Frage von macarone, 19

Private Altersvorsorge mit 32 starten - was ist die beste Option?

Bisher habe ich mir nicht viele Gedanken um Altersvorsorge gemacht, auch weil Job und Finanzen bishe rnicht so gestrickt waren, dass ich etwas zu Seite legen konnte. Nun möchte ich damit anfangen. Ich bin jetzt 32, welche Optionen habe ich und was eignet sich eurer Meinung nach am besten?

Antwort
von Kevin1905, 17

Die beste Option wäre einen von Gesellschaften unabhängigen Versicherungsmakler oder -berater auf Honorarbasis aufzuschen zwecks Bedarfsanalyse und Schichtenvergleich. Suche nach einem in deiner Nähe der auch den Schwerpunkt auf der Altersvorsorge hat.

Die falsche Strategie bringt oft irreparable Schäden im Bezug auf verschenkte Rendite.

Ich warte auf den Post von Niklaus, der wird hier Details zu liefern.

Antwort
von consteind, 16

Hallo, Altersvorsorge heist, du brachst Geld im Alter zum Leben. Es wird zu viel auf den Begriff Rentenversicherung(Riester, Rürup, BAV) Wert gelegt. Die Vorteile und Nachteile dieser Produkte sollte dir bei der Auswahl unabhängig erläutert werden. Es muss zu dir passen und "optimal" für dich Gewinn machen. Egal was du zum sparen nutzt es muss immer mit der Wertentwicklung über der Inflation(ca. 2,5% p.a.) liegen. Zur Zeit sind Anlage mit festen Zinsen nicht geeignet. Je nach Risikoneigung ist langfristig eine moderne flexible Altersvorsorge eine Möglichkeit. Durch die angebotenen Anlagemöglichkeiten von verzinst(z.Z. 2%), unterschiedliche Vermögensverwaltungen bis hin zu Fonds aller Anlageklassen, kann immer auf wirtschaftliche Situation die passende Anlage gewählt werden. Da es im Versicherungsmantel ist, sind alle Anlagewechsel kostenfrei. Weiter hin erlauben die moderne AV auch Geldentnahme, Beitragsferien, Beitragsausseztzung, Zuzahlungen und erst im Alter bestimmen, was mit dem Geld geschehen soll(Rentenoption). Wichtig, alles muß für dich immer transparent einsehbar sein und der Berater sollte dich dabei unterstützen. Wenn du der Meinung bis, ich schließe ein Prudukt zur Altersvorsorge ab und die Versicherung wird das schon machen, dann brachst du dich nicht wundern und schimpfen wenn es am Ende doch nicht so "Pralle" ist. Lerne auf dein Geld aufzupassen und du wirst Erfolg haben. Viel Glück Gruß consteind

Antwort
von jsch1964, 14

Gleich wird hier noch Niklas antworten und mit seinen Hinweisen zum Schichtenvergleich wichtige Informationen liefern.

Diesen Punkt überspringe ich also und komme gleich zum Kern der Sacche: Für Dich ist auf jeden Fall wichtig, zum Zeitpunkt X = Rentenbeginn, eine möglichst große Summe zu sparen. Dafür scheiden inzwischen leider im großen und Ganzen alle Angebote der Versicherungen aus, incl. Riester-geförderte Verträge. Evtl. kann man noch darüber diskutieren, ob eine Vorgehensweise, die den Arbeitgeber mit-einbindet, in Frage kommt (Stichwort: BAV). Das lohnt sich eigentlich fast immer, obwohl es meistens mit einer Versicherung im Hintergrund durchgeführt wird.

Ansonsten wäre mein Rat, anderweitig zu sparen. Ob in offene oder geschlossene Fonds ist eigentlich egal, letztendlich zählt, was hinten rauskommt. Und das ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit deutlich höher, als das, was bei Versicherungen zu erwarten ist. Außerdem hast Du dann noch 35 Jahre Zeit für die Entscheidung, wer Dir aus dem so angesparten Kapital Deine Rente zahlen soll, und Du musst Du die so erzeugte Rente auch noch geringer besteuern, als z.B. Renten aus geförderten Produkten, wie Riester oder Rürup.

