Frage von Anna7, 13

Ratet Ihr, mit 70 J Pflegebedürftigkeit abzusichern, bin noch gesund. Geht Pflegeversicherung noch?

Ratet Ihr mir, mit 70 Jahren noch die Pflegebedürftigkeit abzusichern? Noch bin ich gesund (Gott lob), aber geht eine Pflegeversicherung in dem Alter überhaupt noch? Nimmt mich überhaupt noch eine Versicherung an?

Antwort
von Kevin1905,

Prinzipiell nimmt man dich, nur recht teuer wird es werden.

In diesem Fall sollte man als Alternative die Pflege-Bahr ins Auge fassen. Die hat aber eine Wartezeit von 5 Jahren.

Antwort
von imager761,

Gerade weil du gesund bist solltest du eine private Vorsorge treffen, um die Kostenlücke deiner Einkünfte zu den Pflegekosten zu schliessen. Sonst wirst du schnell zum Sozialfall, nachdem du bis auf 2.600 EUR alles verkauft hast bzw. sofern die Kinder n. § 1601 BGB nicht zuzahlen.

Bist du erst Pflegefall, nimmt dich keiner mehr auf; hast du Vorerkrankungen (Alzheimer, MS), nur gegen satten Risikozuschlag. Und: Eine ordentliche Absicherung braucht 3-5 Jahre Wartezeit vor Leistung :-O

G imager761

Antwort
von Beraten24,

Kommt ganz darauf an, was du noch an Geld übrig hast...und ob Du das für Deine Pflege verbraten willst... Die Chance, pflegebedürftig zu werden liegt mit steigendem Alter bei gegen 100%....Ausnahmen bestätigen die Regel... Ich würde die 160 bezahlen, wenn ich genug Geld hätte...Pflege ist sehr kostspielig... Man muss sich die gesamte persönliche Situation ansehen, um da etwas sinnvolles raten zu können... Gesund heisst nicht unbedingt für den Versicherer auch gesund...

Antwort
von Rentenfrau, 13

Hallo Anna7, es gibt den PflegeBahr, hier wird der Abschluß einer privaten Pflegeversicherung mit jährlich 60 Euro gefördert, jeder der noch NICHT pflegebedürftig ist, kann diese Versicherung abschließen, mit 70 Jahren könnte das schon teurer sein, aber ich würde sagen, es wäre nicht schlecht, da Du vielleicht (ich hoffe zwar nicht) in den nächsten Jahre pflegebedürftig werden könntest, dann wären die Leistungen nicht so jahrelang weg, als wenn jemand mit 25 Jahren schon einzahlt. Laß Dich von der Versicherung beraten.

Antwort
von alfalfa,

Eine Frage der individuellen Risikoneigung und auch finanziellen Verhältnisse. Ich nehme mal das Szenario ohne Pflegeversicherung. Da die gesetzliche Pflegeversicherung nur eine Teilabsicherung ist, wäre im Pflegefall die Finanzlücke durch eigene Mittel (Einkommen/Vermögen) und ggfs durch Inanspruchnahme der Angehörigen zu bestreiten.

Das im Fall der stationären Pflege es sich sicherlich nicht um die komfortabelste Versorgung handelt und auch nur ein geringes "Taschengeld" für die eigene Lebensgestaltung bleibt ist ein Ergebnis aus einer solchen Situation.

Zur Vermeidung eines solchen Szenarios hilft eben nur eine Pflegeversicherung (Tagegeld oder Rente) bzw. das Produkt "Pflege Bahr"

Wie bereits beschrieben, es kommt auf Deine Risikoeinschätzung, gewünschten Lebensstandard, familiäre, gesundheitlichen und finanziellen Verhältnisse an.

Um mal auf ein Posting einzugehen. Man macht keine Versicherungen glücklich, man schert Risiken ab. Alles andere ist eine verquere Ansicht über Sinn und Zweck solcher Konzepte.

Antwort
von Power100,

Hast du das Geld, um im Fall der Fälle einen Pflegeheimplatz zu bezahlen, oder eine Pflegekraft, dann brauchst Du keine Pflegeversicherung. Haben deine Angehörigen das Geld um im Fall der Fälle...., und es stört dich nicht, dass z.B deine Kinder herangezogen werden, dann brauchst du keine Versicherung. Hast du keine Angehörigen und kein Geld, dann zahlt heute noch der Staat. In den anderen Fällen macht eine Versicherung Sinn - gehe zu einem Versicherungsmakler, der zeigt dir, was es für Möglichkeiten gibt: Pflegebahr, Pflegetagegeld, Pflegekosten, Pflegerente und klärt mit DIR, war für DICH richtig ist

Antwort
von Privatier59,

Ratet Ihr mir

Raten müssen wir sogar, nämlich über Deine finanzielle Situation. Um Dir mal die Problematik zu verdeutlichen: Ich habe eben mal ergoogelt (hättest Du im übrigen auch gekonnt), was Dich eine Pflegetagegeldversicherung denn so kosten würde. 1500,--€ Absicherung fangen ab 160,--€ Monatsbeitrag an. Hast Du das Geld? Wenn nein, hat sich die Sache ja schon erledigt. Falls doch, ist ja immerhin noch möglich, dass Du etwas anderes damit anstellen willst als gerade einen Versicherer glücklich zu machen.

