In der Zeitung stand, dass die Lebenshaltungskosten in Deutschland während der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 nur um 0,4 % gestiegen sind. Ist es immer so, dass die Preise nur gering steigen, wenn es der Wirtschaft schlecht geht?
In der aktuellen Finanz- u. Wirtschaftskrise ist es für die Unternehmen erschwert, ihre Waren zu verkaufen, deshalb gibt es Preiszugeständnisse und die Inflationsrate ist gering. Außerdem hat auch der Staat gegenwärtig großes Interesse an niedriger Inflation, weil er für seinen großen Kreditbedarf niedrige Zinsen will, die bei hoher Inflation nicht möglich wären. Bei anderen Wirtschaftskrisen waren die Verhältnisse nicht immer vergleichbar, so dass es auch andere und zum Teil viel schlimmere Probleme gab als heute.

Nein, das kann auch mal anders sein, aber typischer Weise gibt es bei so schweren Krisen deflationäre Tendenzen.
Bei der anderen große Krise 1929, gab es eine echte Deflation, die dann in die Depression mündete.
Das wurde ja diesmal verhindert.
Ein anderes Beispiel war nach dem ersten Weltkrieg (unter wirtschaftlich völig anderen Vorzeichen), eine zerstörte Wirtschaft, geschwächt durch demontagen, als der Staat zur Deckung der Kriegsschulden die Geldmenge extrem erhöhte udn die Krise wiederum in eine Inflation mündete.
Auf den Punkt gebracht würde ich sagen, Die Leute haben weniger Geld in der Tasche und überlegen sich jede Anschaffung doppelt. Zurück gehende Nachfrage drückt die Preise.