Frage von Redlion8, 159

Nebenkosten für kleines Haus?!? Brauche dringend Hilfe!

Hallo!

Wir haben großes Interesse an einem Eigenheim und nun endlich auch ein passendes gefunden. Da es nun an die Finanzierung geht müssen wir natürlich kalkulieren, was wir monatlich abbezahlen können. Leider kenne ich mich mit den Nebenkosten so gar nicht aus und brauche ganz dringend Hilfe!
Das Grundstück ist nicht größer als 160 qm und das Haus hat 100 qm. Es gibt auch einen Energieausweis zu dem Haus, welches im normalen Bereich liegt. Es steht nur drauf, dass man die Decke etwas besser dämmen könnte, was wir aber vor haben neu zu machen. Des weiteren benötigen wir kein Gas o.Ä da wir mit Nachtspeicheröfen (neuerdings heißen die auch Marmorheizung, wollen wir unbedingt darauf umrüsten) heizen. Auch hat das Haus einen neuen Anschluss für einen Holzofen...da sind wir am überlegen, ob wir einen installieren sollen.

Alles in allem weiß ich durch den Verkäufer, dass sich die Grundsteuer bei dem Haus auf 50€ belaufen. Der älterer Herr, der im Haus wohnte, beheizte die Räume noch mit den ganz alten Nachtspeicheröfen. Er kam auf eine monatliche Belastung von 113€ vom Strom her.

Wir sind zwei Personen und das Haus steht in einem kleinen Ort in Rheinland-Pfalz nähe Kirchheimbolanden.

Berechnen würde ich zuerst mal folgendes: Grundsteuer: 50€ im Jahr Strom: 160€ im Monat Wasser/Abwasser: ??? Schornsteinfeger: ??? (70€ jährlich?) Müll: ??? Versicherung: ??? (Mein Vater zahlt glaube ich 25€ mtl. Für eine Art Komplettpaket)

Hab ich noch einen wichtigen Punkt vergessen? Was zahlt ihr ab, wenn ich fragen darf?

Ich bedanke mich vielmals für eure Antworten, uns wäre damit sehr geholfen!! :)

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von gandalf94305, Community-Experte für Steuern, 157

Da Du hier nicht einmal das Baujahr des Hauses nennst, kann man nur sehr wild mit den Augen rollen und die Kristallkugel bemühen. Meine arbeitet an Brückentagen nicht, daher mache ich jetzt mal schnell einen Kaffee und klaube den Kaffeesatz wieder aus dem Auffangbehälter des Automaten, um Dir ein paar Informationen herauszulesen.

Dennoch ein paar kleine Anmerkungen:

  • Nachtspeicheröfen ist der unsinnigste und teuerste Weg der Heizung. Gerade im Winter wird das höllisch teuer. Ältere Leute heizen dann nur einen Raum und ziehen sich fünf Pullover an. Das werdet ihr nicht tun.

  • Wesentlich ist die Frage, ob das Haus einen Vollwärmeschutz hat. Ich vermute mal, daß dies nicht der Fall ist. Also wird das Haus grob geschätzt so 180-220 kWh/m² p.a. benötigen. Rechne das mal auf die Strompreise um.

  • Welches Baujahr hat das Haus? Häuser ab ca. 1990 wurden zumindest etwas besser gedämmt. Decken und Boden zum Keller (falls vorhanden), sowie Balkone sind dennoch ggf. ein Problemfall. Wie alt sind die Fenster? Doppelverglasung? Welche Wärmewiderstände?

Meine Empfehlung:

Prüft die Möglichkeit von Solarthermie. Rechnet einen Vollwärmeschutz für das Haus durch. Wenn ein Gasanschluß vorhanden ist, wird eine Brennwerttherme die effektivste Heizmethode sein. Wollt Ihr heißes Wasser auch mit Strom erzeugen? Solarthermie wird hier helfen, ca. 30-50% der Heiz- und Heißwasserkosten zu reduzieren.

Holzöfen haben eine Menge Auflagen und man benötigt spezielle Öfen, um wirklich gut heizen zu können. Für die Warmwasserbereitung ist ein Holzofen Unsinn. Ein Pelletofen wäre noch eine Alternative, aber dann müssen die Pellets irgendwo gelagert werden. Ich würde das Thema Holzofen von der Agenda streichen.

Antwort
von LittleArrow, 145

Was zahlt ihr ab, wenn ich fragen darf?

Da diese Frage auch nicht meine Verhältnisse trifft, erscheint sie mehr als irrelevant.

Eine Kennzahl vom Deutschen Mieterbund für die Betriebskosten lautet für Mietwohnungen im Jahr 2011: € 3/qm, also bei Euch ca. € 300/Monat. Siehe http://mieterbund.de/index.php?id=27

Gerade die Stromkosten sind seit 2011 erheblich gestiegen. Geht einfach mal von € 400/Monat aus und Ihr könnt Euch freuen, wenn dann doch etwas weniger anfällt. Bitte unbedingt bei Nachtstromspeicherheizungen einen Anbietervergleich für solchen Strom machen!

Zu zweit braucht Ihr mehr Strom als einer alleine!

