Frage von Mauzi2008, 576

Neue ERwerbsminderungsrente

Hallo, wie wird ab 1.7.14 die neue Erwerbsminderungsrente berechnet? Ich habe insgesamt 37 Jahre Versicherung gezahlt, bin 54 J. alt und habe DEpressionen, muß warscheinlich EU-Rente beantragen. Habe gehört, man bekommt dann die REnte, die man mit 62 bekommen würde??? Vielen DAnk.

Antwort
von wfwbinder, 530

Es gibt verbesserungen.

Es wird bei Renten, die ab dem 01. 07. beantragt werden davon ausgegangen, dass die Beitragszahlung 2 Jahre länger erfolgt wäre.

Auch bei der Einkommensermittlung wird es Verbesserungen geben. Die "schlechten Jahre" vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit, wo schon schlechtere Einkünfte vorlagen, werden dafür nicht mehr herangezogen.

Siehe auch hier:

http://www.rentenpaket.de/rp/DE/Alle-Fakten/Die-Leistungen/Erwerbsminderungsrent...

Antwort
von hubkon, 433

Hallo Mauzi2008,

Sie schreiben:

wie wird ab 1.7.14 die neue Erwerbsminderungsrente berechnet? Ich habe insgesamt 37 Jahre Versicherung gezahlt, bin 54 J. alt und habe DEpressionen, muß warscheinlich EU-Rente beantragen. Habe gehört, man bekommt dann die REnte, die man mit 62 bekommen würde???<

Antwort:

Ihre Frage läßt sich nicht in einem Satz beantworten!

Um jegliches Mißverständnis zu vermeiden, hier der Link zur aktuellen Erklärung der DRV:

google>>

renten-recht.org/erwerbsminderungsrente/

Auszug:

Neue verbesserte Erwerbsminderungsrente ab 1. Juli 2014

Die Rentenreform 2014 wird eine höhere Rente für Erwerbsgeminderte bringen, allerdings nur bei Rentenbeginn ab 1. Juli 2014. Für neue EM-Renten wird die Zurechnungszeit von 60 auf 62 Jahre steigen. Zudem wird die Berechnungsgrundlage verbessert.

Was bringt die neue Erwerbsminderungsrente?

Wer krank ist, nicht mehr arbeiten kann, also erwerbsgemindert ist, erhält gegenwärtig eine Erwerbsminderungsrente.

Zurechnungszeit verlängert

Die EM-Rente wird so berechnet, als hätte er noch bis zum vollendeten 60. Lebensjahr weiter mit dem alten Verdienst gearbeitet. Diese so genannte "Zurechnungszeit" fingiert also eine Erwerbstätigkeit bis zum 60. Lebensjahr.

Mit der Rentenreform 2014 wird sie um zwei Jahre - verlängert - von 60 auf 62 Jahre.

Das bedeutet, das Erwerbsgeminderte nunmehr so gestellt werde, als ob sie mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen zwei Jahre länger als bisher gearbeitet hätten. Im vergleich zur alten Rechtslage kann das ein Plus von rund 45 Euro im Monat bedeuten.

Allerdings haben nur Rentenzugänge ab dem 1. Juli 2014 im Alter von unter 62 Jahren etwas von diesen Neuregelungen bei der Erwerbsminderungsrente. Für die Alt-Erwerbsminderungsrentner und solche Neu-Erwerbsminderungsrentner, die schon älter als 62 Jahre sind, sind die gesetzlichen Reformen unerheblich.

Günstigerprüfung

Für die Höhe der Erwerbsminderungsrente ist neben der Länge der Zurechnungszeit auch bedeutsam, wie der Verdienst ermittelt wird, der für die Zurechnungszeit maßgebend ist. Bislang wurde das fiktive Gehalt in der Zurechnungszeit auf Basis des Durchschnittsverdiensts während des gesamten Erwerbslebens bis zum Eintritt der Erwerbsminderung berechnet.

Ab dem 1. Juli 2014 wird die Berechnung geändert. Es wird geprüft, ob die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung sich negativ auf diese Berechnung auswirken, z.B. weil in dieser Zeit wegen körperlicher oder seelischer Einschränkungen bereits Einkommenseinbußen vorhanden waren. Solche Einkommenseinbußen kommen häufig vor, weil die Menschen in dieser Zeit schon häufig krank waren, oder krankheitsbedingt nicht mehr so viel bzw. gar nicht mehr arbeiten konnten. Mindern also die letzten vier Jahre vor Eintritt der Erwerbsminderung die Ansprüche, werden diese vier Jahre bei der Berechnung des fiktiven Gehalts während der Zurechnungszeit nicht mehr berücksichtigt. Es findet also eine "Günstigerprüfung" durch die Deutsche Rentenversicherung statt.

bin 54 J. alt<

Antwort:

Wenn Sie vor dem 2.1.1961 geboren sind, dann haben Sie in der gesetzlichen Rentenversicherung ggf. noch Anspruch auf Vertrauensschutz wegen Berufsunfähigkeit und können ggf. eine teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit beantragen, wenn Ihre Leistungsfähigkeit in Ihrem Beruf auf Dauer, auf 3 bis unter 6 Stunden pro Arbeitstag, innerhalb einer 5-Tage-Woche, abgesunken ist! Wird Ihnen diese teilweise Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit bewilligt, dann können Sie ggf. darauf aufbauend und ergänzend eine volle Erwerbsminderungsrente wegen verschlossenem Teilzeitarbeitsmarkt, beantragen!

google>>

deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232616/publicationFile/56111/erwerbsminderungsrente_das_netz_fuer_alle_faelle.pdf

und habe DEpressionen, muß warscheinlich EU-Rente beantragen.<

Antwort:

Der Begriff Depressionen allein sagt gar nichts aus, sondern Sie müßen an Hand Ihrer Arzt- und Entlassungsberichte glasklar und unwiderlegbar nachweisen, wie sich diese Depressionen ganz genau auf Ihre Leistungsfähigkeit auswirken!

Das heißt im Klartext, daß Sie vor der Antragseinreichung bei der DRV unbedingt Ihre Hausaufgaben machen und auf keinen Fall ohne kompetenten Rechtsbeistand agieren sollten!

google>>

Hausaufgaben

erwerbsminderungsrente.biz/fruehrente-beantragen-und-der-rote-faden/

google>>

Rechtsbeistand

vdk.de/deutschland/pages/mitgliedschaft/64026/rechtsberatung

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von Patrizia425, 345

Der Staat hat nicht zu verschenken.....er wird sich diese "Geschenke auf Kurz oder Lang wieder zurück holen.

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