Frage von diegaeck,

Notarvertrag anullieren

Ist es möglich, daß man von einem Vertrag über ein verkauftes Grundstück, der bei einem Notar abgeschlossen wurde wieder zurück treten kann, solange der Käufer nicht den Kaufpreis bezahlt hat und man es sich aus diversen Gründen anders überlegt. Immer davon ausgehend es wurde noch keine Meldung an den Notar seitens der Verkäufers vorgenommen, das der Betrag bezahlt wurde und somit auch keine Eintragung im Grundbuch über den Eigentumswechsel durch den Notar veranlasst wurde.

Antwort von Rat2010,
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Ohne den Käufer zu entschädigen sieht es schlecht aus.

Der Vertrag ist für beide Seiten bindend und erst mal unterschreiben nicht einseitig rückgängig zu machen.

Gegen Geld lässt sich das Problem aus der Welt schaffen. Wenn man die Notarkosten übernimmt und den Käufer angemessen zumindest seinen Schaden ersetzt (der kümmert sich nicht erst nach der Auflassungsvormerkung um die Finanzierung des Kaufpreises) kann man sich vermutlich einig werden.

Wenn der Käufer auf Erfüllung besteht, sind meines Erachtens die Chancen für dich schlecht.

Nur kann man wohl auch bei Einigung von einem notariellen Vertrag nicht formlos zurück treten. Es braucht also einen Aufhebungsvertrag der meiner Meinung nach vom Notar beurkundet werden muss.

Antwort von qtbasket,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ein Notar wird in solchen Faellen immer Zug um Zug taetig, er kann also Auskunft geben und ggf. auch veranlassen, dass fuer die Bezahlung des Kaufpreises eine Frist gesetzt wird.

Vorteil: Der saeumige Kaeufer muss die Kosten uebernehmen, wenn der Vertrag nicht wirksam wird.

Deshalb empfiehlt es sich, umgehend mit dem Notar zu reden.

Antwort von GrafNobbi,

Wenn kein Rücktrittsgrund vorliegt oder kein Irrtum oder arglistige Täuschung, daher nicht der Vertrag angefochten werden kann, was wohl alles bei dir nicht der Fall ist, dann bist du an den Vertrag gebunden und machst dich schadensersatzpflichtig, wenn du ihn nicht einhältst.

Antwort von mig112,

NEIN, nicht ohne sich schadenersatzpflichtig zu machen.

Ein "Rücktrittsrecht" vergleichbar dem Fernabsatzgesetz gibt es natürlich nicht! Stell es dir mal andersherum vor: Der Käufer könnte sich "aus diversen Gründen" wieder gegen den geschlossenen Kaufvertrag entscheiden...

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