Frage von PaulErbe, 10

Rechnung erstellen als Freiberufler/Kleingewerbe

Hallo,

wie muss eine Rechnung gestaltet sein, damit sie § 14 UStG Genüge tut? Als Freiberufler bzw. Kleingewerbetreibender braucht man ja wohl keine USt auszuweisen? Muss die Steuer-ID von Auftragnehmer und -geber darauf vermerkt sein?

Danke!

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Antwort
von Mikkey, 10

Freiberufliche Tätigkeit hat mit Umsatzsteuer nichts zu tun. Freiberufler können genauso die Kleinunternehmerregelung nutzen, wie Gewerbetreibende oder auch nicht.

Von der Steuer-ID des Leistungsempfängers ist im genannten §14 nicht die Rede, wohl aber von derdes Leistenden.

Kommentar von PaulErbe ,

Danke! Allerdings steht im Abs. 1 des §14 schon, dass .... beide USt-ID anzugeben sind. Aber dann wohl eben nur, wenn Geschäftsbeziehungen übers Ausland laufen...

Kommentar von Mikkey ,

$14 Abs. 4 Nr. 2:

die dem leistenden Unternehmer vom Finanzamt erteilte Steuernummer oder die ihm vom Bundeszentralamt für Steuern erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,

Eine Suche nach "id" führt in §14 nur zu "Identität" und "widerspricht". Welcher Satz bringt Dich zu dieser Behauptung (der Rechnungsempfänger sollte schließlich seine eigene UStID - so er eine hat - kennen.

Kommentar von Sumpfhexe ,

Es stimmt, wenn eine Geschäftsbeziehung mit einem Unternehmen, welches im EU-Ausland sitzt, müssen auf der Rechnung beide Umsatzsteuer-ID-Nummern genannt werden, die des leistenden Unternehmens und die des Leistungsempfängers. Das hat aber mit dem Reverse-Charge-Verfahren zu tun.

Zitat:

Erbringen in einem anderen EU-Mitgliedstaat ansässige Unternehmen Leistungen an ein Unternehmen in Deutschland, übernimmt der deutsche Leistungsempfänger die Umsatzsteuerschuld des Leistenden in seiner Umsatzsteuervoranmeldung bzw. Umsatzsteuererklärung (sog. reverse charge). Der ausländische Unternehmer erteilt eine Netto-Rechnung und die Umsatzsteuer wird vom Leistungsempfänger im Rahmen seiner Umsatzsteuervoranmeldung angemeldet. Bei regelbesteuerten Unternehmern ist diese Umsatzsteuer gleich wieder als Vorsteuer abzugsfähig (§15 Abs. 1 UStG).

Die Steuerschuldumkehr (reverse charge) ist in § 13b Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt.

Zitatende.

Quelle, Urheberrechte u.a. hier: http://www.hk24.de/recht_und_steuern/steuerrecht/umsatzsteuer_mehrwertsteuer/ums...

Antwort
von GeoffHarper, 7

Im Internet findest du viele gute Muster und Beispielrechnungen an denen du dich orientieren kannst. Z.B hier http://www.twisterteam.de/cms/images/stories/pdf/re_ust.pdf

Antwort
von freelance, 4

Als Freiberufler bzw. Kleingewerbetreibender braucht man ja wohl keine USt auszuweisen?

nur als Freiberufler, der die Kleinunternehmerregelung anwendet, weist man keine USt aus, sonst ja!

Muss die Steuer-ID von Auftragnehmer und -geber darauf vermerkt sein?

du musst deine Steuernummer ODER USt-ID angeben. Die USt-ID des Rechnungsempfängers ist nur dann anzugeben, wenn dieser im Ausland sitzt (EU-Ausland).

Hier sind die Regelungen: http://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/steuerrecht/umsatzsteuer_national/rechnun...

Antwort
von Sumpfhexe, 3

Wenn du "Kleingewerbetreibender" bist, dann erwarte ich auf deiner Rechnung unten drunter einen Satz, der einen Hinweis auf die Steuerbefreiung gibt.

§ 14 Abs. 4 Satz 8 verlangt: Zitat:

den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag oder im Fall einer Steuerbefreiung einen Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt Zitatende.

Einen Hinweis, das du nach §19 UStG Kleinunternehmer und nicht berechtig bist, Mehrwertsteuern auszuweisen.

Mit einem solchen Hinweis gebe ich mich zufrieden. Fehlt dieser, bekommst du die Rechnung zurück ... mit dem Hinweis von mir, dass die Rechnung nach §14 UStG unvollständig ist.

Kommentar von EnnoBecker ,

Wenn du "Kleingewerbetreibender" bist, dann erwarte ich auf deiner Rechnung unten drunter einen Satz, der einen Hinweis auf die Steuerbefreiung gibt.

Welche Steuerbefreiung denn? Die Kleinunternehmerschaft führt nicht zu einer Steuerbefreiung, zumindest nicht in Deutschland.

mit dem Hinweis von mir, dass die Rechnung nach §14 UStG unvollständig ist.

Nö. Ist nicht unvollständig, und selbst wenn ein Bestandteil feehlen würde, wäre das auch schnuppe, denn eine Vorsteuer kannst du ohnehin nicht abziehen.

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