort
von Mikkey, 51

Wenn sie die Sachen verkauft, stellt sie selbstverständlich eine Rechnung mit Umsatzsteuer. Bei Privatentnahmen wird ebenfalls die Umsatzsteuer auf den Wert abgeführt.

Kommentar von wurzlsepp6682 ,

falsch, siehe Antwort von Ennowarmal

Antwort
von EnnoWarMal, 53

Was will sie verkaufen? Vielleicht sollte sie sich zunächst darüber klar werden, was verkauft werden soll. Wenn die Zielstruktur klar ist, sollte das nicht ohne Berater vorgenommen werden, denn die Lösung über Privatentnahme ist falsch und die Umsatzsteuer ist hier nicht das einzige Problem, wenn was falsch angefasst wird.

Hier ist eindeutig keine Beratung teurer als der Steuerberater.

Ich konstruiere mal:

Die A betreibt einen....hm... ach ist ja wurscht, also einen Betrieb halt. Ein Schreibüro. Die Betriebsausstattung besteht aus einem Schreitisch und einem Computer. Außerdem hat sie 100 Kunden.

Jetzt hat sie keine Lust mehr und will aufhören (wahrscheinlich ist sie heiser geworden). Da kommt der B und sagt "Du, A, ich mach da jetzt weiter."

Ist das so ungefähr das, worum es geht?

Dann lautet der Fahrplan "Betriebsveräußerung im Ganzen" bei der Einkommen- und Gewerbesteuer und bei der Umsatzsteuer sind wir in einer GiG, die nicht steuerbar ist.

Der ganze Kram mit Privatentnahme und anderen Ideen ist Murks.

Einzelheiten gerne, nach konkreter Anfrage.

Kommentar von wurzlsepp6682 ,

Enno, Du hast beim letzten Satz noch "und gegen Honorar" vergessen ...

Kommentar von EnnoWarMal ,

Nein. Beratung machen wir hier nicht. Nur hinweisen.

Kommentar von mellmoll ,

Ungefähr so sieht es aus:

A möchte nur den PC und Zubehör (noch nicht ganz abgeschrieben) verkaufen, die Kunden gehen einfach so zu B über. A gibt das Büro tatsächlich ganz auf. Hat bisher EÜR gemacht. Zur Geschäftsaufgabe gehört doch dann noch die Schlussbilanz fürs Finanzamt. Da ist doch der PC und Zubehör zu entnehmen, also als Gewinn....oder?

Kommentar von EnnoWarMal ,

Also n Asset Deal mit anschließender Betriebsaufgabe.

Naja, handelt sich wahrscheinlich auch nicht um n Rittergut.

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