Frage von xmibx,

Pauschalbetraege in der Steuererklaerung

Bekommt man durch eine Steuererklaerung (und damit automatisch das Ansetzen von Pauschbetraegen, falls nichts anderes gesagt wird) aufgrund der Pauschbetraege immer etwas zurueck?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo xmibx,

Schau mal bitte hier:
Steuererklärung Pauschale

Antwort
von Meandor,

Welche Pauschbeträge?

Die Pauschbeträge die Otto-Normal-Arbeitnehmer erhält, sind bereits in seine Lohnsteuerklasse eingearbeitet.

Die Pauschbeträge für Otto-Normal-Rentner werden erst im Rahmen der Steuererklärung wirksam. Da Rentner aber keinen unterjährigen Steuerabzug haben, müssen die immer nachzahlen, wenn Steuer anfällt.

Gewinneinkünftler haben zumindest Anspruch auf den Sonderausgabenpauschbetrag. Wenn sie Vorauszahlungen zahlen, ist der bereits berücksichtigt.

Antwort
von LittleArrow,

In üblichen Fällen sind Freibeträge schon in den Steuertarif eingearbeitet. Z. B. wird im Lohnsteuertarif mit € 1.000/Jahr gerechnet. Wenn Du keine höheren Werbungskosten geltend machst, bekommst Du daher auch nichts zurück. Hast Du höhere Werbungskosten, dann bekommst Du etwas zurück, wenn Du keinen erhöhten Freibetrag auf der Steuerkarte hast. So, dass ist lediglich die grobe Richtung.

Kommentar von xmibx ,

So hatte ich das auch in Erinnerung, aber logisch erscheint es mir nicht, weil ich keine Rechnung vor Augen habe. Auf welche Weise sind diese Freibetraege bereits "eingearbeitet"? Steuertarif ist doch in Prozent, oder? Oder meinst du, dass die Werbungskosten bis 1000 EUR ignorieren, d.h. die ziehen von meinem Einkommen den Betrag (max(1000, tatsaechliche Werbungskosten)-1000) ab? Ich wuesste nicht, wie das sonst "eingearbeitet" sein koennte, weil man Steuern fuer mich etwas prozentuales sind.

Kommentar von LittleArrow ,

Naja, ich habe das etwas untechnisch ausgedrückt und als Steuertarif bezeichnet, was als Lohnsteuerprogrammablaufplan für die monatliche oder jährliche Abrechnung durch den Arbeitgeber daherkommt. Du kannst Dir dazu mal diese fast(!) selbsterklärende Beschreibung ansehen: https://www.bmf-steuerrechner.de/pruefdaten/pap2012.pdf.

Der Lohnsteuerfreibetrag/Monat wird - wie Du richtig schreibst - vom zu versteuernden Bruttogehalt abgezogen und mit dieser u. a. dadurch verminderten Basis wird dann in den Steuertabellen "nachgeguckt", wobei letzter eine Abbildung des Tarifs sind.

Dadurch hast Du eine "Ersparnis" in Höhe dieses Freibetrages multipliziert mit dem ungefähren Grenzsteuersatz. Aber auch der Ausdruck ungefähren Grenzsteuersatz ist etwas grob, da es immerhin um eine erhebliche Einkommensdifferenz von € 1.000 (oder mehr) geht.

Kommentar von FREDL2 ,

@LittleArrow: entweder grübelt xmibx noch über diesem Kommentar oder er holt sich bereits Baldrian.

Kommentar von xmibx ,

Ich denke ich habe es schon verstanden.

Ich habe jetzt auch beim Finanzamt angerufen und es heisst: allein die Pauschale von 1000 EUR kann sich schon lohnen (d.h. es lohnt sich die Steuererklaerung ueberhaupt abzugeben), muss aber nicht. Das laege an diesem Steuertarif / der Steuertabelle.

Ich denke ich habs jetzt ungefaehr verstanden. Ausgangspunkt war der, dass ich jemandem unterstellt habe, dass er bloed ist, wenn er den Pauschal-Betrag ansetzt, weil man damit (meistens, aber eben nicht immer) nichts herausbekommt - und man eigentlich darueber kommen muss. Im konkreten Fall ist die Person zufaellig auch tatsaechlich bloed (insb. was Steuererklaerung und Geld allgemein angeht), aber fachlich war es dennoch nicht ganz richtig, was ich gesagt hatte.

Kommentar von LittleArrow ,

es heisst: allein ... aber nicht. Das laege an diesem Steuertarif / der Steuertabelle.

Nun war doch alles umsonst;-) Wir hatten doch so schön erklärt, dass der Pauschbetrag von € 1.000 von amtswegen schon im Steuerprogramm berücksichtigt wird.

Kommentar von LittleArrow ,

@FREDL2: Er hat noch jemand beim FA auf Nachtschicht angetroffen, der dort vermutlich den Zimmerservice betreibt;-)

Du hast übrigens eine gute Erklärung für den Nutzen der Steuererklärungsabgabe, wenn es sich im Jahresablauf um monatlich ungleiche Bruttozahlungen handelt (z. B. wegen Urlaubsgeld, Zulagen, Weihnachtsgeld).

Kommentar von FREDL2 ,

@LittleArrow: na, das ist doch nun wirklich logisch. Kriegt jemand jeden Monat nur einen festen Betrag und sitzt vor dem maschinellen Lohnprogramm auch noch einer, dem man gesagt hat, wie`s geht.....was soll da an "Mehr" abgezogen worden sein?

Zudem wird auch bei Zahlung von Urlaubsgeld, Zulagen, Weihnachtsgeld und ganzjähriger Beschäftigung arbeitgeberseits am Jahresende meistens der Lohnsteuerjahresausgleich durchgeführt. Hier ist das Wort tatsächlich mal am richtigen Platz.

Antwort
von SBerater,

die Pauschbeträge bekommt jeder. Ob du was zurück bekommst, liegt sicher auch daran, ob du überhaupt Steuern zahlen musst, ob du zuviel bezahlt hast, welche Art der Erträge du hattest etc.

Nehmen wir an, du hast eine Festanstellung, hast weniger als 8.004 Euro verdient, dann greifen auch die Pauschbeträge nicht, denn bis zu diesem Betrag zahlt keiner Steuer, auch ohne die Pauschbeträge.

Kommentar von xmibx ,

Das wusste ich, aber so war die Frage nicht gemeint.

Antwort
von muemmel,

Kurz gesagt: Nein, man bekommt nicht immer was zurück und daher machen auch nicht alle eine Steuererklärung.

Antwort
von FREDL2,

Wenn Du ganzjährig beschäftigt warst, jeden Monat dieselbe Summe verdient hast und Deine steuerl. Merkmale sich nicht verändert haben, ist die Aussicht auf eine Steuerückerstattung mau. Ob`s was gibt, kannst Du unter www.elster.de selber errechnen.

Wie LittleArrow Dir bereits zu erklären versuchte: der Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000 für Werbungskosten ist in den Steuertarif bereits eingearbeitet. Hast Du höhere WK als 1.000,00 solltest Du eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Antwort
von Privatier59,

Statt über die steuerliche Situation zu rätseln, könntest Du Dir selber mal die Anspruchslage überschlagen:

http://www.n-heydorn.de/steuer.html

Kommentar von xmibx ,

Ich will es aber verstehen ;-)

Kommentar von FREDL2 ,

Ich will es aber verstehen ;-)

Daran sind schon ganze Legionen verzweifelt.

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