Frage von Susanne16, 11

Provision für Gutschrift auf dem Bankkonto

Ich habe von einer ausländischen Bank (Eurokonto) einen Betrag an die Consorsbank überwiesen, wobei ich angegeben habe, dass die Kosten zu Lasten des Absenders gehen sollen. Die absendende Bank hat Gebühren einbehalten und die Consorsbank hat dennoch eine Provision von 19,95 abgerechnet. Auf Nachfrage hat man mir erklärt, dass bei jeder Gutschrift aus dem Ausland 19,95 Provision anfallen unabhängig von der Höhe des Gutschriftsbetrages. Ist das eigentlich rechtens?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Rolf42, 8

Ja, das ist rechtens.

Die EU-Preisverordnung, nach der Euro-Zahlungen innerhalb der EU zu Inlandskonditionen abgewickelt werden müssen, gilt nur für Zahlungen, bei denen Entgeltteilung zwischen Auftraggeber und Empfänger vereinbart wurde ("SHARE").

Dadurch, dass du die Übernahme der Kosten durch den Auftraggeber gewählt hast ("OUR"), können beide Seiten ihre eigenen Entgelte berechnen.

Antwort
von billy, 5

Laut dem Preis- und Leistungsverzeichnis von Cortal Consors unter 1.4 Zahlungsverkehr ist es rechtens. 

Weltweite Auslandsüberweisung/-gutschrift***, soweit nicht im SEPA-Format und/oder außerhalb EU und EWR-Teilnehmerstaaten - 19,95 Euro 

https://www.consorsbank.de/ev/Service-Beratung/Preise-Zinsen   

Kommentar von Susanne16 ,

Nur weil Dinge in den Preis-und Leistungsverzeichnissen stehen, müssen Sie nach EU-Recht ja nicht zwingend erlaubt sein, oder?

Kommentar von billy ,

Sie können in der Regel davon ausgehen das die Banken und gerade die großen europaweit tätigen Banken ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Preis- und Leistungsverzeichnisse sowie andere Vertragsbedingungen europarechtskonform erstellt haben. Jede größere Bank hat eine gewisse Anzahl von Mitarbeitern die sich um nichts anderes kümmern als um Rechtsfragen, gerade auch im Hinblick sich ständig aktualisierender nationaler Rechtsprechungen. 

Kommentar von Tollpasch01 ,

Sie können in der Regel davon ausgehen das die Banken und gerade die großen europaweit tätigen Banken ihre Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Preis- und Leistungsverzeichnisse sowie andere Vertragsbedingungen europarechtskonform erstellt haben.

Wie ist es dann möglich, dass z. B. die Bearbeitungsgebühren bei Krediten für nicht zulässig erachtet wurden? Gleiches gilt für die fehlerhaften Widerrufsbelehrungen bei Immobilienkrediten.

Trotz der Aufnahme in den jeweiligen AGB waren, nur beispielhaft, diese Punkte eben nicht rechtskonform.

Deswegen halte ich Ihre Begründung für nicht haltbar. Das muss natürlich nicht auf den Fall der Fragestellerin zutreffen. Aber Ihre Begründung, warum das rechtssicher sein soll, darf man so nicht stehen lassen.

Antwort
von Privatier59, 5

Hier steht es doch:

https://www.consorsbank.de/ev/Service-Beratung/Preise-Zinsen#4Verrechnungskonto

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