Frage von Luca12, 90

Private Altersvorsorge und früherer Rentenantritt auf Wunsch?

Hallo, ich bin Jahrgang 78 und habe seit 2006 eine betriebliche Altersvorsorge (Gehaltsumwandlung) laufen. Dieses Geld fliesst also monatlich in eine Fondgebundene Versicherung. Als Laufzeit wurde der Rentenantritt mit Endalter 67 vermerkt. Jetzt habe ich im Nachhinein etwas bedenken wegen zwei möglichen Fällen: 1. Was ist, wenn ich plötzlich ...sagen wir mi 61 Jahren aus gesundheitlichen Gründen die Rente antreten muss? Klar wird die gesetzliche Rentenversicherung entsprechend angepasst laufen, was ist aber mit der privaten Vorsorge? Kann diese nach berücksichtigung der natürliche fehlenden Beitragsjahre nach entsprechendem Nachweis angetreten werden? 2. Was ist, wenn ich mit dem Beispielalter 61 plötzlich...sagen wir kürzer treten will, indem ich nur noch halbe Tage arbeiten gehen möchte? Könnte ich theoretisch schon voher ohne Verluste aber entsprechender Anpassung durch die fehlenden Beiträge bis 67 Jahre meine Bezüge daraus bekommen? 3. Ich aus weiterer Altersvorsorge (Vermietung und Verpachtung) genaug Geld beziehe um mit dem Beispielalter 61 den Hammer fallen lassen zu können. Kann ich in dem Fall auch (obwohl die gesetzlichge Rente noch nicht durch ist) auch schon an meine mögliche versprochene Rente aus der Pilice?

Ich habe meine Beraterin darauf angesprochen. Nach meiner Nachfrage auf meine Beispiele sagte sie mir, dass keine Änderung der Laufzeit nötig sei. Laut meiner Beraterin, kann ich die private Vorsorge nur nach Nachweis der genehmigten gesetzlichen Rente auch antreten ohne Abzüge, außer der entsprechenden Anpassung durch fehlende Beiträge. Ich möchte die Tage mit ihr ein Gespräch darüber führen, will mir aber gern ein wenig Vorwissen mitnehmen, denn mit Ihrer vorherigen Aussage kann ich nichts anfangen. Vielleicht könnt Ihr mir sagen, wie ich es am gescheitesten angehe um die Flexibilität der genannten Beispiele erreichen zu können.

Vielen Dank schon jetzt und einen schönen Tag

Luca

Antwort
von Kevin1905, 57

Was ist, wenn ich plötzlich ...sagen wir mi 61 Jahren aus gesundheitlichen Gründen die Rente antreten muss?

Wenn in der bAV keine zusätzliche BUZ eingebaut war hast du hieraus keinen Leistungsanspruch.

Klar wird die gesetzliche Rentenversicherung entsprechend angepasst laufen

Die gesetzliche Rente interessiert es nicht, ob du berufsunfähig wirst. So lange du nicht erwerbsgemindert bist, hast du auch hier keinen Anspruch.

Kann diese nach berücksichtigung der natürliche fehlenden Beitragsjahre nach entsprechendem Nachweis angetreten werden?

Frühestens mit 60 oder wenn du eine Altersrente der DRV bekommst.

Könnte ich theoretisch schon voher ohne Verluste aber entsprechender
Anpassung durch die fehlenden Beiträge bis 67 Jahre meine Bezüge daraus
bekommen?

Grob gesagt: So lange du keine gesetzliche Rente erhälst, erhälst du auch keine Betriebsrente.

Bei einer Abrufrente wären in jedem Fall Kürzungen hinzunehmen durch die kürzere Laufzeit und die geringeren Beiträge.

Kommentar von betroffen ,

""Frühestens mit 60 oder wenn du eine Altersrente der DRV bekommst."" Die "60" ist, glaube ich, heute nicht mehr so eindeutig.

Siehe:

http://www.bund-verlag.de/zeitschriften/arbeitsrecht-im-betrieb/aktuelles/rechts...

Kommentar von Kevin1905 ,

Es kommt auf die Rechtsgrundlage des Vertrages an und was dort steht. Daher glaube ich den dort geschilderten Fall hier nicht 1 zu 1 übertragen zu können.

Der Arbeitnehmer hat ein unwiderrufliches Bezugsrecht an den durch Entgeltumwandlung aufgebrachten Beiträgen sowie Arbeitgeberbeiträge die 5 Jahre oder älter sind.

Scheidet der Arbeitnehmer vor dem Beginn der Regelaltersrente aus kann er im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen über den Vertrag verfügen.

§ 6 BetrAVG gilt entsprechend.

Antwort
von LittleArrow, 50

... eine betriebliche Altersvorsorge (Gehaltsumwandlung) laufen.
Dieses Geld fliesst also monatlich in eine Fondgebundene Versicherung....wie ich es am gescheitesten angehe....

Es gibt viele verschiedene betriebliche Altervorsorgen und fondsgebundene Versicherungen. Du nennst keine davon. Warum?

Wie wäre es, wenn Du mal "gescheit" in Deine Unterlagen schaust, anstelle hier das große Rätselraten zu veranstalten?


Antwort
von gammonwarmal, 19

Deine Beraterin hat Recht. Die Zahlung der Betriebsrente beginnt immer mit Zahlung der gesetzlichen Rente. Wenn bei Dir der Eintritt mit Endalter 67 vereinbart ist und Du früher in Rente gehst, würde die Betriebsrente entsprechend um 0,3% pro Monat gekürzt.

Erhältst Du eine Erwerbsminderungsrente, wird diese ja vom Rentenversicherungsträger gezahlt. In dem Fall erfolgt, sofern nichts anderes vereinbart, ebenfalls gekürzt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community