Frage von Roserl, 107

Rauswurf bei Rechtsschutzversicherungen? Erfahrungen?

Bisher habe ich noch keine Rechtschutzversicherung. Überlege gerade, mich in Sachen Verkehrsrechtschutz und Arbeitsrecht abzusichern. Welche Erfahrung habt Ihr mit bestehenden Verträgen gemacht. Kürzlich las ich einen Artikel, dass Rechtsschutzversicherer ihre Kunden nur allzu gerne "rauswerfen" sobald sie mehr als 2mal in Anspruch genommen werden. Habt Ihr Erfahrungen gemacht. Könnt Ihr bestimmte Anbieter empfehlen?

Antwort
von Hanseat, 100

Hallo, bei den meisten Rechtsschutzversicherern ist das außerordentliche Kündigungsrecht so geregelt dass der Versicherer den Vertrag kündigen kann wenn mehr als 2 Schadenfälle innerhalb von 12 Monaten auftreten. Bei einige wenige sind es deren drei innerhalb von 12 Monaten. Aus meiner Erfahrung gibt es einige Versicherer die etwas schneller dabei sind mit solchen Kündigungen aber da kommt es dann u.a. darauf an was das für Schadenfälle waren, von wem der Rechtsstreit ausgeht usw.

Meine ganz persönliche Meinung als Privatmensch ist, ich würde eine reinen Rechtsschutzversicherer bevorzugen, also keinen der nur eine Abteilung eines großen Versicherers ist, sondern jemand der nur Rechtsschutz anbietet.

VG,

Antwort
von Privatier59, 98

Mit dem 2x stimmt ja nicht: Nach jedem Schadensfall hat die Versicherung das Recht, den Vertrag aufzukündigen. Regelmäßig werden Kündigungsmöglichkeiten wohl dann wahrgenommen, wenn sich die Tarifstruktur oder die generelle Ausrichtung des Versicherers geändert hat, man also ältere Verträge oder sogar alle entsprechenden Verträge einfach los werden will. Daneben trennt man sich von Kunden die künftige Schadensfälle befürchten lassen. Warnung vor bestimmten Anbietern kann man nicht geben da Änderungen der Geschäftspolitik unvorhersehbar sind.

Kommentar von Hanseat ,

Falsch, das ist bei den meisten Rechtsschutzversicherern anders geregelt. Da greift das außerordentliche Kündigungsrecht des Versicherers erst wenn 2 (oder bei enigen wenigen 3) Schadenfälle innerhalb von 12 Monaten aufgetreten sind.

Kommentar von Privatier59 ,

Völlig falsch. Im anwaltlichen Bereich kann man immer wieder erleben, dass selbst langjährig Rechtsschutzversicherte nach dem ersten Schadensfall die Kündigung erhalten.

Kommentar von katalog49 ,

Das sind sicherlich noch Altverträge. In den neuen Bedingungen schließen die Versicherer die Kündigung nach einem Schadenfall tatsächlich aus. Gleiches gilt bei einer Überschreitung der angegeben 12-Monatsregelung. Die Kündigung, wie von Hanseat dargestellt, ist in den AVB so, und als Kannregelung, formuliert.

Due Änderung war eine Forderung des Verbraucherschutzes.

Antwort
von Candlejack, 92

Zuerst einmal besteht für jeden Vertragspartner die Chance, nach Schadensregulierung zu kündigen. Das nutzen auch Versicherte gern ;-)

Das mit dem 2mal ist übertrieben, aber grundsätzlich sind Rechtsschutzversicherungen für größere und Notfälle da und wenn ein Versicherter mehrmals seine Rechtsschutz in Anspruch nimmt oder wegen mehrerer Kinkerlitzchen, dann sieht ihn die Rechtsschutz als Streithammel oder Detailkrämer, der einem die Schadensquote "versaut". Und dann wird auch gern mal gekündigt.

Antwort
von katalog49, 88

Man kann das nicht aus der Anzahl von Rechtschutzfällen ableiten. Ich hatte bisher 5 x die Rechtschutzversicherung in Anspruch genommen, allerdings über einen Zeitraum von 35 Jahren.

Den Versicherer interessiert das nicht, wenn jeder Fall gewonnen wird. Kritisch wird es, wenn Du, insbesondere in der Anfangszeit, mehrfach gegen Buß-/Verwarnungsgelder angehst oder tendenziell als Prozesshansel eingeschätzt wirst.

Eine Kündigungsschutzklage würde wohl kaum zu einer Kündigung führen. Da ist das Wiederholungsrisiko, bei normalen Umständen, sehr gering.

Antwort
von mig112, 85

NIEMAND wirft einen Kunden "allzugern" raus!

Vorher kommt im Versicherungsbereich immer die Sanierungsphase mit Prämiensteigerung und Selbstbehaltserhöhung. Und das im Regelfall auch erst, wenn mehr als 2 Schäden binnen 3 Jahren eingetreten sind.

In diesem Punkt unterscheiden sich jedoch weder die Versicherer, noch die Sparten voneinander! Denn Selbiges passiert bei Gebäude-, Hausrat-, Privathaftpflichtverträgen... und von Allianz bis Zurich!

Kommentar von katalog49 ,
und von Allianz bis Zurich!

Also am besten den Vertrag bei der Aachen-Münchner abschließen?

