Frage von Mihail121,

PayPal-Adresse von einem Freund auf der Rechnung

Liebe Community!

Angenommen, Person A hat Gewerbe angemeldet mit der Kleinunternehmerregelung. Er stellt 2 Rechnungen für einen Kunden in Kanda aus, für insgesamt 400 EUR. Der Kunde besteht auf PayPal, da A jedoch Probleme mit seinem eigenen Account hat, schreibt er in der Rechnung die PayPal-Adresse eines Freundes. Die Sache wird dann privat geregelt, der Freund überweist die Summe an A und A zahlt auf diese Rechnung natürlich Einkommensteuer. Die Interessen des Staates sind also 100%ig erfüllt. A ruft im Finanzamt an, schildert den Sachverhalt, der Sachbearbeiter meint, ist nicht sehr regulär, aber bei diesen Summen wäre es kein Problem und A solle das in Zukunft nicht mehr machen. Er fügt jedoch hinzu, bei einer Prüfung von einem anderen Finanzamt könnte der Freund Probleme bekommen und deswegen muss A immer den Sachverhalt so erzählen, wie A es soeben gemacht hat.

Meine Frage: wie gravierend können die Konsequenzen überhaupt sein? Dass A es nicht mehr macht, daran bestehen keine Zweifel, aber schließlich wird alles bezahlt, was zu bezahlen ist.

Kann mir jemand mal die Situation erklären? Kann man rückwirkend irgendwas tun? (wir nehmen an die Rechnungen sind 6 Monate alt)

Danke!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Meandor,

Die Sache mag nicht üblich sein, aber ist völlig okay. Wir haben dieses Mal halt keinen abgekürzten Zahlungsweg sondern einen erweiterten Zahlungsweg, aber solange der Freund nachweisen kann, dass das Geld nur weitergeleitet wurde, gibt es da keine Probleme.

Dem Finanzamt ist die Sache somit relativ egal.

Bei größeren Summen könnte das Probleme geben, denn irgendeine Behörde mag es nicht, wenn Gelder über fremde Konten geleitet werden. Hat irgendwas mit Geldwäsche zu tun.

Kommentar von Mihail121 ,

Ich habe das vermutet, dass es nur darauf ankommt, zu beweisen, dass man tatsächlich das Geld bekommen hat.

Antwort
von SBerater,

die Situation erklären? Die Erklärung kam doch vom Finanzbeamten.

Das Problem ist, dass der Freund mit dem Deal nichts zu tun hat. Er schreibt keine Rechnung und verkauft auch nichts. Das müsste er aber, wenn man es genau nimmt.

Dann müsste A dem Freund wiederum eine Rechnung schreiben über den Betrag, also die 400 Euro. Und A müsste dem Freund die Ware geben oder es wäre explizit die Lieferung von A nach Kanada klar auf dem Tisch.

Hier wird ausgelassen, dass der Freund das Geld bekommt. Wenn er nun bei einem anderen Finanzamt ist, dann sieht sein PayPal-Konto doch so aus, als habe er was verkauft nach Kanada. Und das ist der Haken. Er müsste die Einnahmen versteuern. Oder ihr habt eine sauber Dokumentation über die Geld- und Warenströme.

Antwort
von gammoncrack,

Eigentlich hast Du die Antwort ja schon bekommen. Wenn die Geldweitergabe an Dich nicht bar erfolgte, wird Dein Freund auch kein Problem bekommen. Das Ganze ist ja nachvollziehbar - und beim Finanzamt sitzen auch Menschen, die Nachvollziehbares nachvollziehen können.

Ich bin zwar kein Experte für diese Sachen, aber das sagt mit einfach mein Verstand (bitte keine Kommentare). :-)

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