Kommentar von imager761 ,

Falls doch, ist ja immerhin noch möglich, dass Du etwas anderes damit anstellen willst als gerade einen Versicherer glücklich zu machen.

Was für ein flacher Spruch :-(

Wenn man seine Bedüfnis nach angemessener Pflege absichern will, kann man das natürlich auf Kosten der Steuerzahler (Grundsicherung) oder der elternunterhaltsverpflichteten Kinder machen.

Nicht jeder ist von Beruf Erbe und kann von Mieteinnahmen seiner zugefallenen Miethäuser unbesorgt leben: Die meisten haben Jahrzehnte hart für etwas Wohlstand im Ruhestand gearbeitet um zu erkennen, dass es für den Lebensabend bei Pflegebedürftigkeit nie und nimmer reichen wird. Und mancher ist verheiratet oder lebt mit einem geliebten Menschen zusammen, den er mit in die Altersarmut reisst.

Der handelt da eher verantwortungsvoll, wenn er 5670 EUR investiert, die er nach 4 (PS III) oder 13 (PS I) Monaten (!) "refinanziert" bekommt. Die durschnittliche Unterbringung in vollstationärer Pflege beträgt 58 Monate, der Kostenaufwand liegt bei 183.000 EUR - bei Männern, Frauen sind noch härter belastet.

Ja, er kann die Prämien wie bei jeder Risikoversicherung auch verlieren, wenn er nach 35 Monaten verstürbe. Und? Ist eine Vollkaskoversicherung für ein Auto wertvoller, riskiert man ohne Hauseigentümerversicherung, Privathaftpflicht oder Hausrat eigene Vermögenswerte, weil man keinen Versicherer reich machen will?

Mag sein, dass aus deiner Sicht Bedürfnisse im Alter wie Sicherheit, Sorgenfreiheit, Selbstbestimmung und Lebensqualität nicht erkant werden können.

Flache Polemik hilft nur keinem, der eine ernsthafte Frage stellt und Rat sucht.

G imager761

Kommentar von Privatier59 ,

Flache Polemik hilft nur keinem, der eine ernsthafte Frage stellt und Rat sucht.

Das sollte Dein Motto werden! Und wo ist Dein ernsthafter Rat? Tja, ohne Sachkenntnis ist es schon schwierig. Ein 5-fach ET!

Kommentar von Candlejack ,

Also bei Privatier finde ich eher die Polemik (wo sind Deine Sachargumente ?), als bei den statistischen Zahlen und der guten Argumentation von imager. Privatier, Du hattest auch schon bessere Tage !

Kommentar von Privatier59 ,

Nicht jedes Huhn legt an jedem Tag ein güldenes Ei. Gottseidank: Dann würde der Goldpreis noch weiter fallen!

Antwort
von barmer,

Hallo, unbedingt ja !

Es wird nicht ganz billig werden.

Gruss

Barmer

Antwort
von Fragfreund,

Leider bestätigen unzählige Pflegefälle jeden Tag, dass Renten nicht ausreichen und Vermögen innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht sind. Viel wird eine Zusatzversicherung daran auch nicht ändern. Ich bin trotz anderslautender Kommentare der Meinung, dass die Solidargemeinschaft aller Menschen und nicht nur die direkten Verwandten dennoch für die Mehrkosten aufkommen müssten und die alten Menschen nicht noch den wenigen Wohlstand, den sich sich im Alter leisten können durch Zusatzbeiträge verringern müssen. Zur Not müssen eben die Beiträge für die Pflegeversicherung angehoben werden.

Kommentar von Candlejack ,

Leider bestätigen unzählige Pflegefälle jeden Tag, dass Renten nicht ausreichen und Vermögen innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht sind.

Bis dahin war ich begeistert und hätte Dich fast gelobt.

Viel wird eine Zusatzversicherung daran auch nicht ändern.

Da fängts dann schon wieder an. Eine Zusatzversicherung kann dann aber die Differenz zwischen Realkosten und staatlicher Zuschüsse decken, damit kein Rentner oder seine Angehörigen seine sauer verdienten Vermögen und Sparbücher opfern muss.

dass die Solidargemeinschaft aller Menschen und nicht nur die direkten Verwandten dennoch für die Mehrkosten aufkommen müssten

Du hättest also gern die Vollkasko aus dem Sozialismus ? Das Volk zahlt für alles ? Das ging schon einmal nicht gut. Unabhängig davon sehe ich das Leben nunmal nicht als Vollkasko, in dem "die Solidargemeinschaft" für alles aufkommt von BU bis Pflege. Eine Pflegezusatz kostet im jungen Alter keine 10 EUR im Monat. Damit hast Du bis 85 (durchschnittliches Alter der Pflegebedüftigkeit) ca. 7.800 EUR eingezahlt. Ein vollstationärer Pflegeplatz Stufe 3 kostet hier ca. 3.000 EUR, die Hälfte kommt vom Staat. Wer keine weitere Rente hat, der schustert selbst dazu und hat die investierten 7.800 ganz schnell wieder rein.

Zur Not müssen eben die Beiträge für die Pflegeversicherung angehoben werden.

Klar, wir zahlen ja vom Brutto noch nicht genug... Die staatliche Pflegeversicherung krankt an den gleichen Grundsatzproblemen wie alle anderen Sozialversicherungsarten auch.

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