Frage von freiSein, 19

Pkw im Betriebsvermögen. Wie am besten nachweisen, dass man mehr als 50% dienstlich fährt?

angeblich sind die Finanzämter beim Thema Freiberufler und Pkw im Betriebsvermögen sehr hellhörig. Es können Nachweise verlangt werden.

Ich fahre mehr als 50% dienstlich (Freiberufler). Wie kann ich am besten nachweisen, dass die Quote stimmt? Ich führe kein Fahrtenbuch.

Wie weist man das nachträglich am besten nach, sollte so eine Frage kommen bei einer Steuererklägung/ Prüfung?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wfwbinder, Community-Experte für Absetzbarkeit, 16

Ohne Fahrtenbuch kein Beweis, sondern nur Annahmen.

Das ist nun mal so. aber die andere Frage, warum willst Du über 50 % nachweisen?

Wenn Du den wagen im BV haben willst reichen theoretisch 10 %, denn nur unter 10 % betrieblicher Nutzung ist der Wagen zwingen Privatvermögen.

Ab 10 % bis 50 % kann man den Wagen zu gewillkürten BV machen und so trotzdem die vollen Kosten abziehen. muss aber natürlich nach der 1 % Regelung den Privatanteil versteuern.

Kommentar von freiSein ,

ich fahre ja mehr als 50% beruflich. Aber ich bin in Sachen Protokoll nachlässig.

Ich würde zur Vereinfachung die 1%-Regelung wählen für den Privatanteil.

Ich denke, ich werde in Zukunft meine Termine genauer notieren. Dann kann ich daraus die Fahrten ableiten. Ein Fahrtenbuch werde ich nicht lückenlos führen - das weiss ich.

Kommentar von wfwbinder ,

Wie schon geschrieben, wenn der Wunsch besteht das Auto im BV zu haben, müssen nur 10 % sicher betrieblich sein, das reicht dann.

Kommentar von freiSein ,

dann lasse ich mich überraschen. Ich führe Terminlisten und habe nun eine km-Aufstellung für letztes Jahr erstellt (kein Fahrtenbuch). Damit ergibt sich eine Quote von 70% beruflichen Fahrten.

Zur Pauschalierung des Privatanteiles setze ich die 1%-Regelung an.

Antwort
von hambre, 14

letztlich geht das nur über ein Fahrtenbuch.

Antwort
von imager761, 12

Den Nachweis kannst du aber nur mit lückenlos handschriftlich geführtem oder manipulatuionssicherem, irreversiblem elektronischem GPS-Fahrtenbuch erbringen :-O

Andernfalls kannst du sie überhaupt nicht geltend machen :-(

G imager761

Kommentar von freiSein ,

das wiederum glaube ich nicht. Aber es wird sich zeigen, ob es so ist.

Ich habe über Jahre einen Pkw im Privatvermögen mit 30 Cent/ km abgerechnet. Hier wurde auch nicht gefragt nach Nachweisen.

Deiner Aussage zufolge wäre das ja dann auch nicht möglich, wenn ich nicht GPS-genau protokollieren würde. Dann müsste auch jeder Festangestellte, der mehr als 4.500 Euro p.a. ansetzt für die Entfernungspauschale akribisch genau eine Aufstellung führen.

Ich denke, Aufzeichnungen ja, aber Fahrtenbuch?

Mal sehen!

Kommentar von freiSein ,

ich stelle mir gerade die Frage, was denn passiert, wenn Fehler im Fahrtenbuch festgestellt werden - was ja oft der Fall ist.

Ist dann alles nichtig und man sagt, dass es überhaupt keinen berufl. Anteil gibt?

Ich denke, es gibt eine Grauzone. Kläre ich erneut mit dem StB.

Antwort
von vulkanismus, 10

Wenn Du kein Fahrtenbuch führst, ist ja Deine Behauptung jetzt schon unglaubhaft.

Solch elementaren Fragen stellt man sich rechtzeitig.

Wenn nicht, so ist der Beweis wieder einmal erbracht, dass nicht jeder Selbständige selbständig ist.

Jetzt hast Du nur noch die Möglichkeit, dem Finanzamt gegenüber was auch immer glaubhaft zu machen.

Kommentar von freiSein ,

so blank bin ich nicht. Ich habe Terminaufzeichnungen und damit auch die Fahrten, die damit zusammenhängen. Das ist eine mühsame Fingerarbeit, hier die km zu ermitteln. Und den km-Stand Anfang und Ende des Jahres habe ich auch.

Damit kann man ermitteln, was beruflich gefahren wurde und über die Gesamt-km den Privatanteil ermitteln.

Ich habe nur keine tagesgenaue Aufzeichnung der km-Stände, aber eine Aufsummierung der km durch die Termine, die ich notiere.

Das wäre m.E. ein Beweis, wenn es auch kein Fahrtenbuch ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community