Frage von roggen,

P-Konto Unterlagen

Hallo,

ich habe ein P-Konto, bin in ALG-II und muss deshalb jedes halbe Jahr dieses Konto sozusagen erneuern. Nun ist es so, dass die zuständige Frau bei der Bank eine Kopie meines Weiterbewilligungsbescheides möchte, was ja noch verständlich ist. Nur will diese Frau jetzt, dass ich ihr den Bescheid im Original zukommen lasse oder vorlege. Zur Info dazu: Sie ist an keine Schweigepflicht gebunden... Also, es genügt ihr nicht, wenn ich ihr den Bescheid faxe, einscanne oder ihr eine Kopie gebe. Darf sie das? Ist das Gängelung, Nötigung und Willkür? Danke schon mal für Antworten. Vielleicht gibt es ja Paragraphen, die ich ihr vorlegen kann.

Antwort
von Primus,

Du hast die Möglichkeit das Original persönlich vorzulegen und kannst die gute Frau bitten, sich eine Kopie davon zu machen.

Dann hat sie das Original gesehen und Du brauchst es der Bank nicht überlassen.

Antwort
von Juergen010,

Ist mir neu, dass ein P-Konto überhaupt verlängert werden muss. Auf ein P-Konto hat jedermann einen Anspruch - unabhängig von ALG2 oder Kreditschulden oder vorliegenden Pfändungen.

Liegen Pfändungen auf dem Konto? Will die Bank vielleicht einen gegebenen Kredit zurück?

Nur so liesse sich erklären, warum die Bank so nachdringlich nach einem Bewilligungsbescheid verlangt.

Ohne alle Details zu kennen, würde ich das als untadliger Kunde erst Mal als Willkür bzw. Gängelung ansehen. Frag die nette Dame von der Bank mal, auf welcher Rechtsgrundlage sie denn den Bescheid (zudem im Orginal) haben möchte.

Kommentar von roggen ,

Hallo,

auf dem Konto liegen keine Pfändungen und auch ein Kredit existiert nicht. Es kommt nur monatlich die Zahlung des Jobcenters und davon wird die Miete und der Strom bezahlt. Der Rest ist zum Leben, 250 €, und wird abgehoben.

Diese Gängelei kann natürlich auch daher kommen, dass man solche Leute wie mich nicht als Kunde haben will. Einer Bekannten wurde ihr Konto bei der gleichen Bank gekündigt, als sie in ALG-II kam...

Und danke für den Tipp! Ich werde sie fragen und sie bitten, mir von ihrer Rechtsgrundlage eine Kopie zu machen.

Antwort
von Rentenfrau,

Um ein P-Konto zu haben, ist es nicht unbedingt notwendig Alg II zu beziehen, Alg-II-Empfänger wird zwar empfohlen, wenn Pfändungen zu erwarten sind. Aber auch andere Personen können ein Pfändungsschutzkonto errichten. Es ist deshalb nicht verständlich, daß Deine Beraterin bei der Bank auf dem Original-Alg-II-Bescheid besteht. Frage bei ihr, bzw. ihrem Chef/ihrer Chefin nach, ob diese Forderung von ihr in Ordnung ist.

Kommentar von volksbanker ,

Der "Chef" wird sich mit sowas gar nicht beschäftigen, denn P-Konto-Kunden sind nicht erwünscht sondern maximal geduldet.

Antwort
von Privatier59,

Das scheint eine recht merkwürdige Handhabung bei Deiner Bank zu sein. Statt nach Gesetzesvorschriften zu suchen würde ich die Bankmitarbeiterin bitten mir jene Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank auszuhändigen wo die Pflicht zur Vorlage eines Bescheids begründet wird. Ich halte das Ganze eher für eine Schikanemaßnahme durch die die Bank versucht, ihr unliebsame Kunden loszuwerden. P-Konten sind nämlich nicht gerade besonders beliebt bei der Bank.

Kommentar von roggen ,

Da scheinst du recht zu haben.

Das schrieb ich gerade auf eine Antwort hier: "

Hallo,

auf dem Konto liegen keine Pfändungen und auch ein Kredit existiert nicht. Es kommt nur monatlich die Zahlung des Jobcenters und davon wird die Miete und der Strom bezahlt. Der Rest ist zum Leben, 250 €, und wird abgehoben.

Diese Gängelei kann natürlich auch daher kommen, dass man solche Leute wie mich nicht als Kunde haben will. Einer Bekannten wurde ihr Konto bei der gleichen Bank gekündigt, als sie in ALG-II kam...

Und danke für den Tipp! Ich werde sie fragen und sie bitten, mir von ihrer Rechtsgrundlage eine Kopie zu machen."

Danke auch an dich für den Tipp mit den Geschäftsbedingungen!

Antwort
von volksbanker,

Für die Umwandlung eines Girokontos in ein P-Konto muss nur einmalig die "Vereinbarung über die Führung eines Pfändungsschutzkontos" unterschrieben werden. Ggf. sind Nachweise für die Erhöhung des Pfändungsfreibetrags erforderlich, diese können mitunter in zeitnahen Abständen neu angefordert werden.

Alles andere ist in meinen Augen nicht notwendig, die Bank macht sich mehr Arbeit als sie muss. Wenn die Bank dich loswerden will - wovon mal auszugehen ist - dann gibts da einfachere Möglichkeiten.

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