Frage von Bert88, 75

Provisionsklausel nach Kündigung

Hallo,

nach Kündigung möchte ich absichern das ich die Provision bekomme die mir zusteht. Ich bin Vertriebler und mit Unterschrift auf der Bestellbestätigung ist mein provisionsrelevanter Job getan.

Jetzt hat das immer alles geklappt ohne das dass explizit festgeschrieben ist. Wenn ich jetzt aber Kündige (Fall ist gegeben) möchte ich das gerne schriftlich abgesichert haben.

Mein AG wartet momentan auf einen Vorschlag von mir.

Kann hier zufällig jemand weiterhelfen, oder hat eine ähnliche Klausel parat die alles wichtige abdeckt?

Ist es irgendwie möglich, das sogar so hinzukriegen das alles mit Ausscheiden beglichen ist? Sprich auf Basis eines Forecast die Provision auszahlen, ggf. nehme dafür Abstriche (max. 20 %) in Kauf.

Danke.

Gruß

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von qtbasket, 75

Das Arbeitsrecht ist die eine Seite des Problems, offensichtlich sind die Provisionen in deinem Arbeitsvertrag nicht ausreichend beschrieben - folglich hast du keine Möglichkeit im Falle deiner Kündigung auch diese zu verlangen - schlichtweg es fehlt an einer Rechtsgrundlage.

Folglich bleibt dir nur die gütliche Einigung mit deinem Arbeitgeber, also der Aufhebungsvertrag - da kann man Beliebiges vereinbaren: das Problem allerdings beide Parteien müssen sich einig werden.


Mein Eindruck aus deiner Fragestellung: deinem Arbeitgeber ist das Problem durchaus bekannt , also wirst du bei einem Aufhebungsvertrag doch mit einigen Überraschungen seitens deines Arbeitgebers rechnen müssen. Das ist der Preis dafür, dass du weiterhin Provisionen erhalten möchtest.

Antwort
von freelance, 52

ob ich das an deiner Stelle machen würde? Fraglich, denn ich sehe hier den AG in der Pflicht. Ich würde vermuten, dass er auf einen Vorschlag wartet von dir und hofft, dass du sich selbst schlechter stellst als nötig.

Würde ich dennoch einen Vorschlag unterbreiten, würde ich das nur mit einem Fachanwalt (Arbeitsrecht) machen. Wer Vertriebler ist, kann mglw. auch eine Klausel verhandeln in Sachen Konkurrenz. Sperrt man dich für einige Zeit, muss dafür bezahlt werden.

Auf keinen Fall würde ich hier als Nichtjurist agieren und irgeneinen amateurhaften Ausstiegsvertrag liefern. Das kann richtig teuer werden für dich!

Auch wenn du ein Angebot vom AG bekommst, würde ich den prüfen lassen - vom Anwalt.

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