Frage von soso11, 19

Prüfung der USt-ID-Nummer des Rechnunngstellers bei Eingangsrechnungen?

bei Ausgangsrechnungen, die ins EU-Ausland gehen (b2b) und dem Reverse-Charge-Verfahren unterliegen, ist die USt-ID von beiden Parteien anzugeben. Der Rechnungsteller muss die USt-ID des Rechnungsempfängers prüfen und dokumentieren- so mein Wissensstand.

Wie ist das jedoch, wenn ich Rechnungsempfänger bin? Muss ich dann auch die USt-ID des Rechnungstellers prüfen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EnnoBecker, 13

Nein, wozu?

Wenn du eine Eingangsrechnung aus dem Ausland (B2B) bekommst, ist üblicherweise keine Umsatzsteuer ausgewiesen. Diese schuldest du nach § 13b UStG.

Und als Vorsteuer ist sie nach § 15 (1) Nr. 4 UstG abziehbar. Die Bedingungen dafür lauten

Abziehbar ist...

die Steuer für Leistungen im Sinne des § 13b Absatz 1 und 2, --> ja

die für sein Unternehmen ausgeführt worden sind. ---> ja.

Was ändert die Prüfung der USt-ID daran?

Kommentar von soso11 ,

mein Gedanke war, dass ich auch so agiere, wenn ich eine Rechnung von einem Nichtunternehmer bekomme. Auf dessen Rechnung klebe ich dann die USt drauf und ziehe die Vorsteuer ab. Und ich dachte, das wäre dann wohl nicht korrekt, da Rechnung von Nichtunternehmer, also B2C.

Letztlich ist es aber egal wegen der Vorsteuer (§15(1) 4).

Antwort
von wfwbinder, 12

Sicherheitshalber ja, weil ich ja die Vorsteuer abziehen möchte.

Wenn die USt-ID in Ordnung ist, kann ich sicher sein, dass der Rechnungsaussteller berechtigt ist Umsatzsteuer zu berechnen und ich diese abziehen darf.

Kommentar von soso11 ,

genau das ist der Punkt: die Vorsteuer....

Kommentar von wfwbinder ,

EnnoBEcker hat Recht, ich hatte es nicht nur auf Ausland, sondern allgemein bezogen.

Wenn es nur um das Ausland geht, brauche ich es nicht, weil ich ja nur die im Reverse Charge bezahlte Steuer wieder abziehe.

Nunr im Inland muss ich ggf. prüfen.

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