Frage von HannaLarsson, 126

Nebenkostenabrechnung im Untermietvertrag

Hallo,

ich möcht ein Zimmer in meiner Wohnung untervermieten und bin mir unsicher der steuerlichen Nachweispflicht wegen. Es wäre toll, wenn mir hier jemand fachlich helfen könnte.

Meine Frage ist, wie ich den Vertrag aufsetze, ohne in komplizierten Nebenkostenabrechnungen im Nachhinein nachweisen zu müssen, dass ich mit der Untervermietung keinen Gewinn erwirtschaftet habe.

Der Untermietvertrag regelt die Zahlung wie folgt: Der Untervermieter nutzt 50% der Wohnfläche (eine Zimmer und anteilig Gemeinschaftswohnfläche) und zahlt somit genau die Hälfte der Nettokaltmiete und Betriebskosten. Diese Zahl kann ich als Fixwert angeben und somit einfach nachweisen, dass ich keinen Gewinn erwirtschafte.

Anders bei den Nebenkosten, die ich direkt an Versorger zahle: wir wollen die von mir direkt gezahlten Nebenkosten (Warmwasser, Strom, Heizung) plus Telefon, Rundfunkgebühren und einen Beitrag zu gemeinsam genutzten Gegenständen 50/50 monatlich aufteilen, genauso Rück- und Nachzahlungen. Dieser Betrag wir also immer wieder neu angepasst. Wie vereinbare ich das am Besten im Untermietvetrag? Muss ich im Nachhinein all das beim Finanzamt minutiös aufschlüsseln, um nachzuweisen, dass ich auch mit diesen Kosten keinen Gewinn gemacht habe? Und gilt so etwas wie ein vereinbarter Zuschlag für gemeinsam genutzte Gegenstände dann auch als Gewinn (das wäre ein Betrag von 10-20 Euro monatlich)?

Vielen Dank im Voraus,

Hanna

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Antwort
von vulkanismus, 122

Wie kommst Du bei der Sache auf das Finanzamt?

Weder hast du die Absicht, einen Gewinn/Verlust zu erwirtschaften noch entseht tatsächlich einer.

Kommentar von HannaLarsson ,

Vielen Dank für Deine Antwort. Ich bin selbstständig und habe dann ja monatlich Zahlungseingänge auf meinem Konto. Ich dachte, das muss ich in der Steuererklärung angeben.

Antwort
von EnnoBecker, 103
Ich bin selbstständig

Das wirft ein völlig anderes Problem auf als die Einkommensteuer, zu der vulkanismus bereits erschöpfend geantwortet hatte.

Wir haben hier ja keine Vermietung, sondern eine Nutzungsüberlassung. Das führt zur Umsatzsteuer.

Der Untermietvertrag muss daher so gefasst werden, dass es keine Nutzungsüberlassung darstellt, sondern eine Kostengemeinschaft.

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