Frage von idieh, 109

Neuen Arbeitgeber über Schulden informieren?

  1. Mein Noch-Mann hat ca. 70 Gläubiger mit einer insgeamt sehr hohen Schuldensumme (ca. 650T Euro insgeamt). Aktuell ist er untergetaucht und hat seinen Job gekündigt. Damit versucht er u.a. seinen bestehenden Lohnpfändungen zu entgehen und hofft, dass die Gläubiger, die derzeit Lohnpfändungen bei ihm vornehmen lassen das zunächst erst einmal "merken" müssen um danach eventuell nicht herausfinden zu können, wo er seinen neuen Wohnort und seine neue Arbeitsstelle hat. Er plant ganz offensichtlich in ein anderes Bundesland zu ziehen, damit u.a. auch sein derzeitiger Gerichtsvollzieher nicht mehr zuständig sein wird. Darüber hinaus will er sich nicht beim Einwohnermeldeamt anmelden, sondern seine derzeitige Meldeadresse beibehalten, was zur Folge hat, dass seine Gläubiger und Gerichtsvollziehr bzw. die zuständigen Vollstreckungsbeamten der öffentlichen Gläubiger sich weiterhin an die ihnen bekannte Meldeadresse, nämlich meine, halten. Aufgrund einer Vielzahl von bereits vorliegenden Zwangsvollstreckungsankündigungen (wie u.a. Sachpfändungsmaßnahmen) schwebe ich in ständiger Gefahr, dass bei mir Zwangsöffnungen und Hausdurchsuchungen vorgenommen werden könnten. Meine Informationen an die Gläubiger, dass er sich hier nicht mehr aufhält, stoßen dort auf wenig Interesse. Man würde sich an seine Meldeadresse halten. Eine Zwangsabmeldung ist lt. Auskunft des Einwohnermeldeamtes nicht möglich, ebensowenig eine Ehescheidung, da keine Zustelladresse bekannt ist. Mir ist sein zukünftiger neuer Arbeitgeber bekannt. Mir fällt keine andere Lösung mehr ein, als diesen zu informieren bzw. dort um Auskunft zu seiner neuen Adresse nachzufragen. Sollte ich das tun oder git es noch irgend etwas Anderes, dass ich tun könnte? Vielen lieben Dank!
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Antwort
von Snooopy155, 91

Kurz zusammengefaßt - Du willst Dich scheiden lassen und willst dass sich dein Noch-Ehemann an Deinem Wohnort abmeldet.
Dabei wäre erst zu klären ob Dein Mann gegen das gültige Melderecht verstößt, denn eine längere die Abwesenheit ist nicht gleichzusetzen, dass man sich am bestehenden Meldeort abmelden muß.

Da eine Scheidung nicht durchgeführt werden kann, weil kein Aufenthaltsort für die Zustellung der Papiere bekannt ist, kannst Du Deinem Anwalt die Information über den neuen Arbeitgeber weiterleiten, ebenfalls kannst Du auch jedem bei Dir erscheinenden Gerichtsvollzieher diese Angaben machen.. Selbst Dich mit diesem Arbeitgeber in Verbindung zu setzen würde ich nicht anraten, aber Du kannst beispielsweise einen Nachsendeantrag seiner Post an diese Adresse einrichten. Das bringt dann zumindest Bewegung in die Angelegenheit.

Sich gegen angeordnete Zwangsdurchsuchungen zu wehren solltest Du mit Deinem Anwalt besprechen.

Was aber Deine Fragestellung in diesem Forum angeht - Du bist besser in einem Forum für Rechtsfragen aufgehoben.

Kommentar von idieh ,

Danke, das mit dem Nachsenden ist eine gute Idee.....

Antwort
von hildefeuer, 51

Es ist dringend Beratung beim Anwalt angesagt. Da Du noch verheiratet bist, musst Du für die Schulden mit aufkommen, zumindest teilweise. In verschiedenen Bereichen greift eine Gesamtschuldnerische Haftung. z. B. für Mietverträge, Steuerschulden, Kredite für die mit unterschrieben wurden. Girokonten die als Gemeinschaftskonten geführt werden. Die Gläubiger werden sich also über kurz oder lang zumindest teilweise an Dich wenden.

So kann Dein Ehemann derzeit immer noch Verträge abschließen, für die Du dann einstehen musst, da ihr ja noch verheiratet seit.

Ein Anwalt kann Dir das auch sagen, wie man das mit dem Melderecht macht.

Antwort
von billy, 62

Oh, oh das sieht ja insbesondere für Deinen Noch-Ehegatten garnicht gut aus. Ich rate zu einer Beratung beim Anwalt. 

Kommentar von idieh ,

Ich weiß, das Problemchen daran ist allerdings, dass kein Anwalt etwas umsonst tun wird, vielleicht trägt sowas auch die RSV. 

Kommentar von Snooopy155 ,

Eine Erstberatung ist sicher preiswerter als etwas auf eigene Faust unternehmen. Je nach Deiner finanziellen Lage hast Du ja auch Anspruch auf einen Beratungsschein.

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