Frage von DirkW, 19

Private Krankenversicherung bei Heirat ?

Hallo,

Ich habe folgende Konstellation:

Ich habe eine Private Krankenversicherung, bin Angestellter und werde bald heiraten. Meine zukünftige Frau kommt aus England, ist somit in Deutschland noch nicht versichert, wird in Deutschland vorerst auch noch nicht arbeiten (noch auf Job-Suche). Meine zukünftige Frau ist 42 Jahre alt.

Was ist ratsam bei der Wahl wie sie kranken-versichert werden soll ?

Vielen Dank für die Hilfe.

mfg, DW

Antwort
von Julia23, 7

Hallo und Glückwunsch :)

Also krankenversichern muss sie sich dann selbst mit Status="Freiwillig", Sie darf in die PKV solange Sie noch nicht sozialversicherungspflichtig angestellt ist oder in die GKV als "Freiwilliges Mitglied".

Die Kosten bei der PKV bemessen sich nach Alter, Gesundheit und Leistung, die Kosten bei der GKV nach Ihrem Einkommen bzw. in Eurem Fall nach Deinem Einkommen: Die Hälfte Deines Einkommens wird als Grundlage bei der GKV genommen und davon sind dann 15,5%, min 150€ max 600€ monatlich zu zahlen.

Da man als Angestellte/r im normalfall pflichtversichert ist, muss man dann in die GKV. Auch daher würde ich die GKV bevorzugen. Gute PKV Tarife sind nicht billiger als die GKV, man kann sich bei der PKV die Leistungen raussuchen, muss aber im Alter hohe Beiträge verkraften können.

Lasst euch Beraten, ruf einfach mal eine GKV hier in D an und bitte um Beratung+Berechnung der Beiträge. Auch einen Versicherungsmakler kann man kontaktieren wobei dieser bei einem PKV-Abschluss viel mehr Provision bekomment und daher eher zur PKV raten könnte ...

Kommentar von Mikkey ,

Es tut mir leid, wenn ich Deinen ansonsten richtigen Beitrag korrigieren muss:

  • Der Beitrag zur freiwilligen Versicherung ist in dem geschilderten Fall nur 14,9% (wegen Nicht-Anspruch auf Krankengeld)
  • Der Höchstbeitrag liegt bei ca. 320€, weil das maßgebliche Einkommen durch die Beitragsbemessungsgrenze (bzw. durch deren Hälfte) gedeckelt ist.

Zumindest waren das vor einigen Monaten noch bei uns die Regeln.

Und als Ergänzung: Viele Arbeitgeber stellen sich quer, wenn sie für diesem Beitrag Zuschüsse zahlen sollen - es gibt dazu eine Frage von mir, die ich hier noch verlinke.

Hier isser:

http://www.finanzfrage.net/frage/frage-zum-arbeitgeberzuschuss-kv

Kommentar von Julia23 ,

Kein Grund für Leid: Ich sage Danke für die Ergänzungen und Korrekturen! Und der Fragesteller sicher auch. DH für Dich, Mikkey!

Wenn denn der Höchstbeitrag in einem solchen Fall halbiert wird, wird dann auch der Mindestbeitragssatz halbiert (auch wenn der hier eh nur bei geringen Einkommen unter 1000€ brutto/monatlich zum tragen kommt: rein interessehalber)??

Kommentar von Mikkey ,

Da bin ich auch überfragt, in der Situation war ich glücklicherweise noch nicht. Es wäre aber logisch.

Kommentar von alfalfa ,

Nun, die Beitragshöhe für Freiwiilig Versicherte Personen ist in § 240 SGB V definiert. Somit sind die genannten Mindestbeiträge von 150€ fixiert.

Wie genau die Fälle des § 240 SGB V auszulegen ist, was beitragsfähiges Einkommen ist regelt dieses Papier des GKV Spitzbubenverbands. Ab § 3.

http://www.gkv-spitzenverband.de/media/dokumente/krankenversicherung_1/grundprin...

Kommentar von Larkolas ,

Aber wieso wird der Höchstbeitrag für freiwillig Versicherte halbiert? Das stimmt doch nicht, oder?

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