Frage von Dekoip,

Probleme mit meiner Großtante die mir ihr Haus geschenkt hat !!

Was kann ich tun !! Habe vor 2 Jahren dein Haus geschenkt bekommen von meiner Großtante ! Dabei muste ich 21 000 € Schenkungssteuer bezahlen . Und muste noch 50000€ Renovierungsgeld aufnehmen ! Sie wohnt unten leben langes Wohnrecht und wir zu 4 Personen oben ! Als wir das Haus anfingen zu renovieren weil es von 1970 so gut wie nichts gemacht wurde fing das ganze Theater an ! Jetzt bin ich so weit das ich das Haus gerne wieder abgeben möchte aber das ist nicht so einfach, denn die kann es nicht zurücknehmen weil sie das Geld für die Rückschenkung ( 21000€ ) nicht hat und meine Renovierung auch nicht ! Jetzt fängt sie an jeden Tag uns zu beschimpfen und extra ihre Heizung ( alle 7 Heizkörper ) auf höste Stufe zu stellen damit ich bald sie Ölheizung neu Tanken muss ! Das war vorgestern auch schon so weit und sie will sich nicht an den kosten beteiligen ! Ich kann die Heizung aber nicht kalt lassen da ich eine 2 Jahre alte Tochter zu Hause haben ! Ausziehen und vermieten geht auch nicht, das steht so in dem Notar vertag ! Was kann ich tun meine Nerven sind echt am Ende !

Antwort
von imager761,

denn die kann es nicht zurücknehmen weil sie das Geld für die Rückschenkung ( 21000€ ) nicht hat und meine Renovierung auch nicht !

Richtig: Ebensowenig wie ihr seinerseit, wäre sie nun nur Annahme einer (unentgeltlichen Rück-)Schenkung verpflichtbar noch zu einem (Wiederan-)Kauf gegen 71.000 EUR :-(

sie will sich nicht an den kosten beteiligen !

(Rechts-)Grund für diese beharrliche Weigerung?

Sofern ein Wohnungsrecht gem. § 1093 BGB nich ausdrücklich derat "all in" vereinbart wurde, hätte die Wohnrechtnehmerin "trotz der Unentgeltlichkeit des Wohnungsrechts verbrauchsabhängige Kosten wie Strom, Wasser und Heizung zu tragen, weil es sich nicht um Kosten der Wohnung, sondern um die erst durch die Ausübung des Wohnungsrechts verursachten Kosten ihrer Nutzung handelt" so der BHG mit Az V ZR 57/11

http://lexetius.com/2011,5835

Was kann ich tun meine Nerven sind echt am Ende !

Wenig, was euren darüberhinausgehenden Umgang miteinander betrifft. Gegen Beschimpfungen kann man sich verwehren, aber die grds. Situation im Haus hast du dir halt mitschenken lassen.

Ohne Kenntnis des Übergabevertrages wäre jede denkbare deiner Optionen nun rein spekulativ.

G imager761

Kommentar von EnnoBecker ,

Jep!

Verbrauchsrechnung stellen und gucken, was dann kommt.

Antwort
von hildefeuer,

Wieso kannst Du nicht ausziehen? Du kannst das Haus nicht verkaufen aber belasten. Das würde ich der renitenten Dame androhen. Hohe Hypotheken eintragen, ein anderes Objekt damit finanzieren und dann dort einziehen, ggf. als 2. Wohnsitz. Damit die mitbekommt das es ernst ist, schon mal eine Bank kontaktieren und einen Schätzer vorbeischicken wg. Hypothek.

Kommentar von EnnoBecker ,

Sehe ich auch so.

Wenn sie querschießt, soll sie wenigstens ihr eigenes Bein treffen.

Antwort
von Rat2010,

Nicht so einfach. Speziell der finanzielle Teil scheint mir verfahren.

Ihr solltet im Umgang miteinander aber eindeutig klarstellen, dass du dir jegliche Beschimpfung verbetest und ihr das notfalls auch via Gesetz verbietest, wenn nichts anderes hilft.

Beschimpfung hat fast immer was von Beleidigung und die ist nach § 185 StGB verboten.

Dazu muss ihr notfalls ein dritter (Neffe, Nichte) klar machen, dass sie sich auf der einen Seite schadensersatzpflichtig macht, wenn sie euch schädigt. Auf der anderen natürlich auch, dass sie mit ihrer Unabhängigkeit spielt, wenn sie sich so aufführt!

Auf der anderen Seite kann sie es durchaus gegen euch verwenden, dass ihr die Schenkung angnommen habt. Das ist nicht ihre Schuld und darüber solltet ihr euch nicht bei ihr beschweren.

Kommentar von Typderfinanzen ,

via Gesetz ?

soll der Arme jetzt auch noch ein neues Gesetz einbringen, dass Tanten einen nicht mehr beschimpfen dürfen ?

Kommentar von EnnoBecker ,

Beleidigung und die ist nach § 185 StGB verboten.

Nö. Sie ist nur unter Strafe gestellt. Das hilft dem Fragesteller aber nicht.

Antwort
von Privatier59,

Rein rechtlich ist die Sache bei der Schenkung klar: Niemand ist verpflichtet eine Schenkung anzunehmen. Und Schenkung ist kein Verkauf. Selbst wenn die Großtante bereit wäre sich das Haus schenken zu lassen, eine Ablöse könntet Ihr nicht verlangen. Die 50 TEUR müßt Ihr also abschreiben.

Was die Kosten des Hausunterhalts betrifft, so wird es doch vermutlich im Schenkungsvertrag dazu Vereinbarungen geben. Wenn da nichts von Kostenbeteiligung steht, braucht die Großtante auch nichts zu zahlen.

Ihr erlebt, was schon so mancher andere vorzeitig Bedachte auch erlebt. Mit der Schenkung hat Euch die Großtante eine saftige Möhre hingehalten und jetzt, nachdem Ihr zugebissen habt, tritt Euch der Esel. Helfen kann Euch da keiner. Ihr habt Euch den Schlamassel eingefrockt, nun müßt Iht löffeln.

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