Such Dir also einen Berater Deines Vertrauens, wenn Du keinem traust, dann nimm vielleicht einen von denen, die hier immer antworten, und sprich mit dem das Ganze in Ruhe durch.

Kommentar von Candlejack ,

Da habe ich die letzten Tage mal ein Lob ausgesprochen und schon machste wieder 180Grad.

Aktuelle Rentenversicherungen sind heute nichts weiter als Fondssparpläne im Versicherungsmantel, dafür jedoch flexibler, bei gleichen Ergebnissen steuerlich besser als Fondssparpläne und derzeit sind Versicherungen auch noch die einzige Vorsorgeform, die eine lebenslange Rente generieren kann. Jopi Heesters hat sich gefreut ;-)

Private Renten werden übrigens mit Ertragsanteil besteuert, da reden wir also oft (zumindest im Osten) von keiner Steuerbelastung bei Rentnern.

Kommentar von jsch1964 ,

Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass ich das Ganze in zwei Bereiche unterteilt habe: Die Ansparphase und die Rentenphase.

Ich bleibe dabei, dass man anderweitig bis zum Zeitpunkt X eine größere Summe ansparen kann, als bei einer Versicherung. Selbst wenn es dieselben Fonds mit denselben Zinsen wären, in die investiert wird, kommen bei der Versicherung nur ca. 80 - 85% im Fonds an, wenn man selber spart aber 95 - 100% (je nach Ausgabeaufschlag). Diese 10% mehr machen auf die Dauer einen gehörigen Unterschied aus und fressen den Steuervorteil ebenfalls auf..

Beispiel: Einzahlung 200,- Euro monatlich, 30 Jahre, Annahme: Beim selber Sparen gehen 95% in den Fonds, bei der Versicherung 85%. Zins: 3,5%. - Dann kommen beim selber Sparen ca. 121.000,- (4,5% = 144.000,-) heraus, beim Versicherungssparen aber nur ca. 108.000,- Euro (4,5% = 129.000,-). Das alleine macht (Stand heute) einen Unterschied von monatlich 50,- Euro bei der garantierten Rente aus. Dazu kommt, dass man, einen vernünftig arbeitenden Berater vorausgesetzt, beim selber Sparen höchstwahrscheinlich deutlich bessere Renditen erzielt und somit die Diskrepanz noch wesentlich größer ausfallen wird.

Mir fallen auf jeden Fall sofort mehrere Möglichkeiten ein, bei denen man zinsmäßig besser liegen würde. Die so angesparte Summe kann man sich zu jedem Zeitpunkt auszahlen und dann z.B. von einer Versicherung in eine lebenslange Rente umwandeln lassen, wenn man das denn will.

Wenn man dann noch in Betracht zieht, dass die allermeisten Rentenversicherungsverträge es nicht bis zum Auszahlungszeitpunkt schaffen, sondern vorher aufgelöst werden - mit den bekannten Verlusten für die Sparer, dann scheiden solche Konstrukte als "Sparmöglichkeit" völlig aus.

Kommentar von Candlejack ,

Ich rechne das regelmäßig für Kunden aus: Fondssparplan mit Depotgebühr und AA mit 8% und Fondsrente mit 8%. Da halten sich die beiden schon recht gleich. Aber während der eine dann in die rentenphase geht, macht der andere entweder ne Auszahlphase bis 0,00 oder muss für dieses Geld ebenfalls ne Rente kaufen und kommt damit durch AGS schlechter als die Fondsrente.

Bei reinen Fondsrenten ohne Risikobausteine kommen nicht nur 80% an. Die Rechnung kann ich grad nicht nachvollziehen, muss ich aber auch nicht.

Eine aktuelle gute Fondsrente ist ein Fondssparplan im Versicherungsmantel und kann bis zu 20 Fonds enthalten (kriegst Du im Fondssparplan gar nicht hin) oder eben aktive Dachfonds und ich habe noch keinen Kunden erlebt, der selbst mehr Rendite machte als eine ordentliche Fondsauswahl.

