Frage von Leroy1705,

Raus aus dem Grundbuch

Hallo...ich erhoffe mir Rat.

Folgendes: Meine Eltern haben sich vor ein paar Jahren ein Haus gekauft. Nach der Scheidung und dem Auszug von Ihr und mir, brannte das Haus zum Teil ab. Der Ursprüngliche Darlehensbetrag bei der Bank lag bei 240 000Euro. Mein Vater hatte sich arbeitslos gemeldet und war somit zahlungsunfähig. Meine Mutter war übergangsweise vom Sozialamt abhängig und somit auch zahlungsunfähig. In der Zwischenzeit wurde von der Bank eine Zwangsversteigerung durchgeführt welche die aktuellen Schulden auf 40.000 Euro reduzierte. Bei dieser Zwangsversteigerung wurde lt. Bank nur unsere ehemalige Wohnung in dem Haus versteigert ( das haus beinhaltet obergeschoss mit wohnung und untergeschoss mit wohnung )

So jetzt ist mein Vater vor einigen Jahren verstorben und meiner Mutter wurden alle Schulden auferlegt. Wir KInder haben einen Erbausschlag gemacht, damit wir nichts mit seinen Schulden zu tun haben.

Jetzt ist die Frage: Warum steht meine Mutter noch im Grundbuch, wenn doch die obere Wohnung versteigert wurde und die untere der Bank gehört . Ist klar das sie die Schulden zahlen muss, aber kann man sie nicht aus dem Grundbuch entlassen???

Es ist alles sehr kompliziert :( Hoffe ihr/sie könnt/können uns helfen

Antwort
von Franzl0503,

Leroy: Könnte es sein, dass folgender Sachverhalt vorliegt? Deine Mutter wurde nach dem Tode ihres Mannes und der Erbschaftsausschlagung durch die erbberechtigten Kinder Alleineigentümerin des Hausgrundstücks mit zwei (abgeschlossenen) Wohnungen (Eigentumswohnungen), die die Bank mit 240 000 € in Form einer Gesamtgrundschuld beliehen hatte. Die Bank führte die Zwangsversteigerung der oberen Wohnung durch, die der Nachbar ersteigerte. Aus dem Zwangsversteigerungserlös wurde die Forderung der Bank bis auf einen Rest von 40 000 € zurückgeführt. Dieser Rest lastete weiterhin auf der unteren Wohnung. Die Mutter dürfte nach wie vor Eigentümerin dieser Wohnung sein. Die Bank wäre nur dann Eigentümerin dieser Wohnung, wenn sie sie (zur Rettung ihrer Forderung) selbst ersteigert (und somit in den eigenen Grundbesitzbestand übernommen) hätte. Nur dann aber wäre die Bank aufgrund des Zuschlagbeschlusses Eigentümerin (nicht Besitzerin) der unteren Wohnung. Richtig?

Empfehlung: Mutter soll gegen eine geringe Gebühr beim Grundbuchamt je eine einfache Grundbuchblattabschrift der beiden Wohnungsgrundbücher anfordern, aus denen sie dann ohne weiteres die tatsächlichen Eigentumsverhältnisse erkennen kann.

Antwort
von billy,

Geht zu einem Rechtsanwalt und Notar Eures Vertrauens, der regelt es für Euch.

Antwort
von Privatier59,

Es ist alles sehr kompliziert

Und genau das ist der Grund dafür,wieso man einen solchen UNMÖGLICH durch Anfrage in einem Forum klären kann:

Das Problem ist, dass Du schon den Sachverhalt selber nicht durchblickst. Dabei ist es in Immobiliensachen absolut einfach die Vorgänge zu klären: Man muß sich nur das Grundbuch vornehmen. Das was Du uns da unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen an Wohnungen erzählst ist bei "einem" Haus völlig unmöglich (!), denn da kann es nur einheitliches Eigentum geben. Das müßten schon Eigentumswohnungen sein. Und selbst da wäre es Quatsch, dass die untere Wohnung der Bank gehören soll, denn Banken handeln mit Geld und Wertpapieren aber nicht mit Wohnungen.

Schaff erst mal Klarheit in Deine Gedanken und kläre den Sachverhalt auf. Dann wird sich alles von selber ergeben.

Antwort
von EnnoBecker,

Nachdem hier die Zweifelsfragen ja bereits geklärt werden, gebe ich mal eine weitere hinzu:

Warum hat denn deine Mutter nicht ebenfalls das Erbe ausgeschlagen?

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