Frage von hflower, 9

Privatinsolvenz und Testamentvorgabe

Ich (Tochter) habe drei Brüder und bin die Vollstreckerin des Testamentes meiner Eltern, die letztes Jahr beide verstorben sind. Das Erbe von Haus und Ländereien ist bereits 2001 vertraglich geregelt worden. Zur Vollstreckung steht jetzt nur noch das Geldvermögen von rund 5.000 €. Im Testament gibt es eine Forderung nach Rücklage von 5000 € für die Grabpflege, soweit kein Problem. Einer meiner Brüder ist vor kurzem in die Privatinsollvenz gegangen und jetzt fordert der Insollvenzverwalter ein Viertel des Betrages von 5000€, obwohl dieser Betrag ja testamentarisch für die Grabpflege zurückgelegt werden soll. Müssen wir das zahlen und wie sind die Changen bei einem evt. Rechtsstreit. Vielen Dank für die Antworten und Ratschläge. H.

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Antwort
von Snooopy155, 4

Nachdem testamentarisch 5000 € für die Grabpflege vorgesehen sind, gehört dieser Betrag nicht zum Erbe und daher kann der Insolvenzverwalter auch einen Asnteil an diesem Betrag nicht einfordern.

Anders wäre es, wenn testamentarisch nichts bezüglich der Grabpflege geregelt worden wäre, dann gibt es unterschiedliche Gerichtsurteile, ob die Grabpflegekosten vor Aufteilung des Erbes abzuziehen sind.

Antwort
von imager761, 4
Im Testament gibt es eine Forderung nach Rücklage von 5000 € für die Grabpflege, soweit kein Problem.

Hierbei käme schon auf den exakten Wortlaut an.

Bist du tatsächlich damit beauftragt, einen Grabpflegevertrag abzuschließen oder ist einer namentlich bestimmten Person zur Auflage gemacht, das Grab mit echten Blumen zu bepflanzen?

Entspricht dieser Blumenschmuck dem Lebenswandel der Verstorbenen oder einer sittlichen Pflicht?

Sind die Auflagen bislang erfüllt worden?

Sind sie der Höhe und Grabnutzungsdauer entsprechend angemessen?

G imager761

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