Eine Rentenversicherung sollte natürlich auch bis zur Rente durchgehalten werden, das ist der Plan ! Wenn Du Dir einen Diesel kaufst und ihn wieder abstößt, bevor sich das amortisiert hat, machst Du auch miese. So ist das Leben. Eine Rentenversicherung ist eben kein Sparbuch, sondern eine Altersvorsorge. Wer zugreifen muss, soll sich Sparbücher und Tagesgelder anschaffen, aber keine Fondsrente !

Kommentar von jsch1964 ,

Was Du schreibst, klingt sehr nach FriendsProvident. Dazu hast Du meine vollste Zustimmung. Extrem niedrige Kosten und eine sehr gute Fondsauswahl - das ist tatsächlich auch mein Favorit und einer der ganz wenigen Anbieter, bei denen ich selber noch eine Rentenversicherung abschließen würde.

Für deutsche Rentenversicherungen gilt aber das weiter oben gesagte. Link: http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/geld/sendung/br/28092013-2-1...

Kommentar von Candlejack ,

FriendsProvident sagt mir überhaupt gar nichts. Darum kann es also nicht gehen ;-) Aber Du siehst, dass es scheinbar nicht nur das eine Lohnende im Markt gibt und es auch weitere Anbieter gibt, bei denen man Vorsorge machen kann.

Du willst einen Link zu deutschen Rentenversicherungen geben und gibts mir einen zu Kapitalleben ? Ich würde nie eine Kapitalleben machen, habe aber Rentenversicherungen. Das sind zwei grundverschiedene Dinge auf der allerdings gleichen Basis. Das wäre aber, als würdest Du Schafe meiden (hell, fell, vier Beine, blökt), weil Du keine Ziegen magst ;-)

Antwort
von betroffen, 16

Gegenfrage: Wieviel Kleinkinder hast du/ihr und wieviel Kinder werden noch kommen?

Ist die Antwort "Null" ist auch der Rat zur Riesterrente Null!

Private Rentenversicherungen garantieren zur Zeit (wegen der schlechten Finanzlage) nur 0,9% Nettorendite. Das kannst du im Moment wegen der Inflation vergessen...

Wenn du den Freistellungsauftrag für Sparzinsen noch nicht ausgeschöpft hast, lege Geld auf die Bank. Aber maximal die Hälfte langfristig. Wenn du noch kein Eigentum (Haus/Wohnung) hast, spare erst mal dafür.

Kommentar von Niklaus ,

Sorry das ist doch nur Halbwissen. Was ist den wenn der Fragesteller sehr gu verdient. Dann hat er auch ein sehr hohe Förderquote auch ohne Kinder.

Kommentar von Candlejack ,

Wir brauchen endlich mal Berater und Ratgeber, die nach (12 !!!) Jahren Riesterrente sich endlich mal selbst informiert haben, statt irgendwelches Halbwissen nachzuquatschen. Oder die aus eigener täglicher Berechnung und Erfahrung wissen, dass bei Kinder 0 nicht auch automatisch Riester 0 ist.

Ich treffe heute noch immer Berater beim Kunden, die nach all den Jahren immernoch behaupten, dass man Riester bis auf 30% nicht einmalig auszahlen lassen kann, unter keinen Umständen. Setzten, 6, sage ich da mal !

Kommentar von Niklaus ,

Der Antwortgeber ist kein Berater.

Kommentar von Candlejack ,

... und Ratgeber

Ich dachte, dass hier Fachleute antworten sollen, die auch wissen, wovon sie reden. Berater hin oder her. Jedes erdenkliche Hörensagen wird schon überall gequatscht...

Antwort
von GeorgeAvard, 14

Zu alt um mit der Altersvorsorge anzufangen ist man praktisch nie, die Konditionen werden nur schlechter. Ich würde Dir raten dich mit einer Riester Rente mal genauer zu befassen, die ist immernoch erste Wahl bei de rprivaten Altersvorsorge, wenn Beiträge bis ins Rentenalter gezahlt werden können und man richtig Gebrauch von den Zulagen macht.

