Frage von Sommer100,

PKV hat fristlos gekündigt !!! Bitte Helfen ....

Ich brauche bitte Eure Hilfe - aber bitte " keine dummen Kommentare".

Meine PKV hat mich fristlos gekündigt, Grund ist das sie bei meiner GKV an Anfrage gemacht haben. Dabei haben Sie gesehen, dass ich in 2010 4 Wochen Krank war. Und diese nicht angeben hatte. Allerdings - war ich nicht krank - es war eine Spannungssitutation auf der Arbeit und Familie, dadurch bedingt ein Unwohlsein. Das dumme ist, dass der Arzt damals irgendwie Kreislaufbeschwerden etc. als Grund angeben hat...... Ich hatte aber keine Kreislaufbeschwerden und war echt nicht krank..... meinem Versicherungsberater hatte ich das ganz am Anfang erwähnt, er sagte nur, dass wir das reinschreiben brauchen, weil ich ja keine Krankheit hatte .... so jetzt darf ich alles ausbaden... Das mein Berater es damals wusste, kann ich natürlich nicht beweisen...

Habe , um sicher zu gehen, bei einer anderen PKV , die Aufnahme in den Basistarif beantragt....

Ich habe jetzt ein Schreiben, von dem damaligen Arzt , in der er bestätigt, das die Anfangsdiaognosen sich nicht bestätigt haben, und ich ohne medikamente wieder nach den 4 Wochen voll arbeitsfähig war. Ich war vor 6 Moanten sogar beim Kardiologen zum Check uP. auch alles OK. habe alles eingereicht, trotzdem hat mich die PKV gekündigt.

Jetzt meine Frage:

Soll ich parallel zum Rechtsanwalt gehen und klagen (habe Rechtsschutz) ? Ok, ich hätte es im Antrag erwähnen müssen, aber ich habe die Bestätigung vom Arzt plus Kardiologen, dass alles OK ist.

Ich vermute der wahre Grund ist, dass ich zuviele Kosten verursacht habe, aber alles zum Glück alles OK , ohne Befund.

Vielen Dank für eure Hilfe

Antwort
von Primus,

Wenn die Versicherung wegen nicht gemachter Angaben kündigt, so ist dieses grundsätzlich an gesetzliche Vorgaben gebunden.

Die Regelungen dazu ist zu finden in § 19 VVG:

Also kannst Du davon ausgehen, dass eine Klage erfolglos bleibt und die Rechtschutzversicherung die Kosten nicht übernimmt, da von Vornherein keine Aussicht auf Erfolg besteht.

Unerheblich ist die Bestätigung des Arztes, denn auch eine Verdachtsdiagnose hätte angegeben werden müssen.

Kommentar von alfalfa ,

Na, nicht ganz so wild. Denn nach § 19 VVG besteht auch die Möglichkeit eines Leistungsausschlusses oder eines RZ Zuschlags. das Problem ist, nachzuweisen, dass es kein Vorsatz war oder der Arzt Unfug geschrieben hat. Und Verdachtsdiagnosen - auf dieser Basis kann keine Kündigung erfolgen. Ganz so heftig ist es nun auch nicht.

Antwort
von Rentenfrau,

Schwierige Sache, bei der Aufnahme in die Private Krankenversicherung, hast Du sicher einen Gesundheitsfragen ausgefüllt und da hast Du wohl die 4wöchige Krankschreibung nicht angegeben. Und das Problem ist weiter: auch wenn Du dem Versicherungsvertreter die Sache erklärt hast, wurde das nicht niedergeschrieben - und so sieht es eben so aus, als ob Du das nicht angegeben hast. Du kannst natürlich versuchen, die Unterlagen des Arztes abzugeben, vielleicht hat dann das private Krankenversicherungsunternehmen ein Einsehen, ich wünsche es Dir. Du kannst auch versuchen, den Versicherungsberater zu bitten, daß er Eure mündliche Ansprache der Versicherung mitteilt. Mit Deinen verursachten Kosten hat es wohl weniger zu tun,die 3 Wochen Arbeitsunfähigkeit in 2010 dürften nicht so erheblich zu Buche schlagen.

Antwort
von alfalfa,

Nun, die PKV hat von ihrem Recht nach § 19 VVG Gebrach gemacht. Statt Kündigung ist aber auch ein Risikozuschlag oder ein Leistungsausschluss denkbar. Das lässt sich jetzt nicht ohne Akteneinsicht klären, was möglich wäre.

Insofern besteht nur die Möglichkeit mit Hilfe eines versierten Rechtsberaters eine aussergerichtliche Einigung hin zu bekommen oder auf gerichtlichem Wege mit Hilfe eines Anwalts.

