Frage von Jlagreen,

Problem mit American Express Gold Card...

Hallo,

ich bin Vielreisender und viel unterwegs und treffe daher regelmäßig auf die AMEX Anbieter am Flughafen.

Vor etwas über 1 Jahr hatte ich mir das Angebot mal näher angesehen und auch einen Antrag ausgefüllt, allerdings hat mir der Berater Vorort ausdrücklich versichert, dass es noch kein finaler Abschluss sei. D.h. erst nach Erhalt der Karte und Freischaltung dieser wäre der Vertrag verbindlich. Und falls ich ich nicht innerhalb einer Frist freischalte, verfällt die Karte. Leider habe ich die Aussage nur mündlich erhalten, aber mir war damals sehr wichtig nicht sofort Vorort einen Vertrag abzuschließen. Ich habe ausdrücklich mehrmals gefragt!

Ich hatte mir dann 2 Wochen später zu Hause alles angesehen und mich dann doch dagegen entschieden, also habe ich die Karte nicht freigeschaltet! Für mich war der Fall damit erledigt.

So und nun bekomme ich eine Rechnung und eine Lastschrift von American Express von 140€ für eine Karte, die ich nie genutzt habe und die ich noch nicht einmal mehr habe. Ich habe nämlich die Unterlagen von damals nicht aufbewahrt und die Karte zerstört.

Hat mich also der Berater damals falsch informiert? Denn in den Unterlagen stand auch drin, dass die Karte freizuschalten sei. Aber anscheinend ist es AMEX egal, ob man die Karte freischaltet, kassiert wird trotzdem...

Ich habe eine Rechtsschutzversicherung, sehe die Chance aber eher gering, da ich leider die Unterlagen nicht aufbewahrt habe, oder sollte ich doch mal einen Anwalt fragen?

Die 140€ sind wohl leider verloren, die Karte werde ich aber kündigen, ich habe sie ja nicht mal mehr. Und es zeigt mir einmal mehr, dass ich in dieser Welt echt niemandem trauen darf, das macht mir grad irgendwie wütend und traurig zugleich.

Meine Frage ist nun auch, ob jemand schon von einem ähnlichen Fall gehört hat?

Mein nächster Schritt ist nun erstmal die Hotline.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Privatier59,

Die an Flughafen erteilte Auskunft war zwar nicht vollkommen falsch, sie war aber unvollständig und irreführend: Der dort ausgefüllte Antrag führte natürlich nicht zu einem Vertragsschluß, denn dieser Antrag bedurfte der Annahme und für die war eben ausschließlich die Kreditkartengesellschaft zuständig. Mit Annahme aber ist der Vertrag geschlossen worden.

Was ich nun überhaupt nicht verstehen kann ist, dass Du Dich blind auf nicht dokumentierte Auskünfte einer dazu sicher nicht sonderlich qualifizierten Person verlassen und nicht die übersendeten Unterlagen durchgelesen hast. Schon Deine Bezeichnung "Berater" finde ich verwengen. Die Leute die da rumstehen sind Verkäufer und Du bist denen auf den Leim gegangen. Mach künftig das, was ich bei der Durchquerung von Flughäfen oder Einkaufszentren mache wenn einer dieser Typen mich anquatscht: Ich tue entweder so, als ob ich schwerhörig wäre oder aber, ich laß mir einen flotten Spruch einfallen ("Bin Barzahler", "Habe Plastikallergie" oder "Ich hab schon ein Dutzend Kreditkarten").

Kommentar von Jlagreen ,

So, hatte das Problem schon aus dem Kopf und habe es nun bei Betrachtung meines Profils wieder entdeckt.

Das Problem hat sich mit der Kündigung sehr gut von allein gelöst.

Zunächst hatte ich ja das Problem, dass ich nicht mal die Kartennummer hatte, aber die stand zum Glück auf der Rechnung. Dann habe ich einfach mal gekündigt und die 140€ als "Lehrgeld" akzeptiert.

Die Kündigung wurde akzeptiert und ein paar Wochen später wurden mir einfach die 140€ auf das Konto wieder gebucht. Es gab keine Fragen von AMEX und es lief alles reibungslos.

Also auch wenn ich diese Verkäufer am Flughafen als zwielichtig sehe, so bin ich doch positiv überrascht wie gut es dann AMEX gehandhabt hat.

Antwort
von BoersenLaie,

ich sehe hier ein Geschäft, von dem man mit einer Frist von 2 Wochen zurücktreten kann. Alternativ: man nimmt die Post nicht an.

Du scheinst diese Frist nicht eingehalten zu haben und dich rein auf das Freischalten verlassen zu haben.

Ohne Unterlagen ist es mühsam, Vermutungen anzustellen.


Bist du dir wirklich sicher, dass du die Unterlagen und die Karte erhalten hast? Hast du ein Einschreiben erhalten? Wenn nicht, so weise doch AmEx darauf hin, dass du die Unterlagen nicht bekommen hast und frage, ob sie nachvollziehen können, wann du die Unterlagen erhalten haben sollst!!!

Kommentar von gammoncrack ,

Das nützt ja nichts. Er hat ja am Flughafen unterschrieben und nicht widerrufen. Den Zugang der Karte und eventueller Unterlagen zu bestreiten ist hier wenig hilfreich, da die Widerrufsfrist mit Vertragsschluss (Unterschrift) zu laufen beginnt. Es handelt sich ja nicht um eine Ware, sondern um eine Dienstleistung.

Antwort
von gammoncrack,

Tatsächlich ist es so, dass die Karte freigeschaltet werden muss. Das geht auch online.

Aber den Zusammenhang mit dem Vertragsschluss erkenne ich aus den AGB leider nicht. Das hat Dich wohl jemand über den Tisch gezogen. Die Karte ist im 1. Jahr beitragsfrei, somit kommt die erste Rechung erst nach 12 Monaten. Dann ist der Berater möglicherweise schon anderweitig "tätig".

Ich würde den Vorgang AMEX einmal schildern. Wenn Du die Karte bisher nicht genutzt hast, lassen die vielleicht mit sich reden.

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