Antwort
von Candlejack, 11

Bisher habe ich mir nicht viele Gedanken um Altersvorsorge gemacht

An dem Klischee scheint was dran zu sein, dass junge Leute erst ab Mitte 30 drüber nachdenken. Schade, schon 10 Jahre Zinseszinszeit verschenkt.

auch weil Job und Finanzen bishe rnicht so gestrickt waren, dass ich etwas zu Seite legen konnte.

Das erinnert mich an "das deutsche Dilemma", hab ich regelmäßig bei Kunden mit. Im Grunde ist nie die richtige Zeit, um was zur Seite zu legen ;-)

welche Optionen habe ich und was eignet sich eurer Meinung nach am besten?

3 Schichten, 3 Förderungen, mehrer Durchführungswege und DEINE Vorstellungen, Wünsche... das kann man unmöglich alles hier erklären oder abklären. Dazu brauchts ein Beratungsgespräch. Was sich am besten eignet ? Welches Auto ist für Dich das beste ? Das ist meist das Konzept, dass am besten auf Dich, Deine Situation und Deine Vorstellungen passt, manchmal auch mehrere Bausteine. DAS beste gibts nicht und den besten Weg gibts auch nicht mehr, die Zeiten sind vorbei.

Antwort
von Frei123, 10

ich würde mich nach Fondssparplänen umsehen. In dem Alter hat man noch sehr lange Zeit und man kann über Jahre Vermögen in Fonds einzahlen und diese lange liegen lassen.

Der Haken an der Sache: die richtigen, guten, passenden Fonds finden. Dazu benötigt man gute Beratung.

Antwort
von Niklaus, 11

Eine eigene Altersvorsorge ist unbedingt erforderlich. So früh wie möglich damit anfangen. Denn Vermögen=Zeit x Geld. Mit dem richtigen Zeithorizont wirkt der Zinseszins am effektivsten.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Denn es ist ein großer Unterschied, ob man von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Kommentar von GAFIB ,

Nachdem ja zwei Mit-Kommentatoren schon "sehnsüchtig" auf den Schichtenrechner-Hinweis gewartet haben, muss ich doch mal ein wenig Wasser in den Wein giessen:

Ich kenne all diese Schichtenrechner, sie sind auch toll als Moment-Aufnahme. Nur: Die Ergebnisse stimmen nicht mehr, sobald sich politische Änderungen ergeben (sehr wahrscheinlich!) oder sich die Familien- oder Berufssituation ändert (noch wahrscheinlicher, gerade bei Berufsstartern).

Damit sind die ganzen schönen Rechenergebnisse insbesondere eines: Zweifelhaft und wenig aussagekräftig! (vielleicht aber gut als Verkaufshilfe?).

Mein Umgang mit der Problematik:

Vorsorge-Instrumente wählen, die große Flexibilität erlauben und wahrscheinliche Änderungen in der Familien-/Berufssituation AKTIV einblenden.

Kommentar von Niklaus ,

Ich weiß nicht ob du meinen Schichtenrechner kennst, auch wenn du behauptest das du alle kennst. . Denn meiner ist nicht von einem Finanzdienstleister oder einer Versicherung.

Schichtenrechner, sie sind auch toll als Moment-Aufnahme.

Diese Aussage enttäuscht mich allerdings. Sind nicht alle Entscheidungen, die wir treffen Moment-Aufnahmen. Wir können all unsere Entscheidungen immer nur nach dem hier und jetzt treffen. Niemand kennt die Zukunft und ich denke das ist gut so. Deswegen sind die Entscheidungen die wir heute unter größtmöglicher Wahrscheinlichkeit treffen auch immer richtig. Morgen könnte die Entscheidung schon wieder eine andere sein, weil sich vielleicht die Kriterien für unsere Entscheidung geändert haben.

