Frage von Grimaldis, 224

Pfändung -Jugendamt arbeitet dagegen -was tun?

In unserem Bekanntenkreis wurde zu Weihnachten über folgenden Fall diskutiert, der mich wirklich traurig macht und ich würde gern helfen, aber ich kenn mich nicht gut aus, vielleicht finde ich bei Euch Rat: Junge Mutter wurde verlassen, Unterhaltsschulden betragen mittlerweile 1500 Euro, der Kindsvater bezahlt einfach nicht. Es wurde eine Beistandschaft beim Jugendamt beantragt, in Folge eine Lohnpfändung durchgesetzt beim Kindsvater. Ab Dezember sollte ein bestimmter Betrag gepfändet werden-jedoch hat sich der Kindsvater dann beim JA gemeldet und vereinbart, daß er nicht gepfändet wird, sondern freiwillig per Dauerauftrag anweisen wird. Die Pfändung wurde somit nicht durchgesetzt -aber die erste monatliche Zahlung fiel gleich mal niedriger aus als vereinbart. Kann das JA das einfach so aussetzen mit der Pfändung-der Kindsmutter fehlt das Geld ja nun wieder und eine zuverlässige Zahlung sieht anders aus. Was kann sie tun, das JA scheint nicht auf ihrer Seite zu sein, muß sie sich einen Anwalt nehmen-würde das Sinn machen um die Pfändung durchzusetzen?

Antwort
von Primus, 214

Zunächst muss die Frau ihn schriftlich zur pünktlichen und genauen Zahlung des Kindesunterhalts auffordern. Das beste wird sein,, wenn sie sich von Anfang an juristisch beraten lässt - der Staat übernimmt die Kosten, falls kein Geld für eine Anwältin/einen Anwalt vorhanden ist.

Bringt sie diesen Brief allein auf den Weg, ist wichtig, ihn per Einschrieben mit Rückschein abzuschicken. Damit hat sie einen Beleg - und er kann das Schreiben nicht verleugnen.

Damit die Arme nicht ohne Geld da steht, muss die Unterhaltsvorschusskasse einspringen, solange die Kinder das 12. Lebensjahr nicht erreicht haben.

Antwort
von billy, 189

Das Jugendamt schlägt sich auf keine Seite, einzig und allein steht das Kindeswohl im Vordergrund. Je nachdem welcher Elternteil sich bei der Sicherung und Gewährleistung des Lebensunterhalts ihres gemeinsamen Kindes überfordert sieht kann sich bei den unterschiedlichsten Instanzen Beratung und Hilfe zur Selbsthilfe verschaffen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

billy .....so ist es zumindest in der Theorie, die Praxis sieht häufig anders aus.

Als erstes, es gibt solche und solche Mitarbeiter bei den Ämtern.

Dann gibt es noch berechnende Typen welche eine Gabe haben, ihr Gegenüber dermaßen von sich als "Gutmensch" zu überzeugen, so dass selbst dem letzten Mitarbeiter irgendwann klar sein muss, so und nicht anders kann es nur sein ! Ich kenne solche Typen, die ähneln moralisch einem Chamäleon ! Da hat die vielleicht im Umgang mit Behörden unbeholfene junge Mutter, ganz schlechte Karten.

Ich finde den Rat von qtbasket anzunehmen als wichtig, um möglichst schnell zu Geld für sich und Kind(er)zu kommen ! K.

K.

Kommentar von billy ,

Hallo Gaenseliesel, Ja ich weiss, es gibt diese von Dir beschriebenen Typen, wer kennt solche Kotzbrocken nicht. Für mich ist das nur menschlicher Abschaum. Mit den unterschiedlichen Instanzen meinte ich nicht nur die staatlichen und kostenlosen Beratungsstellen sondern eben auch Anwälte um die Rechte ihres Kindes durchzusetzen. Tut mir leid wenn das in meiner Antwort anders rüber gekommen ist. Gruß billy

Antwort
von Privatier59, 169

Wenn man Geschichten vom Hörensagen kennt fehlen meist wichtige Details: Sind die Unterhaltsschulden von der Mutter denn tituliert worden, liegt also ein von ihr erstrittenes Urteil vor? Das klingt irgendwie danach, als ob das nicht der Fall ist und das Jugendamt aus einem eigenen Titel vollstreckt. Vermutlich war Unterhaltsvorschuß gewährt worden der nun wieder eingetrieben werden soll. Das sind natürlich alles Spekulationen.

Antwort
von qtbasket, 143

Zur Beratungskostenhilfe folgender Link:

http://www.jm.nrw.de/BS/formulare/prozesskostenhilfe/index.php


...ohne rechtlichen Beistand wird es nicht gehen, es muss ein vollstreckbarer Titel her in dieser etwas vetrackten Situation !!!

Kommentar von Gaenseliesel ,

stimmt, anders wird s nicht funktionieren. Die Zeit läuft der jungen Mutter davon, weitere Probleme wären vorprogrammiert. !

Antwort
von vulkanismus, 119

Wer hat die Lohnpfändung ausgebracht ? Der ist Herr ihrer. An ihn wende Dich. Er soll sie sofort wieder aufleben lassen.

Kommentar von Gaenseliesel ,

aufleben, aufheben wäre hilfreicher ;-))

Kommentar von vulkanismus ,

Aha, Du würdest die Pfändung also aufheben. Und damit den Zugriff auf pfändbare Lohnteile evtl. verschenken. Das wäre s e h r hilfreich.

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