Österreichischer Werkvertrag, aber wohnhaft in Deutschland
Ich habe von einem österreichischen Arbeitgeber einen Werkvertrag angeboten bekommen mit einem festen, monatlichen Honorar. Ich wohne in Deutschland und werde auch von hier aus arbeiten. Was muss ich beachten? Muss ich mich irgendwo als Freiberufler "anmelden"? Muss ich mich dann privat krankenversichern? Ab welchem Einkommen wird Einkommenssteuer fällig? Was ist mit Renten-, Pflege- und Sozialversicherung?
-
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Steuerpflichtig in Deutschland, weil hier erster Wohnsitz.
Sozialversicherungspflichtig in Österreich nach dortigem Recht.
-
Deine Frage ist insofern nicht klar formuliert, weil du zum einen von einem Werkvertrag sprichst, zum anderen von einem Arbeitgeber, was auf Festanstellung hinweist. Die monatlichen Zahlungen weisen mehr auf einen Dienst- denn einen Werkvertrag hin.
Dennoch kann ich von "üblichen" Konstellationen sprechen:
- Freiberufler hier (oder Gewerbe); damit beim Finanzamt anmelden
- ggf. USt-ID beantragen
- keine Sozialversicherungspflicht
- Krankenversicherung informieren; die PKV ist nicht Pflicht, man kann in der GKV bleiben
- Rechnungstellung könnte in Sachen USt problematisch werden
Stelle mit deinem Auftraggeber klar, wie das mit den Versicherungen ist in Ö. Ich denke hier an Scheinselbständigkeit etc. Auch zu klären: USt.
Auch in D solltest du achtgeben, wenn du selbständig arbeiten willst, denn bei nur einem Kunden bist du scheinselbständig!
Sollte es wirklich ein Arbeitgeber sein, dann bist du festangestellt. Die Besteuerung bleibt in D, die Sozialversicherung muss der AG hier abführen.
Am besten mit einem Steuerberater sprechen, denn Fehler bei so einem Konstrukt können sehr teuer werden!
-
Lieben Dank für die ausführliche Antwort. Werkvertrag war schon ganz richtig. (Für eine Dienstvertrag müsste ich vor Ort sein und könnte nicht von DE aus arbeiten.) Dass das dann als Scheinselbstständig gelten könnte, hatte ich schon vermutet. Trifft das auch zu, wenn ich noch als Student eingeschrieben bin?
das mit der Scheinselbständigkeit ist so ernst nicht, ausser man hat über Jahre nur einen Kunden.
Bemühe dich um einen weiteren Kunden und alles ist gut.