Kommentar von Sommer100 ,

Das ist halt das Problem, in der GKV schreiben die meisten Ärzte irgendwelche Gründe, um mehr zu kassieren. Jetzt darf ich es ausbaden.... !

Wie gesagt, das sind 2,5 Jahre her ... echt komisch.

Ich gehe am besten mal zum Rechtsanwalt ...vielen Dank.

Habe gesehen das der Basistarif ca. 610 Euro kostet. Das ist ein Hammerbetrag. Zurück in die GKV geht auch nicht. Das ist echt eine blöde Situation.

Ich habe einen Antrag bei einer anderen PKV gestellt, sozusagen den Antrag unterzeichnet. Bin ich jetzt schon bei der neuen zum Basistarif versichert. Ablehnen können die ja nicht .... und in Deutschland muss man ja versichert sein ..

Kommentar von Candlejack ,

Jetzt darf ich es ausbaden....

Dass aber auch immer andere Schuld sind und nicht derjenige, der krankgeschrieben war und das im Antrag nicht angegeben hat. Hättest Du einfach reingeschrieben "4 Wochen wegen Kreislaufschwäche, ausgeheilt, keine weiteren Folgen" und das Thema wäre gegessen gewesen. Hab ich schon öfter gemacht. Aber jetzt hast Du eben eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung am Hals und darauf reagieren die Versicherer nunmal mit Kündigung :-(

Antwort
von Sobeyda,

Du hast eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung begangen. Vermutlich hätte die PKV Dich nicht angenommen, wenn sie davon vorher gewusst hätte, daher die Kündigung. Du schreibst etwas von "Spannungssituation", das hört sich nach psychischem Leiden an - und darauf reagiert die PKV nach meiner Erfahrung sehr allergisch, weil die häufig hohe Kosten verursachen. Möglichereise ist also das das Problem und nicht die Kreislaufbeschwerden.

Was genau der Arzt gesagt hat, wissen wir nicht, daher kann hier auch niemand nachvollziehen, ob die Kündigung gerechtfertigt ist und ob sich evtl. eine Klage lohnt.

Was ich auch nicht ganz verstehe, hat die PKV Dich komplett rausgeschmissen? Das darf sie eigentlich nicht, den Basistarif muss sie Dir immer anbieten. Um Dich komplett abzulehnen, müsstest Du schon mit der Knarre in der Hand bei denen auftauchen.

Kommentar von Sommer100 ,

Vielen Dank für die Antwort.

Der Arzt hat ja auch bestätigt, das die Anfangsdiagnose sozusagen falsch war und es NICHT zu einer Behandlung mit Medikament kam UND eine psychische Behandlung nicht notwendig war, dh dass ich nach den 4 Wochen alles OK war. Diese Krankheitstage liegen, auch 2,5 jahre zurück... ich mein hätte ich etwas, dann wäre es doch in den 2,5 wieder passiert, ich verstehe es nicht.

Die meinen nur, die PKV , die dich kündigt, muss dir auch keinen Basistarif anbieten.

Sollte ich klagen ?

Kommentar von Candlejack ,

Du verstehst es einfach nicht: Was sich bestätigt hat oder nicht, ist doch völlig egal ! Du warst krank geschrieben, warst also KRANK und hast das nicht angegeben. Du hast also grundsätzlich eine falsche Angabe gemacht. Natürlich hätte dann 2,5 Jahre was passieren müssen, wenn es schlimm war, aber genau DORT liegt ja auch das Problem "In 08/2010 4 Wochen krank wegen Kreislaufschwäche, kein Befund, keine Medikation, keine weitere Behandlung, ohne Folgen ausgeheilt, seither keine Beschwerden mehr" und die Sache wäre völlig ohne Streß durchgelaufen. Wäre hätte wenn, nun isses vorbei. Die PKV sieht sich getäuscht und hat kündigt. Du kannst den Basistarif wählen und nach 18 MOnaten wechseln oder Dir einen Makler suchen, der sich einen Anbieter sucht, der diesen Ausrutscher nicht so hart bewertet und sich erklären lässt. Wenn er denn einen findet.

Kommentar von alfalfa ,

Eine kleine Korrektur: Eine PKV die nach § 19 VVG einen Vertrag anficht ist nicht verpflichtet die Person im Basistarif aufzunehmen. Das ist eine der Rechtsfolgend des § 19 VVG.

Antwort
von barmer,

Hallo,

die Chancen stehen schlecht. Es wurde was verschwiegen und den Beweis, dass der Berater das gewusst hat, ist schwer zu führen. Ebenso, dass die PKV Dich mit der richtigen Diagnose versichert hätte.