Kommentar von LittleArrow ,

Hier ein Nachtstromtarifvergleich aus dem letzten Jahr: http://www.test.de/Heizstrom-Das-Monopol-broeckelt-4489581-0/

Antwort
von billy, 104

50 € / Jahr für die Grundsteuer halte ich für zu niedrig und glaub ich auch nicht. Für ein Haus dieser Größe sind zwischen 300 - 400 € zu veranschlagen, hier sind meist schon die Kosten für Müll enthalten. Die Kosten für Schornsteinfeger könnten passen, für eine Gebäudeversicherung 250 - 300 € /Jahr. Die Stromkosten von 160 € / Monat oder rund 1900 € im Jahr sind sehr hoch, liegt aber begründet bei der Nachtspeicherheizung. Hier könnte man mit anderen Primärenergien deutlich günstiger heizen, der verbleibende Bedarf bei Strom würde vermutlich um zwei Drittel sinken. Die Kosten für Wasser/Abwasser sind regional sehr unterschiedlich und auch Nutzerabhängig zwischen 30 - 50 € monatlich.

Antwort
von betroffen, 116

So eine niedrige Grundsteuer? Wir bezahlen 400,- im Jahr bei ähnlicher Wohnfläche aber doppelt so großem Grundstück in Stadtrandlage einer Großstadt.

Zum Strom kann ich nichts sagen, da Ihr den ja auch für's Heizen bezahlt.

Bei Wasser, Abwasser und Müll werdet Ihr das Selbe bezahlen wie vorher, das geht nach Personen.

Beim Schornsteinfeger liegt Ihr richtig, aber - heizt Ihr nicht mit Strom? Da gibt's keinen Schornstein zu fegen.

Die Straßenreinigung habt Ihr vergessen und eventuell muss man noch Gebühren für Niederschlagswasser berappen.

Die Hausratversicherung müsste unter 100,- € /J. für Euch sein. Die Gebäudeversicherung schätze ich auf 200,- € /J.

Die Deckendämmung, handwerklich korrekt ausgeführt könnte schon einige Hunderter kosten, je nach Größe der Fläche.

Bei der Größe von Haus und Garten solltet Ihr auch nach dem Einzug langfristig Rücklagen für Instandhaltung von 150 - 250,- € im Monat einrechnen.

Zur Abzahlung: Ihr könnt nur soviel abzahlen wie Ihr zur Verfügung habt. Je sicherer der /die Job /s desto knapper könnt Ihr kalkulieren.

Bei einem alten Häuschen wie diesem empfehle ich 2 - 3% jährliche Tilgung.

Alles Gute b

Kommentar von Redlion8 ,

Mich hat es auch gewundert, dass die Grundsteuer so wenig ist. Aber wir würden dann in einer kleinen Ortschaft auf dem Land wohnen...da verhält es sich ja ganz anders als Stadtlage oder Randlage Stadt.

Antwort
von jowaku, 122

Zusatzidee: Mit dem Verkäufer aushandeln, dass ein/mehrere Kostenvoranschlag/äge für den Einbau einer modernen Heizung (z. B . GasBrennwert) und die Entsorgung der meist asbesthaltigen (=Sondermüll^^) Nachtspreicheröfen gemacht wird. Den Verkaufspreis dann um mindestens die Hälfte dieser Kosten senken.

Antwort
von hildefeuer, 85

nur soviel: Ein Haus mit Strom zu beheizen ist die teuerste Varinate die möglich ist. Die billigste Variante ist ein Ofen für Holz. Aber das kann Dir eder Heizungfachmann erklären. Vergleiche mal den Preis für einen KW bei Strom und Gas. Strom ist 3-4 mal teurer.

Antwort
von Privatier59, 96

Ich fürchte, da mußt Du weiter Rätsel raten: Die kommunalen Gebühren sind in jeder Ortschaft anders. Was bringt es Dir denn, wenn man hiesige Werte nennt. Mein Rat insofern: Auch kleinste Gemeinden haben heute einen Internetauftritt und da findet man die entsprechenden Abgabensatzungen. Da bist Du schlauer.

Und zu den Heizkosten: Mit Strom heizen und dann nur 116 Euro im Monat ansetzen? Mir fehlt der Glaube daran, dass das möglich sein soll. Wenn man nicht gerade aus Sibirien stammt und dortige Temperaturen wohnlich findet, wird man deutlich mehr ansetzen müssen.

Das mit dem Schornsteinfeger verstehe ich jetzt nicht. Wenn da mit Strom geheizt wird, wieso soll denn da ein Schornsteinfeger tätig werden müssen? Sicher nur dann, wenn der Holzofen in Betrieb genommen wird. Frag aber besser vor dessen Anschaffung, ob das überhaupt zulässig ist.

Kommentar von Redlion8 ,

Ok, da werde ich auf alle Fälle nachschauen, danke. Ja Schornsteinfeger käme nur dann in Frage, wenn wir uns einen Holzofen anschaffen ;) Also wir haben eine Rechnung vorgelegt bekommen. Diese war jedoch auch aus den Jahr 2009 und da zahlte der gute Herr 113€ monatlich ....

Kommentar von Privatier59 ,

Nur ist damit nicht geklärt, welche Temperaturen der gute Mann damit erreicht hat. Zudem ist 2009 auch schon 5 Jahre her. Überleg nur mal, wie stark die Strompreise seit dem gestiegen sind.

Kommentar von Redlion8 ,

Was meinen sie denn, was es ausmachen würde?

Kommentar von hildefeuer ,

Es macht keinen Sinn einen Verbrauch hochzurechnen, wo man nicht weis wieviel Räume mit welcher Temperatur beheizt wurden.

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