Frage von Igels, 68

Ratenschutzversicherung

Hallo, wer hatte mit der Credit Life Versicherung eine Ratenschutzversicherung? Wir hatten 2011 bei ihr eine RSV abgeschlossen, 2012 hatte sich mein Mann entschieden, ein neues Auto zu erwerben, gesagt getan und das erste Auto wurde wieder in Zahlung gegeben und eine Weiterfinanzierung für das neue Auto abgeschlossen. Uns wurde vom Autoverkäufer bestätigt, dass eine neue RSV nicht abzuschließen sei, da die erste eine Gültigkeit von 3 Jahren hat. Die RSV wurde nebenbei bemerkt "ohne Gesundheitsprüfung" genehmigt obwohl wir danach gefragt hatten. Auch hat sich die Credit Life nach Abschluß der Weiterfinanzierung nicht bei uns gemeldet ob noch irgendwelche Unterlagen eingereicht werden müssen. Nun ist leider der Fall eingetreten, dass mein Mann von einen Tag auf den anderen an einem Aneurysma (geplatzte Hauptschlagader hinter dem Herzen) verstorben ist und die Credit Life Versicherung nicht bereit ist die Restschuld auszugleichen. Sie ist der Meinung mein Mann wäre in den letzten 24 Monaten auf Grund seiner Krankheit beraten und behandelt worden. Auch habe ich seit dem Tage einen Rechtsanwalt eingeschaltet, aber die Versicherung beharrt auf Nichtbegleichung. Was könnte ich noch tun um die RSV zu erhalten. Danke

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Antwort
von Primus, 64

Erst einmal spreche ich Dir zum Tode Deines Mannes mein aufrichtiges Beileid aus.

Um sich nach einem solchen Schicksalsschlag noch mit Versicherungen herumärgern zu müssen braucht man schon starke Nerven.

Der RSV- Vertrag wurde bei der Weiterfinanzierung übernommen und wäre demnach in der Pflicht, die Restsumme zu begleichen.

Da aber gerade bei dieser Art Versicherung das Kleingedruckte besondere Aufmerksamkeit erfordert, sollte man die Versicherungsbedingungen genau lesen.

So kann der Schutz etwa bei bestimmten Vorerkrankungen von vornherein ausgeschlossen sein. Das wiederum bleibt bei Abschluss gerne unerwähnt.

Ohne einen Anwalt wirst Du nichts erreichen können und darum wünsche ich Dir, dass Du den Richtigen erwischt hast, der alles dafür tut, dass Dir diese Sorge genommen wird.

Antwort
von alfalfa, 56

Zunächst einmal auch von meiner Seite herzliches Beileid.

Ohne die Korrespondenz zu kennen, vermute ich mal, dass die Weigerungshaltung der Versicherung im § 8 der AVB begründet sein könnte. Ich zitiere:

" Der Versicherungsschutz erstreckt sich jedoch nicht auf die der versicherten Person bekannten ernstlichen Erkrankungen oder Unfallfolgen, wegen derer sie in den letzten 12 Monaten vor Beginn des Versicherungsschutzes ärztlich beraten oder behandelt wurde. Diese Einschränkung gilt nur, wenn der Versicherungsfall innerhalb von 24 Monaten seit Beginn des Versicherungsschutzes eintritt und mit diesen Erkrankungen oder Unfallfolgen in ursächlichem Zusammen- hang steht. Ernstliche Erkrankungen sind z.B. Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs, der Wirbelsäule und Gelenke, der Verdauungsorgane, Krebs, HIV-Infektionen/AIDS, psychische Erkran- kungen, chronische Erkrankungen und ähnliches."

Das zu wiederlegen ist nun Aufgabe eines Anwalts. Ist der obige Fall jedoch zutreffend, dann sieht es für Dich eher negativ aus.

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