Frage von HartzEngel, 120

Pflege der Mutter mit Demenz erschöpft uns, wir denken an polnische Pflegekraft, aber legal, wie?

Die Pflege unserer Mutter (die erwachsenen Kinder wechseln sich ab) erschöpft uns zunehmend, wir können sie auch kaum mehr allein lassen, sie lief schon weg (sie will immer nach Hause, obwohl sie schon über 50 Jahre in ihrem Haus wohnt). Wir denken an eine polnische Pflegekraft, möchten das aber rechtmäßig und legal machen, mit der Sozialversicherung und den Steuern und so. Habt Ihr einen Rat, wie das läuft? Würden wir die Frau ganz normal bei der AOK anmelden? Oder über Polen? Wir haben hier keine Erfahrungswerte, Danke für Euren Rat.

Antwort
von Snooopy155, 120

Es gibt 4 Möglichkeiten dieses Problem legal zu lösen.

  1. Ihr tretet als Arbeitgeber auf und stellt eine polnische Pflegekraft an. Dann müßt Ihr die Sozialabgaben und die Lohnsteuer für die Pflegekraft abführen, sowie Euch entsprechend versichern. Nachteil: Es gilt das deutsche Arbeitsrecht und Ihr seid dafür verantwortlich, dass es eingehalten wird. Ebenso sind dann die Urlaubstage gesondert zu vergüten und zu gewähren, sowie Sonn- und Feiertagszuschläge zu leisten.
  2. Ihr wendet euch an eine der vielen Agenturen in Deutschland, die polnische Pflegekräfte vermitteln und schließt mit dieser einen Pflegevertag über die Dienstleistung der Pflege der alten Dame. Dann wird in der Regel die Pflegeleistung von dieser Agentur erbracht und es werden in der Regel 2 Personen sich bei der Pflege monatsweise abwechseln.
  3. Ihr wendet Euch an eine der polnischen Agenturen, dort wird ebenfalls Deutsch gesprochen und schließt mit dieser einen Dienstleistungsvertrag. Allerdings müßt Ihr darauf achten, dass sich diese Agentur nicht nur auf die Vermittlung beschränkt, sondern dass dort die Pflegekräfte einen polnischen Arbeitsvertrag haben. GoWork ist hier die bekannteste in Polen, die Arbeitskräfte und Dienstleistungen aller Art anbietet.
  4. Ihr nehmt die Dienste einer Polnischen Pflegekraft in Anspruch, die in Polen dieses Gewerbe angemeldet hat und vereinbart mit dieser einen Dienstleistungsvertrag. Aber hier ist zu beachten, dass der Vertag maximal 6 Monate beträgt, denn bei längeren Aufenthalt bei derselben Person wird dann Scheinselbstständigkeit unterstellt und es drohen saftige Nachzahlungen in die Sozialkasse und Krnakenversicherung zuzüglich einer Strafe.

Nun liegt es an Euch, sich zu entscheiden, welchen Weg Ihr gehen wollt. Der preiswerteste ist die Variante 3, aber auch hier ist mit Kosten von etwa 1800,-€ je Monat bei freier Kost und Logis zu rechnen.

Antwort
von Primus, 84

Lies Dir mal folgenden Link durch und klicke Betreuungskraft für Demenzkranke an,

Vielleicht kommst Du damit einen Schritt weiter.

http://www.deutsche-seniorenbetreuung.de/pflegebibliothek/betreuungskraft-fuer-d...

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