Frage von OttoNormal, 56

PKV des Kindes im Falle einer sozialversicherungspflichtigen Ausbildung (oder z.B. FSJ)

Kinder sind seit Geburt in der PKV des Vaters mitversichert. Mutter ist und war immer in gesetzlicher Krankenkasse. Kein Angebot für Familienversicherung (Rosenkrieg). Was passiert nach der Scheidung, wenn die Kinder immer noch (wegen Regelunterhalt) mitversichert sind?

1.) Kann ggf ein Scheidungsurteil dem Vater die private Krankenversicherung der Kinder bis zum Abschluß der Ausbildung (also auch wenn Sie nicht mehr bei der Mutter leben) aufzwingen? Besteht ein gesetzlicher oder privater Anspruch?

2.) Was passiert im Falle einer sozialversicherungspflichtigen Berufsausbildung/Lehre oder z.B. Wehrdienst/Freiwilliges Soziales Jahr, d.h. wenn das bereits volljährige Kind qua Gesetz eigenständig in die GKV eintreten muss - und die PKV lediglich eine private Zusatzversicherung für ausschließlich stationäre Leistungen anbietet (zzgl. Anwartschaft) ? Muss der Vater dann ggf dennoch privat für eventuelle zusätzliche Arztkosten aufkommen?

Danke für Ihre Hilfe!

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo OttoNormal,

Schau mal bitte hier:
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Antwort
von barmer, 38

Hallo,

nach der Scheidung entsteht auf jeden Fall Anspruch auf Familienversicherung, unabhängig vom Unterhalt und Wohnsitz des Kindes.

Es gibt allerdings eine Geichtsentscheidung, die dem Kind dauerhaft den Status des Privatpatienten als Gewohnheitsrecht zugesteht.

Und wenn man das bejaht, kann man natürlich auch eine Fortsetzung verlangen, wenn das Kind eine eigene GKV oder Freie Heilfürsorge hat. Doppelversicherung ist nicht verboten.

Ich halte das allerdings für eine Minderheitsmeinung, die von anderen Gerichten nicht geteilt wird.

Viel Glück

Barmer

Kommentar von OttoNormal ,

ok! Danke für Deinen Beitrag!

Aber was meinst Du hiermit:

"Es gibt allerdings eine Gerichtsentscheidung, die dem Kind dauerhaft den Status des Privatpatienten als Gewohnheitsrecht zugesteht." ?

Gibt es irgendeine oberinstanzliches Urteil? Wo? Oder könnte der "Anspruch" im Scheidungsurteil stehen (welches ich mal wieder herauskramen müßte)?

Die Mutter fordert in der Tat "Bestandschutz" und will das ggf gerichtlich klären lassen qua von meinem Kind (> 18j.) anzustrebender Klage.

Kommentar von barmer ,

Ein Blick ins Scheidungsurteil sollte natürlich das erste sein. Wenn da eine Pflicht des PKV-Versicherten ohne Einschränkung und Begrenzung drinsteht, siehts schlecht aus.

Viel Glück

Barmer

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