Frage von dagobaert,

Negative Nettoverschuldung als angezogene Handbremse

Kann es sein, dass Aktien vieler Großkonzerne mit Nettocashbestand, auch deswegen dem Gesamtmarkt hinterherhinken, da jeder Marktteilnehmer nur noch die Inflationsrisiken berücksichtigt oder liegt es allgemein an den Eigenschaften der Branche, bei welcher negative Nettoverschuldung häufig anzutreffen ist, dass sich die betreffenden Aktien eher als Lusche als als Schmids Katze erweisen?

Antwort
von Rat2010,

Üblicherweise haben Unternehmen Frendkapital und so lange die Rendite aus dem Geschäft über den Fremdkapitalzinsen liegt, macht das Sinn (nennt sich Leverage-Effekt, kannst du nachlesen).

Wenn nun Expansion keinen Sinn mehr macht z. B. weil die Preise durch die Konkurrenzsituation in einem Bereich sind, in dem die ganze Branche keinen gewinn mehr macht oder wenn von sinkenden Umsätzen ausgegangen wird, also Krisen zu erwarten sind - oder auch aus einigen anderen Gründen - wollen manche Unternehmen lieber für die Krise gewappnet sein als auf Expansion zu setzen. Wenn es dann besser läuft als erwartet entsteht Nettocashbestand.

Er ist also für sich kein Entscheidungskriterium. Man sollte nach den Ursachen forschen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community