Wenn der momentane Gesundheitszustand o.k. ist, alles o.B., könnte man versuchen, mit den Unterlagen einen normalen Vertrag bei einer anderen PKV zu bekommen.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von Sommer100 ,

Ich meine im Internet gelesen zu haben, dass wenn der Arzt nachträglich bestätigt, dass es keine Krankheit war , dann dies keine grobe Fahrlässigkeit darstellt....

Kommentar von barmer ,

Grob fahrlässig wäre ja noch o.k., aber ich denke, die Versicherung wirft Dir Vorsatz vor.

Kommentar von alfalfa ,

...würde mich wundern, wenn es eine PKV gibt, die einen Vertrag anbietet, nachdem der vorherige Vertrag nach § 19 VVg gekündigt wurde. Habe ich bis dato noch nicht erlebt. Aber man lernt nie aus.... Mal was ganz abstruses: Nach 18 Monaten Basistarif ggfs Wechsel nach§ 204 VVG und ornungsgemässer Beantwortung der Gesundheitsfragen. Nur mal als Ansatz.

Kommentar von Sommer100 ,

Kann ich vom Basistarif wieder in die sozusagen normale PKV ?

Kommentar von alfalfa ,

Mindestverbleib Dauer Basistarif sind 18 Monate! Danach besteht die Möglichkeit eines Tarifwechsels - vorausgesetzt Gesundheitsfragen stimmen und Versicher nimmt an. Kann also sein, muss aber nicht.

Kommentar von alfalfa ,

Mindestverbleib Dauer Basistarif sind 18 Monate! Danach besteht die Möglichkeit eines Tarifwechsels - vorausgesetzt Gesundheitsfragen stimmen und Versicher nimmt an. Kann also sein, muss aber nicht.

Kommentar von barmer ,

Grundsätzlich gilt auch hier das Wechselrecht nach §204 VVG.

Antwort
von gammoncrack,

Vielleicht hast Du eine Chance, Dich auf den $ 19 Abs. 5 zu berufen.

Voraussetzung ist, dass der es sich um einen Ausschließlichkeitsvermittler der KV handelte und dieser dem Versicherer bestätigt, dass er informiert war und das ganze als Unwichtig eingestuft hat.

Wenn er das natürlich abstreitet, hast Du keine Möglichkeit, die Versicherung wieder aufleben zu lassen.

Kommentar von Sommer100 ,

Ehrlich gesagt, habe ich nicht grob fahrlässig gehandelt. Ist natürlich meine subjektive Meinung. Wie gesagt, vor allem, weil ich auch eine Bestätigung vom Arzt habe.

Ich gehe einfach mal zum Rechtsanwalt, mal sehen, was man da noch machen kann.

Ich habe ja jetzt noch einen Antrag bei einer anderen PKV gestellt (Basis), damit nicht ohne Versicherung stehe. Könnte ich vom diesem Vertrag zurücktreten, falls mich meine alte PKV doch wieder aufnimmt (was ich fast nicht glaube, oder gegen aufpreis) ?? Ansonsten hätte ich ja zwei Versicherungen...

Kommentar von gammoncrack ,

Ich habe mich noch einmal richtig durch das Internet gewühlt. Wie kam denn der Versicherer jetzt auf die Vorerkrankung? Warst Du noch einmal beim gleichen Arzt und hast Rechnungen eingereicht. Dann fragen natürlich nach. Wenn es eine Behandlung wie vor 2,5 Jahren war, hast Du wohl wirklich auch über einen Anwalt kaum Chancen.

Der Anwalt könnte höchsten prüfen, was aber sehr schwierig sein wird, ob der Versicherer den Vertrag auch in Kenntnis der Vorerkrankung angenommen hätte, aber dann mit einem Ausschluss oder Beitragszuschlag.

Es gab vielleicht schon einen ähnlich gelagerten Fall, wie gesagt, ähnlich. Schau Dir den einmal an:

http://www.online-pkv.de/files/urteil_lg_dortmund_ruecktritt_hm_az_2o105_10.pdf

Kommentar von alfalfa ,

Der Blog vom werten Kollegen Hennig. Eine PKV darf nur mit Genehmigung de VN entsprechende Anfragen bei Vorversicherern oder Ärzten anfordern.

Antwort
von NasiGoreng,

Du hast vier Wochen nicht gearbeitet. Was hast du denn da Deinem Arbeitgeber als Grund angegeben? Krankheit, da gehe ich jede Wette ein.

Und jetzt erzählst Du Deiner Versicherung, dass Du "echt nicht krank" warst.

Entweder hast Du damals Deinen Arbeitgeber betrogen, oder Du versuchst das jetzt mit der Versicherung zu tun.

Altes Sprichwort: Wer einmal lügt dem glaubt man nicht...............

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