Frage von microgeo, 11

Neuer Anlagetrend: Warren Buffett kauft Firmen-Anteile statt Aktien. Auch für Kleinanleger möglich?

Laut einem Artikel baut Buffett über seine Holding massiv Anteile an Unternehmen der Realwirtschaft aus. Gibt es vergleichbare Strategien z.B. auch für Kleinanleger oder muss man dann wieder den Weg z.B. über den Kauf von Berkshire Hathaway oder teuren Immobilien gehen?

In einen realen, greifbaren Sachwert zu investieren hätte seinen Reiz. Aber gibt es da schon interessante Möglichkeiten die den Kleinanleger auch interessieren könnten?

Antwort
von gandalf94305, 11

Natürlich. Kaufe Aktien von Beteiligungsgesellschaften :-) Kaufe eine Beteiligung an Deiner lokalen Unternehmung für Solar-, Biogas-, Wind- oder Wasserkraft. Kaufe eine Beteiligung an Deiner VR-Bank... viele Möglichkeiten. Aktien sind in diesem Sinne eine indirekte Beteiligung. Nur eben wirst Du nicht eine direkte Beteiligung an IBM einfach so in Dein Portfolio legen können, da das etwas im Widerspruch zum "Klein"-Anleger ist ;-)

Bedenke dabei auch, daß die Fungibilität solcher Beteiligungen natürlich begrenzt ist.

Antwort
von Niklaus, 7

Das Warren Buffett schon seit Jahrzehnten. Ich wüsste nicht was da neu dran ist. Sachwertbeteiligungen sind in Deutschland meist geschlossene Beteiligungen mit vollem Unternehmerrisiko. Leider bergen diese Beteiligungen große Risiken.

Jede Aktie und jeder Aktienfonds ist ein Sachwert. Mit dem Unterschied du kannst jeden Tag sehen wie viel deine Anteile aktuell wert sind und du kannst fast täglich verkaufen. So etwas gibt bei einer geschlossenen Beteiligung nicht.

Antwort
von TBergmann, 3

ich habe das hier schon auf irgend eine Frage geschrieben:

Seit einem Jahr haben wir bei allen Depots eine Ausstiegs-Strategie hinterlegt. Das bedeutet dass bei allen Fonds jeweils bei Erreichen eines neuen Höchststands Scheibchen für Scheibchen Anteile des jeweiligen Fonds verkauft werden. Es geschieht 100% automatisch, so dass sich niemand darum kümmern muss.

In den letzten Jahren habe ich mich viel mit den Strategieansätzen von David F. Swensen beschäftigt. Dieser hat über 20 Jahre das Stiftungs-Vermögen der Yale Universität gemanagt. Sein Buch Proaktive Portfolio-Strategien (Innovative und erfolgreiche Wege im institutionellen Investment) ist bei Amazon, so glaube ich, noch erhältlich.

Aus diesen Ideen ist eine Strategie entstanden, welche wir seit ca. 3 Jahren konsequent und mit großem Erfolg umsetzen.

Ein Bestandteil (von dreien) dieser Strategie ist es, in mindestens 6 absolut voneinander unabhängige Anlageklassen zu investieren. Das neue daran ist, dass alle frei handelbaren Wertpapiere als eine Anlageklasse behandelt werden, da diese bei Liquiditäts-Engpässen ähnlich reagieren. Dies bedeutet im Moment einen Abbau der stark gewachsenen Fondsvermögen durchzuführen, mindestens so lange bis wir unter 17% (1/6) liegen.

Das restliche Kapital wird nun in nicht frei handelbare Beteiligungen verschiedenster Art in verschiedenen Währungen und Ländern oder auch in Rohstoffe investiert, wobei wir den Rohstoffanteil in der Vergangenheit eher untergewichtet haben. Ob diese steigen ist immer mit einer Portion Spekulation verbunden und da es genügend attraktive, weniger spekulative Investitionsmöglichkeiten gibt, haben wir Rohstoffe im Moment nicht auf der Einkaufs-Liste.

Der Vorteil der Beteiligungen, welche vorwiegend aus kurz- oder mittelfristigen Projekt-Finanzierungen bestehen, sind geringe oder keine Schwankungen, regelmäßige Ausschüttungen, ein kalkulierbarer Cashflow, eine 100% iger Sachwertanteil und ein ordentlicher Ertrag. Außerdem muss sich niemand um den Verkauf oder Ausstieg wie bei Aktien kümmern, denn nach Fertigstellung oder Ablauf des finanzierten Projektes fließt das Geld automatisch zurück.

Das maximale Risiko einer jeden Beteiligung ist wie bei ausnahmslos jeder Kapitalanlage 100% des eingesetzten Kapitals. Die Sicherheit entsteht durch die breite Diversifikation des Anlagevermögens in mindestens 6 gleich große Teile, sowie durch eine hohe Ertragserwartung von mindestens 8% p.a. Diese kann nach unten, aber eben auch nach oben abweichen.

Da alle Projekt-Entwickler die Kunden langfristig auch bei zukünftigen Projekten als Kapitalgeber nutzen möchten, müssen diese ihre geplanten Zahlen einhalten bzw. übertreffen, was in der Vergangenheit regelmäßig bestätigt wurde.

Wenn man nun alle diese Fakten berücksichtigt, dann ergibt sich, dass Warren Buffett eine ähnliche Strategie verfolgt und das die Umsetzung einer solchen Strategie für Kleinanleger sehr wohl möglich ist und seit Jahren schon erfolgreich praktiziert wird.

Sicher werden die Renditen hinter denen von Buffett und Swensen zurückliegen aber langfristig sollten 8% + Inflation auf alle Fälle drin sein.

Ich hoffe ich konnte ein paar Denkansätze liefern und freue mich über ein konstruktives Feedback.

Herzliche Grüße aus Dresden, Thomas Bergmann

Antwort
von Kevin1905, 7

Hm,

Seit wann sind Aktien denn etwas grundsätzlich anderes als Beteiligungen an einem Unternehmen?

Kommentar von ameise7 ,

Das ist mir auch neu...

Antwort
von billy, 6

Den Artikel vollständig durchlesen dann erübrigt sich Ihre Frage. http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/01/26/neuer-anlage-trend-warren-...

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