Frage von Jam86, 9

PKV fragt nach cannabiskonsum

Hallo Zusammen, ich bin 2012 bekifft auf dem Roller von der Polizei angehalten worden. 1 Monat Führerscheinentzug und 700€ strafe. Zusätzlich habe ich eine Kleinstmenge dabei gehabt und habe dafür einen Strafbefehl erhalten. Ich würde gern in die PKV wechseln und habe eine tadelloses Krankenblatt. Das einzige Problem ergibt sich nun aus diesem Vorfall. Kann die PKV diese Informationen bei der Polizei einholen? Mein Finanzberater sagt nein, aber der will ja auch die Versicherung verkaufen. Kann ich den einmaligen Konsum verleugnen oder kann sich die PKV hier die polizeilichen Informationen beschaffen.

Ich hoffe jemand kann mir helfen.

Mit besten Grüßen Jam

Antwort
von Mikkey, 9

Es ist eigentlich völlig egal, ob sich die Versicherung die Informationen beschaffen kann oder nicht.

Wenn Du falsche Angaben machst, kann Dir selbst nach 30 Jahren noch Übles daraus drohen.

Einen "Finanzberater", der Dich dazu verleiten will, bei Abschluss falsche Angaben zu machen, solltest Du auf jeden Fall abschießen.

Kommentar von EnnoBecker ,

kann Dir selbst nach 30 Jahren noch Übles daraus drohen

Das ist gut zu wissen.

In 30 Jahren wird mich das wahrscheinlich maximal am Rande tangieren. Wenn sie mich beispielsweise nicht in die Ü80-Disko einlassen.

Kommentar von Privatier59 ,

Gottseidank, dass solche Fragen früher nicht gestellt wurden. Ich hab auch mal gekifft, nein: zwei Mal. 1975 war das. Aber man weiss ja nie!

Antwort
von Kevin1905, 7
Kann die PKV diese Informationen bei der Polizei einholen?

Nein. Aber die PKV will natürlich eine Schweigepflichtentbindung für deine behandelnden Ärzte. Wenn diese also entsprechendes vermerkt haben könnte die PKV das herausfinden.

Ein Blick in die Patientenakte darf keinerlei Diskrepanzen zu den Angaben bei den Gesundheitsfragen aufweisen.

Antwort
von imager761, 6
Kann ich den einmaligen Konsum verleugnen

Ja, aber (selbst die bisherige) PKV wäre von Leistung frei und kann im Krankheitsfall fristlos kündigen, wenn du Gesundheitsfragen bei Antragstellung wahrheitswidrig beantwortest. Hierbei kommt es nicht einmal auf Vorsatz an :-O

Also keine gute Idee, denn dass Versicherer im Schadensfall genau das tun, ist hinlänglich bekannt

G imager761

Antwort
von billy, 4

Gesundheitsfragen sollten immer Wahrheitsgemäß beantwortet werden, glaube nicht das es in dieser Frage Interpretationsspielraum gibt.

Antwort
von Privatier59, 3

Gesundheitsfragen sind wahrheitsgemäß zu beantworten. Dein Risiko besteht darin, dass so was durch Zufall herauskommt. Stell Dir mal vor, Du rauchst "zufällig" noch mal eine Pfeife und hast danach einen Unfall. Im Krankenhaus wird im Rahmen der medizinischen Behandlung eine Blutprobe gemacht und das Ergebnis zu den Akten genommen und auch auf die Rechnung geschrieben. Kurze Zeit später liegt bei Dir im Briefkasten die Anfechtung des Versicherungsvertrags wegen arglistiger Täuschung.

Kommentar von HilfeHilfe ,

naja wenn das passiert einfach cool bleiben und noch eine qualmen.

Antwort
von mig112, 5

Lies doch einmal die Antragsfrage genau; mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dreht sie sich um den regelmässigen Konsum von Canabis/Drogen usw.

Dein Berater hat völlig recht, dass sich die Versicherung von der Polizei keinerlei Info besorgen kann. Andererseits müssen deine Angaben zwingend der Wahrheit entsprechen.

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