Sanierungsphase mit Prämiensteigerung

Wie soll das funktionieren? Ich habe nichts bei in den Rechtsschutz AGB gefunden, bei dem ein Schadenfall eine Beitragsanpassung rechtfertigt. Nur die "Androhung" einer Kündigung, sofern keine/höhere Selbstbeteiligung akzeptiert wird, ist übliches Verfahren.

Kommentar von Hanseat ,

Was für ein Blödsinn ! Eine Sanierung gibt es bei privaten Rechtsschutzverträgen nicht, das kommt allerhöchstens mal im Bereich Rechtsschutz für mitelständische Unternehmen oder Großunternehmen vor. Prämiensteigerungen auf Grund von Schäden kommen nicht vor, allerhöchstens eine Anhebung der SB. Aber auch nur dann wenn es ein Tarif mit eingebautem SFR ist, da gibt es nur wenige von. Und Ihr "Regelfall" ist völlig aus der Luft gegriffen, woher soll denn diese Regel kommen ?

Kommentar von katalog49 ,

Wenn Du mig112's Antworten zu Versicherungsfragen einmal durchgehst, wirst Du auf fundiertes Achtelwissen (Halbwissen wäre zu hoch gegriffen) entdecken.

Selbst wenn es ein SFR-System gibt, ist seine Antwort immer noch voll an der Sache vorbei. Dann würde ja das SFR-System in der Kfz-Versicherung auch als Beitragsanpassung definiert sein. Was natürlich, um Deine Worte zu gebrauchen, Blödsinn ist.

Aber es ist hier nicht zu verhindern, dass er weiterhin profundes Nichtwissen bei Versicherungsfragen zum Besten gibt.

Kommentar von ffsupport ,

Liebe Mitglieder,

ich bitte euch dringend jegliche persönliche Anfeindungen und Unsachlichkeiten in den Kommentaren zu unterlassen. Es kann nicht angehen, dass immer wieder Mitglieder sich gegenseitig angreifen statt konstruktiv zu diskutieren. Die Kompetenzen anderer schlecht zureden ist sicherlich kein geeignetes Mittel der Sachverhaltsaufklärung. Also bitte: Alle mal ein wenig zusammen reißen und gemeinsam dafür sorgen, dass sich hier alle wohl fühlen und konstruktiv über Finanzfragen austauschen können...

Freundliche Grüße

Jürgen vom finanzfrage.net Support

Kommentar von katalog49 ,

Derartiges wäre relativ einfach zu vermeiden, wenn der Kommentator nur das antworten würde, was richtig ist.

Aber ich kann den Rüffel schon nachvollziehen, nur erscheint mit die "Rüffelung" in diesem Forum sehr einseitig gestaltet. Oder gibt es hier eine Narrenfreiheitsregelung? Bereits 2 x wurde eine Benennung als "Vollpfosten" nicht gerüffelt.

Und mit112 ist sicherlich auch nicht ohne, aber rüffelfrei:

http://www.finanzfrage.net/frage/welche-leistungen-sollte-eine-kfz-police-grunds...

Kommentar von Gaenseliesel ,

;-)) meinst du diesen ? :

http://www.finanzfrage.net/nutzer/Vollpfosten

wenn der Nickname so gewählt wurde, muss man ihn doch auch so ansprechen...lach ! K.

Kommentar von katalog49 ,

Ist nicht mein zweiter Name hier :-))))

Aber vielleicht von dem, der mich mehrfach schon so genannt hat :-))

Kommentar von Gaenseliesel ,

Hallo katalog49,

Oder gibt es hier eine Narrenfreiheitsregelung?

....... klar doch aber man lernt damit umzugehen ! K. ;-)))

Kommentar von Candlejack ,
Was für ein Blödsinn !

Es gab schon öfter solche pauschalen Äußerungen zu den Antworten anderer, vielleicht solltest Du einmal Deinen Umgangston hier "unter Kollegen" überdenken.

Eine Sanierung gibt es bei privaten Rechtsschutzverträgen nicht... Prämiensteigerungen auf Grund von Schäden kommen nicht vor...

komisch, alles schon erlebt.

Wenn Du mig112's Antworten zu Versicherungsfragen einmal durchgehst, wirst Du auf fundiertes Achtelwissen (Halbwissen wäre zu hoch gegriffen) entdecken.

Da schießt aber einer flach. Mig hat hier durchaus schon gute und fundierte Antworten gegeben und die Bezeichnung des Achtelwissens halte ich für eine arrogante Frechheit. Aber aufgrund manch einer Haltung wie vom Hanseaten, ist hier auch schon mancher Experte ausgestiegen, weil er sich sowas nicht antun wollte.

Kommentar von Hanseat ,

Das ist vielleicht hier und da ein wenig drastisch m.E. aber dennoch in der Sache gerechfertigt. Nur wenige Forenmitglieder können sich hier zu vielen verschiedenen Themen profund äußern, die meisten können das nur zu einigen wenigen Themenkomplexen. Das Problem ist dass es viele "Punktejäger" gibt die zu (fast) jeder Frage ihr Halb-, Viertel- usw. Wissen zum Besten gebe. Und es sind immer wieder diesselben Leute. Es wäre besser wenn manche zu manchen Fragen einfach mal nicht antworten. Und leider gehören manche Fragen aus dem Versicherungsbereich zu den Fragen auf die fast jeder antwortet, ich frage mich da manchmal ob das wirklich im Sinne des Fragestellers ist.

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