Frage von Minimilk, 229

Pfändung auf dem Steuerbescheid?

Ich hatte vor 3 Wochen meine Steuererklärung für das Jahr 2015 beim Finanzamt eingereicht. Gestern bekam ich den Steuerbescheid und ein Absatz unter der Abrechnung hat mich ganz schön geschockt. Unter der Abrechnung steht folgender Absatz:

Sofern diese Steuerfestsetzung zu einer Erstattung führt und dem Finanzamt eine Abtretung, Verpfändung oder Pfändung vorliegt, wird der zu erstattende Betrag, vorbehaltlich einer möglichen Aufrechnung nach § 226 A0 i.V. mit §§ 387 ff. BGB, an den Ihnen bekannten Abtretungsempfänger, Pfandgläubiger oder Pfändungsgläubiger ausgezahlt. Ein danach eventuell noch verbleibender Restbetrag wird auf Ihr Konto überwiesen. Soweit dem Finanzamt ein Aufrechnungsersuchen einer anderen Behörde vorliegt, erhalten Sie wegen der Verwendung eines eventuellen Guthabens eine besondere Mitteilung.

Was bedeutet das nun? Mir ist nicht bekannt das ein Pfändungsbeschluss eines Gläubigers beim Finanzamt eingereicht wurde. Vor allem woher kann ein Gläubiger auch wissen das ich vor 3 Wochen meine Steuererklärung dem Finanzamt einreiche? Steuerschulden an sich habe ich keine, das weiß ich genau, da ich auch kein Gewerbe habe. Woher kommt dann also die Pfändung auf dem Steuerbescheid und wie geht es weiter?

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Finanzamt, 196

In dem Satz sind mindestens 2 Konjuktive enthalten.

Den ersten kannst Du lösen in dem Du auf die Berechnung siehst, nämlich ob eine Erstattung rauskommt, oder nicht.

Den zweiten, nämlich ob eine Pfändung vorliegt, wirst Du merken, wenn das Geld nicht in einigen Tagen auf Deinem Konto ist.

Antwort
von hildefeuer, 151

Klar der Steuercomputer prüft jetzt keine Einzelfälle mehr. Man behält sich pauschal eine entsprechende Vorgehensweise vor. Der Steuerbürger erfährt davon erst einmal nix. Ob eine Pfändung vorliegt muss jeder schon selber wissen. Wenn dann alles korrekt läuft, ist das sicherlich inzwischen legitim. Wenn aber was schief läuft, ist der unberechtigt gepfändete Steuerzahler der Dumme. Schließlich gab es ja Pannen bei den Finanzverwaltungen, dessen Konsequenzen ja die betroffenen Personen tragen mussten. Die hatten auf einmal mit unberechtigten Steuernachzahlungen zu kämpfen. Die Betroffenen Arbeitnehmer und Arbeitgeber hatten auch zusätzlichen Aufwand, den niemand erstattet hat.

Antwort
von Romax11, 82

Vom Finanzamt bekam ich einen Steuerbescheid über eine Nachzahlung von über 2.000 Euro. Trotz Einwand ließ sich leider nichts machen und der Zahlungstermin ist immer näher gerückt. Da ich weder das Geld hatte noch eine Überziehung des Kontos möglich war, blieb mir nichts anders übrig als mein Auto für einen Monat ins Pfandhaus zu bringen um so meine Steuerschulden zu bezahlen. Ich fand im Internet eine seriöse Autopfandleihe in München www.pfandkontor.de und habe so mein Problem gelöst.

Antwort
von LittleArrow, 133

Sofern und soweit...

Wenn ich mir Deine früheren Fragen angucke, dann lagen ja bei Deiner Bank einige Pfändungen vor und Du hast auch fleißig abgetreten:

https://www.finanzfrage.net/nutzer/Minimilk/fragen/neue/1

Ist das alles sauber geklärt worden?

Antwort
von EnnoWarMal, 136

Verrate einmal, wie du das Wort "sofern" verstehst.

Kommentar von wfwbinder ,

;-) :-)

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