Der Schichtenvergleich dient zur Entscheidungsfindung. Er gibt dem Vorsorgewilligen eine klare Übersicht über alle 3 Schichten der Altersvorsorge und der Altersvorsorgeformen die möglich sind. Er zeigt dem Vorsorgewilligen, welche Möglichkeiten, welche Förderungen und welche Vor- und Nachteile jeder Schicht und jede Form für ihn hat. eine Schichtenvergleich dient also letztendlich nur um eine Entscheidung zu finden. die Entscheidung muss jeder für sich treffen.

ich habe gerade eine gutes Beispiel. Kunde ist verheiratet, verdient gut, es kommt das erste Kind. BAV bereits vorhanden. Der Kunde entscheidet sich für einen Aktienfondssparplan und nicht für einen geförderten Riestervertrag und das obwohl der Schichtenvergleich im den Riestervertrag als optimal ermittelt hat..

Kommentar von Niklaus ,

Ich höre von überall, man muss ein Vorsorgeart finden mit großer Flexibilität. Nenne mir eine außer einem Fondssparplan. Der natürlich auch zu den Vorsorgeformen in Schicht 3 gehört.

Kommentar von GAFIB ,

Zum Vermögensaufbau reichen Aktien(fonds), Anleihen(fonds) und Immobilien(fonds) auch meist aus. Mehr ist im Prinzip nicht nötig. Ob es Sinn macht, diese Assets in einen (teuren) Versicherungsmantel zu stecken, ist sehr die Frage.

Bei Versicherungsprodukten halte ich Privatrenten und Riesterrenten ebenfalls noch für relativ flexibel.

Kommentar von Niklaus ,

Wirklich flexibel sind nur Investmentfonds. Allerdings sind diese nicht gefördert und haben leider eine ungerechte Besteuerung. Geförderte wie ungeförderte Versicherung sind wirklich flexibel. Trotzdem können sie für die Menschen richtig sein.

Kommentar von Niklaus ,

Geförderte wie ungeförderte Versicherung sind wirklich flexibel

Es soll heißen

Geförderte wie ungeförderte Versicherungen sind nicht wirklich flexibel

Antwort
von GAFIB, 11

Eine Riesterrente lohnt sich primär beim Vorhandensein bestimmter Voraussetzungen, es gibt diese aber, vgl. Link.

Betriebliche Altersvorsorge lohnt meist nur, wenn der Arbeitgeber Beiträge zuschiesst. Die Notwendigkeit von Arbeitgeberbeiträgen ergibt sich aus der vollständigen Verbeitragung von Direktversicherungsrenten zur GKV/PV in der Rentenphase.

Als Basis-Investment würde ich eine Aktien-orientierte Anlage (gobale Aktienfonds bzw. ETFs) sehen (ca. 60-70% Anteil), da der Anlagehorizont vermutlich langfristig ist. Für den Rest der Anlage von ca. 30-40% bietet sich ein gutes Tagesgeldkonto bei einer Direktbank an.

Diese Struktur ist in vielen Fällen geeignet, eine individuelle Prüfung der (Familien-)Ziele, der Risikobereitschaft bzw. des Geldbedarf für evt. Anschaffungen ist dabei zu beachten.

http://www.finanzfrage.net/tipp/lohnt-sich-ein-riestervertrag-eher-als-eine-priv...

Kommentar von Candlejack ,

Selbst wenn der AG keine Beiträge zuschießt, kann die bAV aufgrund Brutto/Netto eine sehr lohnende Vorsorge sein.

Kommentar von Niklaus ,

Kann, muss aber nicht. Ich weiße ausdrücklich auf die hohe Steuerbelastung und die KV-Beiträge hin, Dadurch wird eine wesentlich höher Bruttorenten benötigt, um die Versorgungslücke (Nettorente) zu decken. Das gibt es aber nicht kostenlos. Es kostet mehr Ansparbeitrag.

Kommentar von GAFIB ,

Im Link ein wenig mehr Hintergrund. Eine Brutto-/Netto-Betrachung ist selbstverständlich die Basis.

