Frage von Bankmillionaire,

Preisbildung durch Angebot und Nachfrage

Was ist der primäre Grund für einen Preisanstieg bei erhöhter Nachfrage?

Ist es die Tatsache, dass Anbieter mehr für ihre Produkte verlangen können, um so den Nachfrageüberhang mit einem erhöhten Preisniveau zu kompensieren, ähnlich wie bei einer Auktion? Das hätte allerdings wieder einen sinkenden Preis zur Folge, da mehrere Anbieter nun dieses Produkt anbieten. Langfristig gesehen müsste so das Preisniveau doch konstant sein oder etwa nicht?

Oder ist der primäre Grund für einen Preisanstieg bei erhöhter Nachfrage das Gesetz des abnehmenden Grenzertrages?

Vielen Dank schon im Voraus :)!!

Support

Liebe/r Bankmillionaire,

bitte keine Hausaufgabenfragen stellen, da diese gegen die Richtlinien verstoßen.

Herzliche Grüsse

Jürgen vom finanzfrage.net-Support

Antwort
von gandalf94305,

Du kannst Dir das wie bei einer Auktion vorstellen, d.h. jemand bietet ein Wirtschaftsgut zu einem gewissen Preis an und die Nachfrager werden ihre Gebote als Kaufpreis einstellen.

Das Gebot bestimmt also die Wahrscheinlichkeit, daß man zum Zuge kommt, denn jemand mit einem höheren Gebot wird zuerst bedient. Also werden bei knappen Gütern die Käufer tendentiell mehr bieten, um eher zum Zuge zu kommen (sprich: die Käufer sind bereit, mehr Geld als normal für ein Gut auszugeben).

Jedoch können dann auch die Anbieter natürlich das Preisniveau erhöhen, da sie wissen, daß der Absatzmarkt bis zu einem gewissen Bereich aufgrund der engen Angebotslage folgen wird.

Steigt der Preis allerdings so an, daß nun auch zuvor unrentable Produzenten noch eine sinnvolle Marge erwirtschaften können (siehe Öl und Gas), dann drängen an diesem Punkt mehr Anbieter auf den Markt, die früher eine Sättigung erreichen können. Also wird der Preis hier leicht fallen oder stagnieren.

Sinkt die Nachfrage aufgrund einer Sättigung des Marktes mit einem Gut, dann sind weniger Käufer im Markt, d.h. für einen profitablen Absatz müssen Anbieter auch niedrigere Preise akzeptieren. Der Preis fällt.

Das kann jedoch auch dazu führen, daß Anbieter, die dann nicht mehr profitabel arbeiten können, aus dem Markt geschüttelt werden (siehe Halbleiter-Industrie). Das führt zu einem engeren Markt und damit zu wieder steigenden oder zumindest stagnierenden Preisen.

Das Gesetz vom abnehmenden Grenzertrag würde ich hier nicht sehen, da es eigentlich eher um Marktzusammenhänge geht und nicht um Produktionszusammenhänge.

Das Equilibrium ist nicht konstant, sondern ändert sich mit den saisonalen Gegebenheiten, Zyklen der Lagerhaltung, Verbrauchergewohnheiten, aber auch mit Spekulationen.

Antwort
von mbb84,

Ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass durch einer erhöhte Nachfrage eine Verknappung des Produkts der Grund für eine Preissteigerung ist. Meines Erachtens nach liegt das daran, dass die verfügbaren Absatzmengen nicht immer direkt an einer erhöhte Nachfrage angepasst werden können.

Kommentar von Bankmillionaire ,

Das klingt plausibel :)

Antwort
von billy,

Die Preisbildung regelt sich durch den Preismechanismus „Angebot und Nachfrage“ ist hier sehr gut beschrieben. http://de.wikipedia.org/wiki/Preisbildung#Preisbildung_durch_Angebot_und_Nachfra...

Antwort
von Sobeyda,

Besorg' Dir ein VWL-Buch, da kannst Du das nachlesen, wie es in der Theorie läuft. Auf einem vollkommenen Markt werden sich Angebot und Nachfrage genau dort einpendeln, wo das Angebot genau der Nachfrage entspricht. Oder wo sich Angebots- und Nachfragekurve kreuzen. Mittels einer simplen Kurvendiskussion kann man zeigen, dass dann der Gewinn am größten ist.

Für unvollkommene Märkte - die in der Realität die Regel sind - sieht die Sache leider anders aus. So kann z. B. die oligolpolistisch orgnisierte Mineralölindustrie den Benzinpreis zu ihren Gunsten beeinflussen, was volkswirtschaftlich keinen Nutzen bringt, in der theorie aber sehr interessant ist.

Das Gesetz des abnehmenden Grenznutzen gilt nicht allgemein, sondern nur z. B. bei neoklassischen Produktions- bzw. Nutzenfunktionen.

Kommentar von Bankmillionaire ,

Hey Sobeyda :), Dankeschön hast du vl einen Tip für ein gutes VWL Buch? LG

Kommentar von Bankmillionaire ,

Hey Sobeyda :), Dankeschön hast du vl einen Tip für ein gutes VWL Buch? LG

Kommentar von Sobeyda ,

Das Standardwerk ist von Mankiw "Grundzüge der Volkswirtschaftslehre". Ich kenne das Buch nicht, habe aber gehört, dass die sehr mathelastige VWL dort anschaulich erklärt wird.

Antwort
von Tritur,

Wo der Wettbewerb funktioniert, führt eine erhöhte Nachfrage erst mal zu einer Preiserhöhung. Die höheren Margen locken weitere Anbieter auf den Markt und die Preise fallen wieder auf das Ausgangsniveau oder sogarv darunter. Bei Smartphones konnte man das in den letzten Jahren wunderbar beobachten.

Wenn steigende Nachfrage zu anhaltend höheren Preisen führt, dann ist dass immer ein unvollkommener Markt.

Unvollkommen ist ein Markt, wenn es z.B. hohe Markteintrittsbarrieren gibt, wenn die Preise staatlich reglementiert werden, wenn es sich um nicht reproduzierbare Güter handelt, wenn die erforderlichen Rohstoffvorkommen immer teurer zu erschließen sind, wenn die Nachfrage nach zusätzlichen Arbeitskräften nur durch höhere Löhne zu decken ist u.s.w.

Leider sind unvollkommene Märkte die Regel.

Antwort
von Privatier59,

Eine Hausarbeit? HöHa, BWL oder VWL?

Kommentar von Bankmillionaire ,

eher volkswirtschaftlich gedacht ;)

Antwort
von Tina34,

wir sind immer noch nicht für Nachhilfe und Hausaufgaben zuständig!!!!

Es nervt - lernt gefälligst selber zu denken !

Habe die Frage mal beanstandet!

Kommentar von Bankmillionaire ,

Hallo Tina34 , das ist keine Nachhilfe oder Hausaufgabe, mich interessiert es einfach..wenn du dameit nicht klarkommst ist das dein Problem. Musst es ja nicht lesen wenns dich so ankotzt. Nimm dir ein Beispiel an Sobeyda. Ich respektiere dich und du mich okay ;)!!

Kommentar von markm ,

Es nervt Sie ziemlich oft und viele Sachen, liebe/er Tina34. Vielleicht sollen sie sich einen Atzt aufsuchen? Nur zu Ihrem Besten.

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