In der Ansparphase (Ph 1) lassen sich tatsächlich erhebliche Steuerersparnisse sowie Soz.abgabenersparnisse erzielen - kein Zweifel.

In der Auszahlungsphase erfolgt die (volle) nachträgliche Besteuerung - noch kein Problem, diese wurden ja auch gespart in Ph 1. Aber: Für GKV-Versicherte erfolgt nun die volle Verbeitragung zur KV/PV (derzeit bereits 17,6% bei klar steigender Tendenz), während in Ph 1 nur der AN-Anteil gespart wurde von derzeit 9,2%.

Die negative Differenz von mind. 8,4% ist schwer kompensierbar - Arbeitgeberzuschüsse oder günstigere Gruppenverträge sind meist notwendig dazu.

http://www.finanztip.de/tip/finanzen/direktversicherung.htm

Kommentar von Niklaus ,

Was allerdings in keine Berechnung eingeht, ist die Tatsache, dass für die umgewandelten Beiträge keine Rentenversicherungsbeiträge in die gesetzliche Rente gehen. Letztlich wird dadurch auch die gesetzliche rente gemindert.

Kommentar von Candlejack ,

Natürlich wird sie das, habe ich zu meinen aktiven bAV-Zeiten auch immer so beraten, aber der Rentenverlust ist doch ein kleiner Fliegenschiss gegenüber dem Gewinn zur die bAV.

Antwort
von tommy06, 9

Schon mal interessant die ganzen Antworten zu lesen, ob Sie aber konkret dem Fragesteller weiterhelfen ?

Kann auch nicht funktionieren, da der Fragesteller null Hintergrundinformationen von sich preisgibt (bis auf sein Alter). Vor allem immer die Suche nach dem "besten", was es nicht geben kann, da jeder für sich den Begriff "am besten" anders definiert.

Wir werden uns immer im Quadrat Sicherheit, Risiko, Rendite und Verfügbarkeit bewegen und, egal wofür man sich entscheidet, Kompromisse eingehen müssen.

Dieses Forum kann keine persönliche Beratung ersetzen, wie auch.

Das einzige was man dem Fragesteller mitgeben, und was er aus den Antworten auch herauslesen kann ist der gute Ratschlag, sich selbst mit der Materie zu beschäftigen und dann eine seriöse Beratung aufzusuchen.

Antwort
von Underfrange, 9

Diese Frage stellt sich in jeder Beratung neu. Zunächst solltest du dir einen unabhängigen Berater suchen der deine Situation analysiert und deine Pläne für die Zukunft erfahren sollte. Dann kann er dir Tipps geben und Erfahrungen weiter geben. Die Universallösung wird es nicht geben weil keiner in die Zukunft schauen kann. Grundsätzlich bleibt aber dass du deine Altersvorsorge auf keinen Fall auf eine Karte setzen solltest. Teile deine Investitionen auf. Sorge für Sicherheit (Versicherung) und nutze die Chancen des Marktes (vielleicht Fonds oder Aktien) vergiss aber nicht die Sachwerte die bei einer Inflation oder Währungsreform ein Minimum an Rente sicherstellen können auch wenn alle anderen Wege keine Ergebnisse bringen. Bitte suche dir einen unabhängigen Versicherungsberater, Versicherungsfachmann oder Unternehmensberater und lasse dich beraten. Bei diesem Thema selbst zu basteln ist wie eine Eigendiagnose und Selbstbehandlung bei einer Erkrankung. Du bist kein Arzt, also gehe zu einem Fachmann. Bist du kein Vorsorgespezialist, dann gehe bitte zu einem Experten. Viel Erfolg.

Antwort
von NasiGoreng, 8

Kaufe regelmäßig ein paar gute Aktien, oder, wenn Dir das zu kompliziert und aufwendig ist, Anteile eines guten und international anlegenden Aktien- oder aktienlastigen Mischfonds.

Vergiss nie, dass die weltweite Staatsverschuldung früher oder später durch die inflationäre Entwertung aller Geldforderungen (Guthaben, Anleihen, Pensionszusagen, Versicherungsansprüche) gelöst wird.

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